Schwarzer, Alice

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Alice Sophie Schwarzer (Lebensrune.png 3. Dezember 1942 in Wuppertal-Elberfeld) ist eine lesbische deutsche Journalistin und Verlegerin. Sie ist Gründerin und Herausgeberin der männerfeindlichen Zeitschrift „Emma“, zählte lange Zeit zur Gesprächsrunden-Prominenz des BRD-Fernsehens und ist seit Juli 2016 als Steuerhinterzieherin vorbestraft.

Alice Schwarzer

Werdegang

Herkunft

Alice Schwarzer wurde am 3. Dezember 1942 in Wuppertal-Elberfeld geboren. Als Tochter einer ledigen Mutter wuchs sie ohne Geschwister bei den Großeltern in Wuppertal auf.

Ausbildung

Schwarzer besuchte die Volksschule und eine Handelsschule. Die 1959 begonnene kaufmännische Lehre brach sie ab. 1964 ging sie als Au-Pair-Mädchen nach Paris und lernte dort Sprachen an der Alliance Française und an der Sorbonne. Nach einem journalistischen Volontariat bei den „Düsseldorfer Nachrichten“ (1966–1968) und kurzer Berufstätigkeit ging Alice Schwarzer erneut nach Paris, wo sie von 1970 bis 1974 Psychologie und Soziologie an der Reform-Universität Vincennes studierte, die auch ohne Hochschulreife dort zugänglich war.

Aktivität

„Die große Verschleierung: Für Integration, gegen Islamismus“

1969 war Alice Schwarzer, als Nachfolgerin von Günter Wallraff, Reporterin bei der satirischen Zeitschrift „pardon“ in Frankfurt am Main. Während des Studiums schrieb sie für deutsche Medien in Paris, wo sie das Marxistenpaar Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir kennenlernte, und sich in der Pariser „Frauenbewegung“ betätigte.

Bekanntheit in der BRD erlangte Schwarzer im Jahre 1971 als Initiatorin der „Aktion 218“, die die Abschaffung des §218 StGB (Abtreibungsverbot) anstrebte und in deren Zuge sich 374 Frauen – darunter neben Schwarzer viele mediale Identifikationsfiguren wie bspw. Romy Schneider – im stern-Artikel („Ich habe abgetrieben“), zu einer – damals illegalen – Abtreibung bekannten.[1] 30 Jahre später gab die Feministin (Lesbe) zu, daß sowohl sie als auch andere Mitstreiterinnen damals gelogen und gar nicht abgetrieben hatten,[2] es sei ihnen um die politische Provokation gegangen.

Ab 1974 lebte Alice Schwarzer wieder in der BRD. Im Wintersemester 1974/75 hielt sie eine Soziologie-Vorlesung an der Universität Münster über den „Stellenwert der Sexualität in der Emanzipation der Frau“. 1975 wurde auf ihre Initiative hin erstmals der jährlich erscheinende „Frauenkalender“ aufgelegt (bis 2000). Schlagartig bekannt wurde Schwarzer 1975 durch ihren (beleidigenden und Lügen spinnenden) Auftritt in einer Fernsehdiskussion mit der Feminismusgegnerin Esther Vilar – einer Ärztin und Autorin („Der dressierte Mann“).[3] Kurz darauf veröffentlichte Schwarzer „Der kleine Unterschied und seine Folgen“ (1975), ein auf 17 Interviews basierendes Pamphlet über die Rolle der Sexualität im Machtkampf der Geschlechter. Der in elf Sprachen übersetzte Verkaufsschlager wurde äußerst heftig und kontrovers diskutiert und machte Schwarzer zum Sprachrohr des radikalen Feminismus und Neomarxismus in der BRD.

Es folgte die Gründung der männerfeindlichen Publikumszeitschrift „Emma“ in Köln. Die erste Ausgabe kam im Januar 1977 mit einer Startauflage von 200.000 Stück auf den Markt (verkaufte Auflage 1/1996: 93.219). 1983 rief sie mit dem „FrauenMediaTurm“ in Köln ein feministisches Archiv und Dokumentationszentrum ins Leben und beteiligte sich an der Gründung des „Hamburger Instituts für Sozialforschung“, einer privaten kulturmarxistischen Einrichtung.

Nachdem sie und andere Prominente 1978 erfolglos wegen der Darstellung von Frauen „als bloße Sexualobjekte“ gegen das stern-Magazin geklagt hatten, startete „Emma“ 1987 eine Kampagne gegen Pornographie. Höhepunkt dieser Aktion war im November 1993 die Veröffentlichung von 19 „sexistischen“, „faschistischen“ und „rassistischen“ Aktfotos des jüdischen Erotikfotografen Helmut Newton in „Emma“. Über den nicht genehmigten Druck kam es 1994 zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Newton und Schwarzer, die den Prozeß juristisch im Kern gewann.

Ab Januar 1993 erschien „Emma“ mit doppeltem Umfang im Zweimonatsrhythmus. 2001 lag die verkaufte Auflage bei 53.000 Exemplaren, ab 2002 hatte „Emma“ auch einen Auftritt im Weltnetz. 2009 lag die Auflage bei 43.000 verkauften Exemplaren. Ab 2010 erschien das Magazin nur noch viermal im Jahr.

In der BRD gehört Alice Schwarzer zu den treibenden Kräften des „Gender Mainstreaming“.[4]

Schwarzer erhob gegen Gert Bastian die Beschuldigung, daß dieser seine Lebensgefährtin Petra Kelly ermordet habe.

Steuerkriminalität und -hinterziehung

Im Jahr 2013 erfolgte eine Selbstanzeige von Schwarzer. Im Februar 2014 geriet die selbsternannte „moralische Instanz“ und lautstarke sowie provokative Kapitalismuskritikerin Schwarzer in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, daß sie seit den 1980er Jahren große Summen an Steuern hinterzogen hat, alleine für die letzten zehn Jahren etwa 2,4 Millionen Euro vor dem Fiskus auf ausländischen Bankkonten versteckt hatte.[5][6]

Sie begründete die Straftat damit, daß sie in den 1980er Jahren derart angefeindet worden sei, daß sie, manchen Juden in den 1930er Jahren gleich, damit rechnete, eines Tages emigrieren zu müssen. Dieser vorgeschobenen Entlastungsargumentation wurde in der Öffentlichkeit stark widersprochen. Die Frage, warum ihre Projekte, unter anderem das feministische Archiv Frauen-Media-Turm (FMT), durch erhebliche Summen des Landes und des Bundes (Steuergelder der deutschen Bürger) statt durch ihre aus dem Land verbrachten Millionen unterstützt wurden,[7] konnte sie bis heute nicht beantworten.

Insgesamt zahlte Schwarzer 200.000 Euro plus Zinsen an Steuern für die Jahre 2002 bis 2012 nach. Sie bekam ein Steuerverfahren und ist seit 2016 vorbestraft.

Zitate

Zitat von Schwarzer

  • „Als ich mit 21 erstmals außerhalb von Deutschland, in Frankreich lebte habe ich mich geschämt für meinen deutschen Kopf. Das Wort von Kollektivscham leuchtet mir sehr ein.“

Zitate über Schwarzer

  • Gerhard Henschel in „Gossenreport – Betriebsgeheimnisse der Bild-Zeitung“:
„Wer Bild als Kolumnist[8] oder als Interviewpartner dient, der ist ethisch gerichtet und hat seinen intellektuellen und moralischen Bankrott erklärt.“[9]
„Sie [Alice Schwarzer] ist eine böse alte Frau geworden, die [...] den Frauen schadet. [...] Schwarzer hat aus der Klägerin ­eine Ikone der Lüge gemacht und sich selbst zur Schutzheiligen einer Kriminellen erklärt.“[10]
„Na klar, Alice – während nun die Schlacht tobt, die Massaker an der Tagesordnung stehen und die kurdischen Männer (und ein paar beherzte ›Amazonen‹) darum kämpfen, daß ihre Frauen und Töchter nicht verschleppt werden, gibt es nichts Wichtigeres und gar ›Effektiveres‹ als ›Bildung und Gleichberechtigung‹ in den Irak, nach Syrien, Afghanistan, die Türkei, Saudi-Arabien und so weiter zu exportieren. Genausogut könnte man sagen: Wenn das Dach brennt, entwerfen wir erstmal eine Versicherungspolice und verteilen sie an alle Bewohner. Aber die Vereinten Nationen können ja gern versuchen, ein paar Bildungsbomben und alte Emma-Hefte auf die IS-Truppen herabregnen zu lassen, um sie in ihrer Kampfmoral zu schwächen. Dadurch wird Kobanê gewiß ganz besonders effektiv vor der Einnahme und Plünderung gerettet.“[11]
„Alice Schwarzer steht nicht für einen modernen Feminismus. Sie steht für sich selbst.“[12]
  • Miriam Gebhardt, Journalistin und Autorin des Buches „Alice im Niemandsland. Wie die deutsche Frauenbewegung ihre Frauen verlor“:
„Frau Schwarzer habe sich inhaltlich in vielen Punkten seit den Siebzigern nicht weiter entwickelt. So hänge sie zum Beispiel immer noch dem ‚Patriarchatsmythos‘ an. Heute sei der ‚scharfe Ton‘ zwischen den Geschlechtern aber kontraproduktiv. Es ergebe keinen Sinn, gegen die Männer zu kämpfen, wenn man sich zum Beispiel Betreuungsaufgaben teilen wolle.“[13]
  • Waltraut Schade, ehemalige Partnerin Schwarzers, in ihrem Buch „Tango mit Alice“:
„Ich finde, Alice Schwarzer hat in unserer Beziehung nicht das gelebt, was sie als Feministin seit 40 Jahren verkörpert.“[14]

Mitgliedschaften und Positionen

  • Privates „Hamburger Institut für Sozialforschung“ des Volksverhetzers Jan Philipp Reemtsma – als Mitbegründerin (1983)
  • „Frauen-MediaTurm – Das feministische Archiv und Dokumentationszentrum“ (Köln, seit 1983) – Initiatorin und Vorstandsvorsitzende
  • PEN-Club (seit 1984) – Mitglied
  • Kölner Presse-Club (1987) – Gründungsmitglied, seit 1991 stellvertretende Vorsitzende

Auszeichnungen

  • 2010 Duisburger Mercator-Professur, für „Weltoffenheit und debattenanregende Beiträge“. Die Professur soll offiziell an die wissenschaftlichen Verdienste des Duisburger Kartographen und Gelehrten Gerhard Mercator aus dem 16. Jahrhundert erinnern.

Personenstand

Alice Schwarzer ist ledig und hat keine Kinder. Sie besitzt ein Haus im Bergischen Land. 2011 gab sie in einem Buch bekannt, daß sie mit einer Frau zusammenlebt.[14] Seit September 2015 verhindern Anwälte Schwarzers die Veröffentlichung eines Buches von Waltraud Schade über eine frühere lesbische Bekanntschaft mit ihr, vermeldete Die Welt am 12. September 2016.[15]

Filmbeitrag

Alice contra Esther – Ein Streitgespräch zwischen Esther Vilar und Alice Schwarzer

Siehe auch

Verweise

Karikaturen

Fußnoten

  1. Stern, 6. Juni 1971, Nr. 24
  2. Steffen Kraft: Ich habe nicht abgetrieben, Süddeutsche Zeitung, 31. März 2005
  3. Danach bekam Esther Vilar Drohungen, doch dabei blieb es nicht. Auf der Frauentoilette der Münchner Staatsbibliothek wurde sie von vier verhetzten jungen Feministinnen (Lesben) zusammengeschlagen. Von einem Tag auf den anderen verließ sie mit ihrem Sohn die BRD.
  4. Rolf Kosiek: Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen, Grabert-Verlag (Klappentext)
  5. Alice Schwarzer: 2,4 Millionen Euro Schwarzgeld, Deutsche Wirtschafts Nachrichten, 3. Februar 2014
  6. Oliver Janich: Stammt das Geld von Alice Schwarzer aus Geheimdienstquellen?, Kopp Online, 6. Februar 2014
  7. Jeder Besucher in Schwarzers Frauenturm kostet 622 Euro Steuergeld, Focus, 19. März 2014
  8. Schwarzer verdingte sich bei der BILD-Zeitung für „Berichterstattung“ und Kommentare zum Vergewaltigungsprozeß gegen Jörg Kachelmann.
  9. Gerhard Hentschel: Gossenreport – Betriebsgeheimnisse der Bild-Zeitung, Berlin, 3. Auflage 2006, S. 19
  10. Roger Köppel: „Lächerlicher Wahnsinn“, Die Weltwoche, 17. Juni 2011
  11. Martin Lichtmesz: Alice Schwarzer zittert. Wer rettet sie?, Sezession im Netz, 20. Oktober 2014
  12. Lisa Ortgies, in vielen aktuellen Debatten über die Rolle der Frau halte sie Alice Schwarzer für verzichtbar. Über das Unterhaltsgesetz, Arbeitsteilung in der Familie oder die Frauenquote habe Frau Schwarzer öffentlich nichts zu sagen gehabt. Vielmehr habe deren jahrelange mediale Alleinherrschaft über das Thema Emanzipation viele abgeschreckt, bestätigte die „frauTV“-Moderatorin der Zeitung. – Lisa Ortgies war 2008 kurze Zeit Chefredakteurin von Schwarzers feministischer Zeitschrift „Emma“.
  13. Gebhardt sagte im Deutschlandfunk am 3. Dezember 2012: „Alice Schwarzer fügt der Frauenbewegung mittlerweile ernsthaften Schaden zu.“
  14. 14,0 14,1 Ex-Geliebte macht Alice Schwarzer heftige Vorwürfe, Die Welt, 2015
  15. Verbotene Liebeserinnerungen über Alice Schwarzer, Die Welt, 12. September 2016