Müller, Dietrich von

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Generalmajor Dietrich von Müller.jpg

Dietrich von Müller (Lebensrune.png 16. September 1891 in Malchow; Todesrune.png 3. Januar 1961 in Hamburg) war ein deutscher Offizier der Kaiserlichen Armee und der Wehrmacht, zuletzt Generalleutnant in der Panzertruppe der Wehrmacht und Träger des Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Leben

Dietrich von Müller wurde am 16. September 1891 in Malchow in Mecklenburg geboren.

Militärischer Werdegang

Dietrich von Müller trat 1910 als Einjährig-Freiwilliger in das Jäger-Regiment 3 ein. Nach seiner Dienstzeit ging der Jäger in die Landwirtschaft und wurde vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Fähnrich der Reserve wieder zum Jäger-Regiment 3 eingezogen und wurde am 6. Juni 1913 zum Leutnant (mit Patent vom 17.06.1911) befördert. In der zweiten Kriegshälfte diente Müller zuletzt als Oberleutnant beim Stab des Landwehr-Inspizienten Berlin. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde er am 1. April 1920 aus der Armee entlassen.

Von Müller studierte Agrarwissenschaften und ergriff einen Beruf, bis er am 1. Januar 1934 als Hauptmann in das Infanterie-Regiment 5 eintrat.[1]

Dietrich von Müller

Zweiter Weltkrieg

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war Müller Major und Chef des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 5. Müller führte sein Bataillon im Polen- und im Frankreichfeldzug und als das Regiment in das Schützen-Regiment 5 umbenannt wurde, behielt Müller sein Bataillon. Ab dem 20. August 1940 wurde er Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Regimentes 5.

Am 1. April 1941 wurde Müller zum Oberstleutnant ernannt und am 5. September 1941 wurde er Kommandeur des Schützen-Regiments 5. Am 3. Mai 1942 wurde Müller für „persönliche Tapferkeit im Gefecht“ mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet und kurze Zeit später zum Oberst befördert. Am 10. Juli 1942 wurde Müllers Regiment in Panzer-Grenadier-Regiment 5 umbenannt. Während der Schlacht von Bolchoff zeichnete sich Müller 1943 erneut aus und erhielt dafür am 8. April 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

Er gab das Kommando über sein Regiment ab und wurde Leiter der taktischen Lehrgänge an der Panzertruppenschule II in Krampnitz, an der Abteilungsführerschule in Paris und im Stab des Inspekteurs der Panzerwaffe, Generaloberst Heinz Guderian. Ab 14. August 1944 wurde Müller als Nachfolger von Hans-Ulrich Back Kommandeur (m. d. F. b. und ab dem 1.November 1944 vollständig) der 16. Panzer-Division und am 9. November 1944 zum Generalmajor befördert. Im Januar 1945 nahm Müller mit seiner Division am erfolglosen Versuch teil, den Brückenkopf von Baranow zu halten. Unter schweren Verlusten zog sich die Division bis nach Nida zurück. Dietrich von Müller mußte viele seiner Panzer und Fahrzeuge aus Treibstoffmangel sprengen. Für die Rettung seiner Division und auch nachher bei den Kämpfen bei der Gruppe „Nehring“ wurden von Müller am 20. Februar 1945 die Schwerter verliehen.

Am 19. April 1945 wurde von Müller durch tschechische Partisanen gefangengenommen (die Division übernahm Oberst Kurt Treuhaupt) und später an die Rote Armee ausgeliefert. Einen Tag nach seiner Gefangennahme wurde er noch zum Generalleutnant ernannt.

Nachkriegszeit

Dietrich von Müller kehrte erst im Winter 1955 aus der Sowjet-Bolschewistischen Kriegsgefangenschaft zurück.[1] Er starb am 3. Januar 1961 in Hamburg.

Auszeichnungen

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Müller, Dietrich vonLexikon der Wehrmacht
  2. 2,0 2,1 Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939–1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, S. 555, ISBN 978-3-938845-17-2