Lembke, Heinz

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Heinz Lembke (Lebensrune.png 24. März 1937 in Stralsund; Todesrune.png 1. November 1981 in Lüneburg) war ein deutscher Nationalsozialist, und mutmaßliches Mitglied der Geheimorganisation Gladio. Lembke wurde einen Tag vor seiner Vernehmung durch einen Staatsanwalt erhängt in seiner Gefängniszelle aufgefunden.

Leben

Lembke war 1959 im Alter von 22 Jahren aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland geflüchtet und hatte sich sofort nationalistischen Vereinen angeschlossen. Er wurde Mitglied beim Bund Vaterländischer Jugend, wurde 1960 ihr Bundesgeschäftsführer, trat weiterhin auf Veranstaltungen von Manfred Roeders Deutscher Bürgerinitiative auf, und engagierte sich in der Deutschen Reichspartei sowie in der NPD, für die er als Wahlkandidat auftrat.[1] Daneben organisierte er Wehrsportübungen.

So hatten die Mitglieder der Deutschen Aktionsgruppen Raymund Hörnle und Sibylle Vorderbrügge einen Tag nach dem Oktoberfestattentat ausgesagt, daß Heinz Lembke ihnen Waffen, Sprengstoff und Munition angeboten und von umfangreichen Waffenlagern erzählt habe. Diesem Hinweis ging die Staatsanwaltschaft jedoch erst nach, als Waldarbeiter ein knappes Jahr später durch Zufall eines der Lager entdeckten.[2] Lembke offenbarte im Untersuchungsgefängnis die Lage seiner 33 illegalen Waffen- und Sprengstofflager, deren Entdeckung bei Uelzen in der Lüneburger Heide 1981 ein breites Medienecho fand: Sie enthielten unter anderem automatische Waffen, 13.520 Schuß Munition, 50 Panzerfäuste, 156 kg Sprengstoff und 258 Handgranaten. Die Menge und Qualität der gefundenen militärischen Ausrüstung deuten laut Dr. Daniele Ganser deutlich auf eine Mitgliedschaft Lembkes in der Geheimorganisation Gladio, für die solche Waffendepots charakteristisch waren. Dies wurde jedoch nicht geklärt, da Lembke am 1. November 1981, einen Tag vor seiner Vernehmung durch einen Staatsanwalt, erhängt in seiner Gefängniszelle aufgefunden wurde. Er hatte zuvor angekündigt, umfangreiche Erklärungen über seine Hintermänner abzugeben. Die Ermittlungen in dieser Richtung wurden bald nach seinem Tod eingestellt und Lembke als Einzelgänger dargestellt, der die Waffendepots aufgrund seiner Furcht vor einer sowjetischen Invasion angelegt habe. Woher er die Waffen erhalten hatte, blieb ungeklärt. Er war Revierförster in Oechtringen bei Hanstedt im Landkreis Uelzen unweit des Truppenübungsplatzes Munster.

Zitate

Über Lembke
  • „Dennoch bleibt die Frage ungeklärt, warum Lembke zunächst seine Aussagebereitschaft signalisierte, um sich in der Nacht vor dem anberaumten Vernehmungstermin selbst zu erhängen. Hatte er die Absicht, gezielt eine Legende um seine Person zu konstruieren? Sehr unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, dass Lembke als verschlossen und introvertiert galt, ohne einen Hauch von Aufschneiderei oder Geltungsdrang. Unklar ist auch, was der geheimnisvolle, aus der ‚Edda‘ entlehnte Satz bedeuten sollte, den Lembke auf einem Zettel in seiner Gefängniszelle hinterließ: ‚Es ist Wolfszeit.‘“[3]

Fußnoten