Duesterberg, Theodor

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Theodor Duesterberg

Theodor Duesterberg (Lebensrune.png 19. Oktober 1875 in Darmstadt; Todesrune.png 4. November 1950 in Hameln) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee, des Deutschen Heeres und der Vorläufigen Reichswehr (zuletzt Oberstleutnant), sowie Parteifunktionär und 2. Bundesführer des Stahlhelmbundes.

Leben und Wirken

Nach einer Ausbildung im Kadettenkorps trat Theodor Duesterberg 1893 in die Preußische Armee ein. Als Offizier der Preußischen Armee nahm er an der Ostasienexpedition teil (Boxeraufstand) und soll Ende 1901/Anfang 1902 schon Hauptmann gewesen sein. 1915, nach kurzem und bewährtem Dienst an der Kriegsfront, wurde er Chef der Abteilung „Verbündete Heere“ im preußischen Kriegsministerium.

Als überzeugter Monarchist schloß sich Oberstleutnant a. D. in der Weimarer Republik der DNVP an. Als Geschäftsführer der Deutschnationalen Partei trat er 1919 dem Stahlhelmbund bei. Gemeinsam mit Generalmajor a. D. Georg Ludwig Rudolf Maercker sorgte er dafür, trotz Widerstand vom Ersten Bundesführer Franz Seldte, daß 1924 beschlossen wurde, Juden dürfen nicht Mitglied des Bundes sein (die Judenfrage war beim Stahlhelm erstmalig 1922 auf der Tagesordnung).

Er fungierte von 1924 bis 1933 gemeinsam mit Seldte (Erster Bundesführer) als Zweiter Bundesführer (Bundesvorsitzender) des „Stahlhelm – Bund deutscher Frontsoldaten“, der mit Abstand größten Frontkämpfervereinigung des Reiches.

1930 ging er mit der nationalsozialistischen Bewegung ein kurzzeitiges Bündnis – die Harzburger Front – ein. 1932 war Duesterberg Kandidat der DNVP und des Stahlhelm bei der Präsidentschaftswahl und erzielte 6,8 Prozent. 1933 lehnte er ein Angebot des Reichskanzlers Adolf Hitler auf einen Ministerposten in seinem Kabinett ab.

Im Zuge des Röhm-Putsches war er 1934 kurzzeitig inhaftiert, wurde wieder entlassen und soll Kontakt zu Carl Goerdeler gesucht haben, gehörte dem Verschwörerkreis jedoch nicht an.

Tod

Große Ordensschnalle des Stahlhelmbundführers Theodor Duesterberg (1927)

Oberstleutnant a. D. Theodor Duesterberg starb 1950 in Hameln[1].

Familie

Theodor Duesterberg wurde als Sohn eines Militärarztes geboren, ein großväterlicher Teil war jüdisch[2], somit gilt er nach deutschem Recht als sogenannter Vierteljude.

Auszeichnungen (Auszug)

Brust- und osmanische Halsorden des Stahlhelmbundführers Theodor Duesterberg (1927).jpg

Schriften

  • Der Stahlhelm und Hitler. Mit einem Geleitwort von Wolfgang Müller. Wolfenbütteler Verlagsanstalt, Wolfenbüttel und Hannover 1949.

Fußnoten

  1. Prominente ohne Maske - Drittes Reich, FZ-Verlag 1998, ISBN 3924309396
  2. Vgl.: Sauer, Wolfgang: Duesterberg, Theodor, in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 176