Reichsjugendführung

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Haus der Reichsjugendführung in Berlin (Prenzlauer Tor; Ecke Torstraße / Prenzlauer Allee) Bild: 1933

Die Reichsjugendführung (RJF) wurde nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1933 gegründet, um die weltanschauliche Ausrichtung der deutschen Jugend zu garantieren und so die künftige Herrschaft der NSDAP abzusichern.

HJ-Gliederung

Inhaltsverzeichnis

Reichsjugendführer

Arbeitslager des Kultur- und Rundfunkamtes der Reichsjugendführung in Weimar, Marsch zur Tagung in die Weimarhalle, Juni 1938; es sprach u. a. Staatsrat Dr. Hans Severus Ziegler

Der Reichsjugendführer stand an der Spitze der Hitler-Jugend (HJ, einschließlich Jungvolk und BDM) und war in Personalunion „Jugendführer des Deutschen Reiches“ und Reichsjugendführer der NSDAP. Ihm standen im NS-Ranggefüge nur wenige gleich, darunter der Reichsführer-SS, die Reichsleiter und die Generalfeldmarschälle.

Reichsleitung

Sitz der Reichsleitung der Reichsjugendführung war im Bürogebäude Heerstraße 12–16, am damaligen Kaiserdamm 45/46 in Berlin, 1941 bezogen.

Parteigliederung und Reichsbehörde

Formalpolitisch hatte die Reichsjugendführung die Stellung einer Obersten Reichsbehörde (entspricht etwa einem Ministerium) und war zugleich ein Teil des Parteiapparates der NSDAP. Sie war nach dem Führerprinzip aufgebaut.

Reichsjugendführer

An der Spitze der Dienststelle „R.J.F.“ stand von 1933 bis 1940 Baldur von Schirach, der schon seit 1931 Reichsjugendführer der NSDAP gewesen war. 1940 bis 1945 folgte ihm sein langjähriger Stellvertreter und HJ-Führer Artur Axmann nach.

Verantwortung

Parteiintern war der Reichsjugendführer für die Richtlinien verantwortlich, nach denen die in der Hitler-Jugend (HJ) und im Bund Deutscher Mädel (BDM) erfaßten Kinder und Jugendlichen betreut und erzogen wurden. Die HJ, die zunächst eine Jugendorganisation der Partei war, erhielt 1936 den Status einer umfassenden Staatsjugend.

Machtfaktor

Die Reichsjugendführung war neben dieser Richtlinienkompetenz auch ein direkter Machtfaktor, weil sie die polizeiähnliche Gestaltung von HJ-Einsätzen wahrnahm, vgl. den HJ-Streifendienst.

Germanische Jugend

Es bestand innerhalb des Auslands- und Volkstumsamtes der RJF spätestens 1944 die Hauptabteilung VII „Germanische Jugend“, welche die militärische Erfassung freiwilliger Jugendlicher und deren Zuteilung in die Wehrertüchtigungslagern (WE-Lager) organisierte. Schnell hatten sich 4.000 Jugendliche aus Holland (Nationale Jeugdstorm), Flandern, Wallonien, Dänemark, Norwegen (Nasjonal Samling-Jugend), Estland, Lettland und der Deutschschweiz gemeldet. Anläßlich einer Besprechung germanischer Jugendführer im September 1944 in Kopenhagen wurden die deutschen Maßnahmen zum totalen Kriegseinsatz der HJ auch für die germanischen Jugendverbänden übernommen.

Filme

Siehe auch

Bildergalerie

Literatur

Fußnoten

  1. Inhalt: Geleitwort des Reichsjugendführers. Vorwort. Die Organisation der Hitler-Jugend. Aufbau der Reichsjugendführung. Aufbau der Abteilung I in der RJF. Teil I: Die Hitler-Jugend. Teil II: Das deutsche Jungvolk in der Hitler-Jugend. Teil III: Bund Deutscher Mädel in der Hitler-Jugend. Teil IV: Jungmädel im Bund Deutscher Mädel in der Hitler-Jugend. Teil V: Einheiten der Reichsdeutschen Jugend im Auslande
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