Hackländer, Friedrich Wilhelm von

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Friedrich Wilhelm von Hackländer.jpg

Friedrich Wilhelm Hackländer, seit 1860 Ritter von Hackländer (Lebensrune.png 1. November 1816 in Burtscheid; Todesrune.png 7. Juli 1877 in Leoni), war ein deutscher Schriftsteller.

Leben

Friedrich Wilhelm Hackländer wurde in Burtscheid bei Aachen geboren. Sein Vater Johann Wilhelm war Lehrer, seine Mutter Johanna Louise, geborene Roehr, war die Tochter eines Predigers. 1830 begann er eine kaufmännische Lehre bei einem Textilgeschäft in Elberfeld. 1832 trat er als Einjährig Freiwilliger in die Artillerie der Preußischen Armee ein, sein Wunsch jedoch, Offizier zu werden, bleibt ihm jedoch verwehrt. 1840 siedelte er auf Anraten von Ferdinand Freiligrath nach Stuttgart um.

Als Begleiter des Oberstallmeisters von Friedrich von Taubenheim begab er sich 1842 auf eine Orientreise, die er in den „Daguerreotypen“ schilderte. Für König Wilhelm I. von Württemberg war er zudem als Pferdekäufer tätig. Daraufhin fand er eine Anstellung als Volontär bei der Hofkammer in Stuttgart. 1843 wurde er vom König zum Hofrat, Sekretär und Reisebegleiter des Kronprinzen ernannt. Mit dem württembergischen Kronprinzen reiste Hackländer von 1844 bis 1846 nach Italien, Belgien, in das Kaisertum Österreich und in das Russische Kaiserreich.

1849 wurde er bei vollem Gehalt aus seinem Amt entlassen und war fortan als Kriegsberichterstatter für die Cottasche „Allgemeine Zeitung“ tätig. Als solcher führte ihn sein Weg in die Hauptquartiere Radetzkys beim österreichischen Feldzug in Piemont sowie des preußischen Prinzen während des Badischen Feldzuges. Seine Kriegserlebnisse verarbeitete er literarisch in den „Bildern aus dem Soldatenleben im Kriege“.

1859 nahm er auf Wunsch von Kaiser Franz Joseph als Kriegsberichterstatter am Sardinischen Krieg teil, anschließend kehrte er noch einmal in den Staatsdienst zurück und arbeitete bis zum Thronwechsel 1864 (er hatte den kranken König von Württemberg sehr oft besucht) als Bau- und Gartendirektor in Stuttgart. 1865 zog er mit der Familie nach Leoni am Starnberger See, wo Ritter von Hackländer als freier Schriftsteller arbeitete. Im Deutsch-Französischen Krieg jubelte sein vaterländisches Herz und er schrieb 1871 „Freiwillige Vor! Kriegsbilder aus den Feldzügen 1870“.

Wirken

Zu seinem Wirken heißt es:[1]

Friedrich Wilhelm von Hackländer, geb. 1. November 1816 zu Burtscheid, sollte Kaufmann werden, wurde Soldat, dann wieder Kaufmann, begleitete den Baron von Taubenheim auf dessen Reisen, welcher ihn 1843 in württembergische Hofdienste brachte, in denen er als Hofrat bis 1849 blieb; in den Feldzügen 1849, 1850, 1859 war er Berichterstatter, kam 1859-64 wieder in württembergische Hofdienste (als Bau- und Gartendirektor), lebte seitdem als Schriftsteller in Stuttgart und in seiner Villa Leoni am Starnberger See, wo er den 7. Juli 1877 starb. 1861 war er in den österreichischen Ritterstand erhoben.[2] - Romane: „Bilder aus dem Soldatenleben im Frieden“ (1841), „Wachtstubenabenteuer“ (1845), „Humoristische Erzählungen“ (1847), „Handel und Wandel“ (1850), „Namenlose Geschichten“ (1851), „Eugen Stillfried“ (1852), „Europäisches Sklavenleben“ (1854). - Lustspiele: „Der geheime Agent“ (1851), „Magnetische Kuren“ (1853).

Familie

1849 heiratete Hackländer in Stuttgart seine Verlobte Caroline Opitz, die Tochter des Haushofmeisters Gottlieb Heinrich Opitz. Aus der Ehe sind vier Kinder entsprossen.

Werke (Auswahl)

Siehe auch

Fußnoten

  1. Bilderatlas zur Geschichte der deutschen Nationallitteratur herausgegeben von Gustav Könnecke (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  2. Die meisten Quellen geben an, daß er 1860 vom Kaiser von Österreich in den Adelsstand erhoben wurde.