Kachelmann, Jörg

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Jörg Andreas[1] Kachelmann (Lebensrune.png 15. Juli 1958 in Lörrach) ist ein deutscher Meteorologe, Fernsehansager und Unternehmer im Bereich der Wettervorhersage. Er ist Staatsbürger der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Leben

Jörg Kachelmann wurde in Lörrach als Sohn eines Franken und einer Ostpreußin geboren.

Beruflicher Werdegang

Aufstieg zum Unternehmer

In seiner Kindheit interessierte er sich sehr für das Wettergeschehen. Diese Leidenschaft sollte ihn bis hin zum Unternehmensgründer und Chef der Meteomedia AG führen. Meteomedia unterhielt zum Schluß 830 Wetterstationen im deutschsprachigen Raum und hatte 100 Mitarbeiter. Dies sorgte dafür, das Meteomedia das Monopol des Deutschen Wetterdienstes Offenbach (DWD) brechen konnte und mit ihm zusammen ein Oligopol bildete. Nach seinem Vergewaltigungsprozeß erlahmte die Unternehmenstätigkeit und Kachelmann trat als Chef von Meteomedia Anfang 2013 zurück. Im August 2013 wurde das Unternehmen nach England verkauft.

Weg in die Öffentlichkeit

Öffentlicher Werdegang

Seine Marktmacht gestattete ihm den Zugang zu den Massenmedien. So erstellte und sagte er Wettervorhersagen für die ARD an, zunächst in Südwest 3 und seit 1994 auch in der Sendung Das Wetter im Ersten für die ARD sowie in verschiedenen Radiostationen. Weiter gab er 1996 die Sendung Vorsicht Blöff, war von 1999 bis 2004 und von 2007 bis 2009 Leiter der Fernsehgesprächsrunde Riverboat[2] und versuchte sich 1998 an der Ratesendung Einer wird gewinnen. Von 2002 bis 2008 war er Gastgeber seiner eigenen Fernsehgesprächsrunde im MDR mit dem Titel Kachelmanns Spätausgabe.

Auftreten in der Öffentlichkeit

Im Fernsehen erschien Kachelmann erschien stets ungepflegt und nachlässig gekleidet. Zudem erwies er sich als außerordentlicher Gegner der deutschen Sprache. Ständige eigene Wortschöpfungen und Anglizismen kennzeichneten seinen Stil. Zudem erwies er sich als völlig kritikunfähig. Dies änderte sich in großen Teilen nach seinem Vergewaltigungsprozeß.

Vergewaltigungsvorwürfe und Freispruch

Am 19. Mai 2010 erhob die Staatsanwaltschaft Mannheim Anklage beim Landgericht Mannheim gegen Kachelmann wegen des Verdachts der besonders schweren Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, Kachelmann bestritt die Vorwürfe. Vom 20. März bis zum 29. Juli 2010 saß er in Untersuchungshaft. Am 31. Mai 2011 endete das Verfahren mit einem Freispruch, welcher rechtskräftig wurde. Auf Antrag Kachelmanns wurde am 28. Oktober 2011 ein Urteil gegen seine Ex-Freundin bestätigt, das ihr untersagt, die Vorwürfe gegen ihn öffentlich zu wiederholen.

Kachelmann sah sich seit Beginn der Anklageerhebung einer großen Welle von Angriffen ausgesetzt, federführend betrieben von bekannten Feministen wie Alice Schwarzer, die Kachelmann zur Projektionsfläche für ihren Männerhaß machten.

Kachelmann äußerte in Mediengesprächen, Frauen hätten ein „Opfer-Abo“. Mit ihm könnten sie ihre Interessen gegenüber Männern zum Beispiel in Form von Falschbeschuldigungen durchsetzen. In der Zeitschrift „Der Spiegel“ sagte er:

„Das ist das Opfer-Abo, das Frauen haben. Frauen sind immer Opfer, selbst wenn sie Täterinnen wurden. Menschen können aber auch genuin böse sein, auch wenn sie weiblich sind.“[3]

Im Juni 2012 reichte Kachelmann gegen seine Ex-Geliebte eine Schadensersatzklage ein. Sie soll ihm die Kosten für Gutachter erstatten, die im Prozeß angefallen waren. Am 8. Oktober 2012 erschien das Buch „Recht und Gerechtigkeit - Ein Märchen aus der Provinz“, das Kachelmann mit seiner Frau geschrieben hat. Das Buch arbeitet die Untersuchungshaft und den Prozeß aus deren Sicht auf und nennt den vollen Namen der Beschuldigerin, was diese rechtlich erfolglos zu unterbinden suchte.

Die „Bild“-Zeitung berichtete nach Auffassung von Kachelmann und seinem Rechtsbestand sowie dem Landgericht Köln so einseitig, daß das Gericht den Springer-Verlag zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 635.000 Euro verurteilte. Der Medienkonzern kündigte an, gegen das Urteil in Revision zu gehen.[4]

Im März 2017 berichteten Medien, die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittele nunmehr gegen die Frau, die Kachelmann durch Falschbeschuldigungen ins Gefängnis gebracht hatte, wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung.[5] Im September 2017 ließ die Staatsanwaltschaft wissen, sie sehe keinen hinreichenden Tatverdacht.[6]

Parallelen zu anderen bekannten Vergewaltigungsprozessen

Ähnlichkeiten hatte der Fall Kachelmann mit dem ebenfalls durch Vergewaltigungsvorwürfe beschwerten Netzrechtler Julian Assange, mehr noch mit dem Fall Horst Arnold. Dieser saß fünf Jahre aufgrund einer Vergewaltigungsbeschuldigung durch eine Lehrerkollegin im Gefängnis[7][8] und starb kurze Zeit nach seiner Freilassung.

Kachelmann und die Chemtrails

Ohne geheimdienstliche, militärische oder regierungsamtliche Quellen vorzulegen, ist Kachelmann von der Nichtexistenz der Chemtrails überzeugt. Dies genügt ihm, um Chemtrailsgegner als Neonazis zu verunglimpfen.[9]

Literatur

  • Jörg und Miriam Kachelmann: Recht und Gerechtigkeit: Ein Märchen aus der Provinz. Heyne Verlag, 2012, ISBN 978-3453200258
  • Florian Wille: Aussage gegen Aussage in sexuellen Missbrauchsverfahren: Defizitäre Angeklagtenrechte in Deutschland und Österreich und deren Korrekturmöglichkeiten. Springer, 2012, ISBN 978-3642274213

Verweise

Fußnoten

  1. moneyhouse.ch: Handelsregister- und Firmendaten Abgerufen am 14. September 2010
  2. t-online.de: Jörg Kachelmann hört bei „Riverboat“ auf. 31. Januar 2009
  3. Thomas Tuma: Kollektiver Blutrausch. In: Der Spiegel Nr. 41, 2012 (Gespräch mit Jörg und Miriam Kachelmann)
  4. Fall Kachelmann: Rekordstrafe für „Bild“, Junge Freiheit, 30. September 2015
  5. Justiz ermittelt gegen ehemalige Kachelmann-Geliebte, faz.net, 7. März 2017
  6. Ermittlungen gegen Kachelmanns Ex-Geliebte eingestellt, FAZ, 22. September 2017
  7. „Eine erlogene Vergewaltigung“ – Der Fall Horst Arnold FAZ, 13. September 2013
  8. Freispruch nach fünf Jahren Haft – Wie konnte es zu diesem Fehlurteil kommen?, FAZ, 25. Juli 2011
  9. Kachelmann-Prozeß, Welt, 28. März 2012