D’Elsa, Karl Ludwig

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Karl Ludwig d’Elsa II.jpg

Karl Ludwig d’Elsa (auch: Carl; Lebensrune.png 1. September 1849 in Dresden, Königreich Sachsen; Todesrune.png 20. Juli 1922 in Tannenfeld bei Nöbdenitz) war ein deutscher Offizier der Sächsischen Armee, des Deutschen Heeres und der Vorläufigen Reichswehr, zuletzt Generaloberst. 1922 war d’Elsa Präsident des sächsischen Kriegerbundes.

Werdegang

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General Karl Ludwig d’Elsa erhielt den Orden Pour-le-Mérite, 1916.jpg
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Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee, 1912
Als kommandierender General des XII. (1. königlich sächsischen) Armeekorps übte E. 1910 bis 1916 eine Funktion aus, die in Friedenszeiten zu den drei bedeutendsten Positionen im sächsischen Kontingent des deutschen Reichsheers zählte. – Nach dem Abschluss der 1864 bis 1869 währenden Ausbildung im sächsischen Kadettenkorps wurde E. 1869 als Fähnrich in das Dresdner 2. Grenadierregiment Nr. 101 aufgenommen. 1870/71 nahm er als Leutnant am Deutsch-Französischen Krieg teil und war bei der Kaiserproklamation in Versailles als Bataillonsadjutant zugegen. Anschließend wurde der 1874 zum Oberleutnant beförderte E. Regiments-, später Brigadeadjutant und danach Erzieher im Dresdner Kadettenhaus. Es folgten Verwendungen als Kompaniechef im 1. (Leib-)Grenadierregiment Nr. 100, als Adjutant im Generalkommando des XII. (1. königlich sächsischen) Armeekorps und ab 1892 als Kommandeur des 2. Jägerbataillons Nr. 13. 1881 wurde E. zum Hauptmann und 1889 zum Major befördert. Danach führte seine militärische Karriere vergleichsweise rasch nach oben: 1893 erhielt er die Ernennung zum Oberstleutnant, 1896 zum Oberst und 1900 zum Generalmajor. Nach einer Tätigkeit als Abteilungschef im Kriegsministerium trat er 1898 an die Spitze des 1. (Leib-)Grenadierregiments Nr. 100, 1900 dann der 4. Infanteriebrigade Nr. 48 und 1902 der 6. Infanteriebrigade Nr. 64. 1902 übertrug ihm König Georg von Sachsen die Stellung eines „diensttuenden Generals a la suite Seiner Majestät des Königs“ und ernannte ihn 1904 zu seinem Generaladjutanten. Im selben Jahr avancierte E. zum Generalleutnant und übernahm das Kommando über die 2. Infanteriedivision Nr. 24. 1908 erfolgte die Beförderung zum General der Infanterie und 1910 die Ernennung zum kommandierenden General des XII. (1. königlich sächsischen) Armeekorps. Nachdem E. diesen Großverband mehr als dreieinhalb Jahre in Friedenszeiten geführt hatte, kam mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs die eigentliche Bewährungsprobe als kommandierender General. Unter seinem Befehl kämpfte das XII. Korps an der Marne und Aisne. Am 15.4.1916 rückte er zum Führer der Armeeabteilung „Falkenhausen“ (Bezeichnung ab dem 26.4.1916: Armeeabteilung „A“) auf, die in Lothringen bzw. den mittleren Vogesen im Stellungskrieg stand. Schon zum 3.1.1917 wurde der 67-jährige E. indes von diesem Dienstposten wieder enthoben und am 13.2.1917 im Zuge der Genehmigung seines Abschiedsgesuchs zur Disposition gestellt. Im Januar 1918 erhielt er noch den Rang („Charakter“) eines Generalobersten verliehen; am 21.1.1920 erteilte man ihm dann den endgültigen Abschied.[1]

Familie

Karl Ludwigs älterer Bruder Karl Ferdinand Ernst d’Elsa war ebenfalls Offizier, zuletzt Major z. D. (verabschiedet 1889). Auch sein Sohn Karl Ferdinand Georg Walter d’Elsa trat in das Grenadier-Regiment „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ (2. Königlich Sächsisches) Nr. 101 ein, wo er am 29. Juli 1896 zum Sekondeleutnant befördert wurde.

Beförderungen

  • 1. April 1869 aus dem Kadettenkorps kommend als Portepee-Fähnrich Eintritt in die 8. Kompanie des 2. Grenadier-Regiments „König Wilhelm von Preußen“ Nr. 101
    • 1871 in Grenadier-Regiment „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ (2. Königlich Sächsisches) Nr. 101 umbenannt
  • 29. Juli 1870 Sekondeleutnant
  • 26. November 1874 Premierleutnant
    • Adjutant der 1. Infanterie-Brigade Nr. 45 in Dresden
  • 1. April 1881 Hauptmann
    • 1882 Kompaniechef im 1. Königlich Sächsischen Leib-Grenadier-Regiment Nr. 100, Dresden
    • 16. März 1887 Adjutant im XII. (I. Königlich Sächsisches) Armeekorps, Dresden
  • 7. September 1889 Major
    • 21. Juni 1892 Kommandeur des 2. Königlich Sächsischen Jäger-Bataillons Nr. 13, Dresden
  • 18. Oktober 1893 Oberst-Lieutenant
  • 11. Dezember 1896 Oberst
    • 14. April 1898 Kommandeur des 2. Königlich Sächsischen Grenadier-Regiments „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ Nr. 101, Dresden
  • 4. Juli 1899 Generalmajor
    • 19. September 1900 Kommandeur der 48. Infanterie-Brigade (4. Königlich Sächsische), Leipzig
    • 22. März 1902 Kommandeur der 64. Infanterie-Brigade (6. Königlich Sächsische), Dresden
    • 4. September 1902 Diensttuender General à la suite Seiner Majestät
  • 23. April 1903 Generalleutnant
    • 19. Juni 1904 Kommandeur der 24. Infanterie-Division (2. Königlich Sächsische), Leipzig
  • 23. September 1908 General der Infanterie
    • 26. September 1910 Kommandierender General des XII. (I. Königlich Sächsischen) Armee-Korps als Nachfolger von Hermann von Broizem, Dresden
    • 2. August 1914 XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps, der 3. Armee unterstellt
    • 17. April 1916 bis 4. Januar 1917 Oberbefehlshaber​ der Armee-Abteilung „A“ (Nachfolger von Ludwig von Falkenhausen)
  • 23. Januar 1918 Charakter als Generaloberst
    • 21. Januar 1920 außer Dienst

Auszeichnungen Auszug)

Fußnoten

  1. Karl Ludwig d' Elsa, Sächsische Biografie
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 Rangliste der Königlich Sächsischen Armee für das Jahr 1913, Hrsg.: Sächsisches Kriegsministerium, Abteilung für die persönlichen Angelegenheiten, C. Heinrich, Dresden 1913, S.9
  3. Der Königlich Sächsische Militär-St. Heinrichs-Orden 1736–1918, Ein Ehrenblatt der Sächsischen Armee, Wilhelm und Bertha von Baensch-Stiftung, Dresden 1937, S.84