Reif, Marcel

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Marcel Reif

Marc Nathan „Marcel“ Reif (Lebensrune.png 27. November 1949 in Waldenburg, Schlesien) ist ein jüdischer Sportjournalist und Moderator. Er besitzt einen Reisepaß der Schweiz.

Werdegang

Herkunft

Marcel Reif wurde am 27. November 1949 im schlesischen Waldenburg als Sohn eines jüdischen Vaters und einer deutschstämmigen katholischen Mutter geboren. Trotzdem ist seine Muttersprache Polnisch, da man sich im Haus dem Verbot der deutschen Sprache durch die polnischen Besatzer angepaßt hatte. 1956 emigrierte die Familie aus dem besetzten Schlesien, zunächst nach Tel Aviv. Nach nur zwei Jahren Israel emigrierten die Reifs in die Bundesrepublik Deutschland, nach Kaiserslautern, wo Reif beim 1. FCK im Jugendbereich Fußball spielte und Mitglied der südwestdeutschen Jugendauswahl war.[1] Hier lernte der Halbjude erst Deutsch.

Aktuelle Staatsbürgerschaft

Die „bundesdeutsche Staatsbürgerschaft“ hat er im März 2013 abgegeben und ist nun Staatsbürger der schweizerischen Eidgenossenschaft.

Ausbildung

In Israel wurde Reif in einem Internat in Jaffa von belgischen Mönchen unterrichtet. In Kaiserslautern ging er auf die weiterführende Schule. In Mainz studierte er an der Johannes-Gutenberg-Universität Publizistik, Amerikanistik und Politik. Seine Doktorarbeit brach er ab, nachdem er eine Stelle beim ZDF bekommen hatte.[2]

Wirken

1974 heuerte Marcel Reif beim ZDF an und machte zunächst dort, später auch bei RTL, Karriere. Sein Kollege Bela Rethy sagte, er sei „nicht sehr deutsch im Denken“. Das Ablegen der bundesdeutschen Staatsbürgerschaft durch Reif unterstützt diese Aussage nachhaltig.[3]

Dem TV-Magazin des „stern“ gegenüber räumte er „unumwunden ein, daß er lieber in Mailand, Neuyork oder Los Angeles leben würde“. Daß Ausländer in Bundesligamannschaften „zur Normalität geworden sind“, freut Reif besonders. Beim Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Ghana erläuterte er den Fernsehzuschauern:

„Die Ghanaer erkennen Sie an den gelben Stutzen.“[3]

2005 berichteten die Medien über die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Wuppertal gegen Reif wegen des Verdachts der Geldwäsche.[4] 2010 war der Vorwurf wiederum Gegenstand der Berichterstattung: Reif soll umgerechnet 397.000 Euro Schwarzgeld von Zürich nach München geschmuggelt haben.[5]

Rechtzeitig zur Fußball-EM 2016 wechselte Marcel Reif nach 17 Jahren von Sky (→ James Murdoch) zur zionistischen Wochenzeitung „Die Zeit“ und zu Sat.1.

Familie

Reif hat aus erster Ehe den Sohn Jan, der 1977 geboren wurde. Seine zweite Ehe ging von 1999 bis 2006. Diese hatte er mit der Schweizer Sportjournalistin Sandra, geb. Weder. Daraus gingen die Söhne Tim (Lebensrune.png 2000) und Nicolas (Lebensrune.png 2002) hervor.

Reif ist seit 2008 mit der Ärztin Marion Kiechle, laut „Bunte“ „Deutschlands führende Krebsmedizinerin“,[6] verlobt gewesen. Ab April 2010 ist sie nun Reifs dritte Ehefrau. Sie ist jetzt Medizinprofessorin. Beide wohnen in Rüschlikon in der Nähe von Zürich.

Marion Kiechle wurde am 21. März 2018 als Ministerin im Kabinett von Markus Söder (CSU) vereidigt. Diesen Schritt ging sie aber nicht, ohne sich vorher mit ihrem Mann zu einigen.

Sonstiges

Reif spricht sechs Fremdsprachen (Neuhebräisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Englisch, Französisch). Er fährt gern Ski und spielt Tennis.[2]

Reif gibt sich offiziell als Anhänger des 1. FC Kaiserslautern aus. Dies wird von den Anhängern des 1. FC Kaiserslautern skeptisch angesehen. Denn zu stark bricht in seinen Kommentaren seine Zuneigung zum jüdisch gegründeten FC Bayern München hervor.

Filmbeitrag

Anhänger des FC Schalke 04 Gelsenkirchen kennzeichnen Reif als Anhänger des FC Bayern München

Fußnoten

  1. Internationales Biographisches Archiv 43/2009
  2. 2,0 2,1 Munzinger-Archiv GmbH, 2009
  3. 3,0 3,1 David Korn: Wer ist wer im Judentum? - FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9
  4. Ermittlungen gegen Marcel Reif eingestellt, FAZ, 15. Februar 2005, abgerufen am 19. November 2012
  5. Verdacht auf Geldwäsche, SZ, 17. Mai 2010, abgerufen am 8. Februar 2013
  6. 4. Oktober 2007