Sudetendeutsche

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Wappen der Sudetendeutschen

Als Sudetendeutsche bezeichnet man die deutschen Bewohner in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien, die 1945 durch die Tschechen aus ihrer angestammten Heimat, dem Sudetenland und den dazugehörigen deutschen Sprachinseln, vertrieben wurden.

Erläuterung

Sprachgrenze
Sudetendeutsche gedenken der Gefallenen, der Toten und der geraubten Heimat

Deutsche Siedler besiedelten hauptsächlich im 12. und 13. Jahrhundert – im Zuge der deutschen Ostsiedlung aus Bayern, Franken, Obersachsen, Schlesien und Österreich kommend – vor allem die Grenzgebiete Böhmens und Mährens.

Es handelt sich dabei mehr um einen Kunstbegriff, der erst 1919 mit der Gründung der Tschecho-Slowakei aufkam, als sich mehrere Millionen Deutsche gegen ihren Willen in diesem Kunststaat wiederfanden. Eine gemeinsame Identität hatte es davor nicht gegeben, da die verschiedenen deutschen Stämme (etwa Deutschböhmen und oberösterreichische Deutschmährer) wenig miteinander zu tun hatten. Erst die Konfrontation mit den panslawistischen Tschechen führte zu einer Identifikation als Sudetendeutsche.

Der Begriff selbst zeigt auch, daß die sogenannte „österreichische Nation“ ein ideologisches Konstrukt ist, da niemand von „Sudetenösterreichern“ spricht, obwohl diese heute nach offiziell herrschender Auffassung keine Deutschen, sondern Österreicher gewesen seien, weil Böhmen und Mähren Teile der österreichischen K.u.k.-Monarchie waren. Die Bevölkerung sah sich aber durch die gemeinsame deutsche Sprache und Kultur als Deutsche in einem Vielvölkerstaat. Weitere Begriffe für Deutsche in der heutigen Tschechei sind Deutschböhmen, Deutschmährer und Deutsch- oder Sudetenschlesier.

Geschichte

Entstehung

Deutsche Bewohner gab es in den böhmischen Ländern seit dem Mittelalter. So warben die Premisliden, ein böhmisches Herrschergeschlecht, im 13. Jahrhundert Siedler aus deutschen Gebieten an, um die böhmischen Grenzgebiete zu besiedeln. 1348 wurde die Karls-Universität in Prag gegründet, die ab Ende des 18. Jahrhunderts, als die lateinische Unterrichtssprache durch das Deutsche ersetzt wurde, bis ins späte 19. Jahrhundert kulturell und sprachlich deutsch geprägt war. Als kulturell bedeutsames Beispiel des Mittelalters wird häufig das Prosawerk „Der Ackermann aus Böhmen“ aus dem 15. Jahrhundert von Johannes von Tepl angeführt.

Über Jahrhunderte spielten deutsche Böhmen und Mährer wichtige Rollen in Wirtschaft und Politik der böhmischen Länder. So war beispielsweise die Glaserzeugung ein in deutschböhmischen Gebieten verbreiteter Wirtschaftszweig. Ein eigenständiges deutschböhmisches Bewußtsein war jedoch lange Zeit nicht verbreitet, oder es spielte im Alltag keine bestimmende Rolle. Die betroffenen Personen sahen sich meist als Böhmen, Mährer, Schlesier, Untertanen des jeweils regierenden Herrschers oder des Heiligen Römischen Reiches.

Bestimmende Ereignisse waren die Hussitenkriege, die Tätigkeit der Böhmischen Brüder, der Dreißigjährige Krieg, wodurch die Länder der böhmischen Krone stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, und die Kriege Friedrichs des Großen gegen Österreich um den Besitz Schlesiens, die mit dem Verlust eines Großteils dieses Landes für Österreich und die böhmischen Länder endeten. Der Verlust bedeutete eine Schwächung des deutschen Elements in den böhmischen Ländern.

Daß die böhmischen Länder von den deutschen Habsburgern zumeist von Wien aus regiert wurden und der alte böhmische Adel nach der Schlacht am Weißen Berg faktisch bedeutungslos geworden war, begünstigte die zunehmende Dominanz der deutschen Sprache und Kultur. In der tschechischen Bevölkerung entwickelte sich im 19. Jahrhundert zunehmende Abspaltungstendenz dagegen.

Eigentum des gesamten deutschen Volkes

Im Jahre 2016 wurde in der Sudetendeutschen Landsmannschaft darüber abgestimmt, daß diese ihre völkerrechtswidrig annektierte Heimat nicht wiederhaben möchte.[1] Die Sudetendeutsche Landsmannschaft ist ein privater Verein (Verband), der von Fördermittelzuweisungen aus Steuergeldern abhängig ist, die ihm Jahr für Jahr die BRD-Blockparteien bewilligen. Darüber hinaus akquiriert der Verein Spenden. Dieser Umstand dürfte zukünftige Rückforderungen und eine Neubesiedlung begünstigen, da das Gebiet rechtlich dem gesamten deutschen Volk gehört. Denkbar wäre demzufolge dann die Neuaufteilung und Vergabe des Landes an verdiente Deutsche. Derweil bietet die Tschechei die deutschen Dörfer zum Verkauf an in der Hoffnung, daß die einstmals von den Tschechen bestialisch vertriebenen Sudetendeutschen doch noch wieder zurückkommen würden.[2]

Filmbeitrag

Töten auf Tschechisch. Die verschwiegenen Massaker an den Sudetendeutschen:

Siehe auch

Literatur

  • Hans Krebs / Emil Lehmann: Wir Sudetendeutsche!, Edwin Runge Verlag, 1937
  • Adalbert Schmidt: Die sudetendeutsche Dichtung der Gegenwart, Sudetendeutscher Verlag Franz Kraus, 1938
  • Albert Zirkler: Volksbuch sudetendeutscher Mundartsdichtung, Dürrsche Buchhandlung, 1938
  • Wilhelm Katzer: Volkstreue, nicht Hochverrat: sudetendeutsche Schicksale in den Kasematten von Theresienstadt und in der Frauenabteilung von Pankrác, Verlag A. Kraft, 1940
  • Hans-Peter Storch: Der tschechische Völkermord an den Sudetendeutschen. Druffel & Vowinckel Verlag, 2017, ISBN 978-3806112566 [584 S.]
  • Ingomar Pust: Schreie aus der Hölle ungehört – Das totgeschwiegene Drama der Sudetendeutschen, Hartmann Verlag, 1998, ISBN 9783925921407 (Klappentext und Bestellmöglichkeit)
  • Franz Katzer: Das große Ringen – Der Kampf der Sudetendeutschen unter Konrad Henlein, Grabert Verlag, 2003 (Bestellmöglichkeit)
  • Gerhoch Reisegger: Weg mit den Benesch-Dekreten! Das ungesühnte Jahrhundertverbrechen, Grabert Verlag, 2004, ISBN 3878472048
  • Beneschs Vertreibungspläne, Artikel in: Rolf Kosiek / Olaf Rose (Hgg.): Der Große Wendig, Bd. 1, Grabert Verlag, Tübingen 2006, S. 574–578

Verweise

Fußnoten