Transsexualität

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„Der Konservative wird mit Arkusaugen betrachtet, in aller Beliebigkeit in die rechte Ecke verschoben, totgeschwiegen oder gemobbt. Dabei eignet seiner Wesensnatur keineswegs das bloß Reaktionäre, Persönlichkeiten wie Adenauer und Erhard zeigten dies deutlich, sondern Toleranz, Weltoffenheit, Besonnenheit, Kämpfertum und Gesunder Menschenverstand. Der Konservative beäugt den politischen Dirigismus kritisch, sieht in der neuen repressiven Toleranz eine Gefahr für die Freiheit und für das christliche Menschenbild. Ihm ist ein Drittes Geschlecht eben nicht Ausweis, sondern Verlust von Toleranz. Und im Gender-Mainstreaming sieht er letztendlich eine pure Ideologisierung am Werk, die auf Gleichmacherei und Geschlechtsleugnung hinausläuft. Mit einer derartigen Politisierung des Geschlechtlichen verleugnet die Union ihr einstiges Ideal eines sich frei entscheidenden Menschen, ohne zu erkennen, dass Gender ein Totalangriff auf eben diese Freiheit ist. Wenn das konservative, wertstabilisierende Element fehlt, erobert sich die Neutralität einer falsch verstandenen politischen Aktion das Feld. Das Ergebnis sind austauschbare politische Gebilde und die Wahlprogramme. Die inhaltliche Leere politischer Reden bleibt Ausdruck von Standlosigkeit, die dann zur politischen Ortlosigkeit wird, da eine derartige Aktivität schnell in politisch blinden Aktionismus umschlägt, der nicht nur der Politik schadet, sondern der bereits der Kunst immer schon geschadet hat. Denn: Wie in der modernen Kunst auf die Ortlosigkeit die Wesenlosigkeit folgte, so auf den Aktionismus die Lähmung.“[1]

Transsexualität, Transsexualismus, Transgenderismus oder Geschlechtsleugnung eines Menschen bedeutet, daß sich eine Frau oder ein Mann als Angehöriger des anderen Geschlechts empfindet und danach strebt, als solcher anerkannt zu werden, oder, in extremen Fällen, den eigenen Körper dem anderen Geschlecht durch widernatürliche hormonelle und operative Behandlung anzugleichen.

Bei der Leugnung der eigenen Geschlechtsidentität handelt es sich um eine psychische Krankheit (Genderdysphorie) bzw. Gender Identity Disorder (deutsch: „Geschlechtsidentitätsstörung“): Die DSM-IV (engl.: Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) unterscheidet zwischen den formalen Diagnosen GID (Gender Identity Disorder für Transsexualität) und GIDNOS (Gender Identity Disorder Not Otherwise Specified für Transgenderismus).

Erläuterung

Geschlechtsverneinende Beschneidung der extremsten Art:
Bei einer „Geschlechtsumwandlung“ wird chirurgisch aus einem Penis eine Vagina. Hormonzusätze, ein Fetisch für weibliche Kleidung und viel Phantasie sollen für den Rest sorgen.
Selbsterkenntnis: „Genderterror“ ist der Name einer regelmäßigen LGBT-„Queerparty“ im Autonomen Zentrum Mülheim.

Im Zuge der Zerstörung aller Werte durch die sogenannte westliche Wertegemeinschaft wird mittlerweile versucht, diese Abartigkeit als „normales Verhalten“ darzustellen. Viele bezeichnen die Transsexualität und den Transgenderismus als psychopathologisches Symptom der Verschwulung der Moderne, wobei die Großzahl der Protagonisten im Zuge des sich ausbreitenden Genderwahns schwule bzw. lesbische Transvestiten darstellen und nur selten bereit sind, sich einer risikoreichen chirurgischen Geschlechtsumwandlung zu unterwerfen. Nur weil ein Mann eine Frau oder eine Frau ein Mann sein will, bleiben sie das, was sie sind. Auch haben weder sie noch eine ihnen ideologisch nahestehende Schicht das Recht, andere zu zwingen, ihren Wahn zu akzeptieren oder gar zu hofieren (Genderterrorismus). Geschlechterzugehörigkeit ist keine medizinische Erfindung, sondern biologisches Naturgesetz.

Begrifflichkeiten

  • Transvestit: Magnus Hirschfeld, 1910 geprägt
  • Transsexuell: David Cauldwells, 1949 geprägt
  • Transgender: John Oliven, 1965 geprägt

Kulturkampf ums Geschlecht

Professor Dr. Uwe Steinhoff, ein deutscher Philosoph an der Universität Hongkong, schreibt im Mai 2021 in einem Gastbeitrag für „Cicero“:

Das Gerede vom „dritten Geschlecht“ oder der Wechsel des Geschlechts auf Grundlage einer entsprechenden Behauptung gehen an der Realität vorbei. Wir erleben intellektuelle Verwirrungen und den Vormarsch einer antiliberalen Ideologie. Dieser Tage verkünden mehr oder weniger qualifizierte Wissenschaftsjournalisten selbst in angesehenen Tageszeitungen und Fernsehsendern gerne, dass es mehr als zwei Geschlechter oder gar ein „Kontinuum“ von Geschlechtern gäbe. So geschehen zum Beispiel im Tagespiegel und in einer Episode der populären Wissenschaftssendung „Quarks“, die sich auf der Webseite der ARD noch immer als Video abrufen lässt. Sogar die Bundesärztekammer hat sich zu derartigen Verlautbarungen hinreißen lassen, etwa in ihrer Stellungnahme zu einem Referentenentwurf zu einem Gesetz zum Schutze von Kindern vor „geschlechtsverändernden“ operativen Eingriffen. Indes ist es ein Gebot der Wissenschaft, hinreichend klar definierte Begriffe zu benutzen, um sicherzustellen, dass man nicht aneinander vorbeiredet. Denn diese Beiträge klären zunächst einmal keineswegs, was ein Geschlecht eigentlich ist. Sondern zählen derer lieber gleich mehr als zwei. Einschlägige Lehrbücher und Fachaufsätze der Genetik und Entwicklungsbiologie sind auskunftsfreudiger und fundierter: Sie beziehen den Begriff des Geschlechts wenig überraschend auf den Fortpflanzungsapparat und treffen die Unterscheidung zwischen „männlich“ und „weiblich“ als Entsprechung zum Unterschied zwischen zwei Arten von Keimzellen. Die Körper der Mitglieder des männlichen Geschlechts sind auf die Produktion kleiner Keimzellen (Sperma) ausgerichtet, die Körper der Mitglieder des weiblichen Geschlechts auf die Produktion großer Keimzellen (Eizellen). Da es keine mittleren Keimzellen gibt, weder unter Menschen noch im Tierreich (sogenannte Paarungstypen bei isogametischen, das heißt gleichkeimzelligen Arten sind irrelevant, da sie keine Geschlechter darstellen), gibt es auch kein drittes Geschlecht, geschweige denn ein modisches „Spektrum“ von Geschlechtern. Zweigeschlechtliche Wesen, sogenannte echte Zwitter (deren Vorkommen unter Menschen zweifelhaft ist), sind kein drittes Geschlecht, sondern haben die beiden allein existierenden Geschlechter gleichzeitig. Und Organismen, die wie der Clownfisch ihr Geschlecht ändern können, haben dafür kein buntes Spektrum von Optionen zur Auswahl, sondern genau zwei. Die Rede von der „Ausrichtung“ trägt dem Umstand Rechnung, dass aus verschiedenen Gründen (Präpubertät, Menopause, Entwicklungs- oder Funktionsstörungen) nicht jedes Individuum eines Geschlechts auch tatsächlich die entsprechenden Keimzellen produzieren wird – die bloße Ausrichtung auf deren Produktion genügt. […]
Der Duden definiert dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend Frauen als erwachsene weibliche Personen. „Weiblich“ meint das Geschlecht. Folglich sind Frauen erwachsene Personen, deren Körper Entwicklungsschritte zur Produktion großer Keimzellen aufweisen. Bei Männern sind es kleine Keimzellen. Eine solche Definition definiert Männer und Frauen in der Tat durch ihre biologische Ausstattung, aber es reduziert sie nicht auf sie. Nichts an der Definition schließt aus, dass konkrete Männer und Frauen auch Häuser, Elektrotechnik und Genderideologie produzieren. Was eine solche Definition freilich ausschließt, ist die Wahrheit des von Transgenderideologen mantrahaft wiederholten und sie kennzeichnenden Credos „Transfrauen sind Frauen“. (Der Begriff „Transfrau“ ist deshalb anders als „Geschäftsfrau“ irreführend.) Mit anderen Worten: Sie schließt aus, dass erwachsene männliche Personen, die sich „wie Frauen fühlen“, „als Frauen identifizieren“, glauben, „im falschen Körper geboren“ zu sein oder einfach gern Frauen wären, auch tatsächlich Frauen sind. Sie sind keine. Sie sind Männer. Transgenderideologen betrachten eine solche Aussage als „transphobisch“. Eine Phobie ist eine psychische Störung. Tatsächlich aber wird in der gegenwärtig gültigen deutschen Fassung der ICD (International Classification of Diseases) zwar Transsexualismus, das heißt, „der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden“, unter psychischen und Verhaltensstörungen aufgeführt, nicht aber die Anerkennung der biologischen Realität. Es ist vielmehr deren Verleugnung in der Transgenderideologie, welche auffällige Züge trägt.
Jedoch sind längst nicht alle (vermutlich nicht einmal die meisten) Transsexuellen auch Transgenderideologen. Viele von ihnen, selbst einige jener, die sich in der Tat als „Transfrauen“ bezeichnen, vermerken ausdrücklich – stellvertretend etwa Debbie Hayton in The Times –, dass sie keine Frauen sind, und lehnen Forderungen wie jene ab, dass „Transfrauen“ (postoperativ oder nicht) Zugang zu Frauensport, Frauengefängnissen, Frauenhäusern oder speziell für Frauen geschaffene Preise und Stipendien haben sollten. Für diese Zurückweisung der Anmaßungen von Transgenderideologen werden sie von letzteren im Internet mit wüsten Hasstiraden überzogen und propagandistisch ebenfalls als „transphobisch“ bezeichnet – obwohl sich der geforderte Ausschluss von den besagten Einrichtungen nicht gegen „Transfrauen“ im Besonderen, sondern gegen Männer im Allgemeinen richtet. Der Parteidoktrin darf nicht widersprochen werden, offenbar nicht einmal von jenen, deren Interessen sie angeblich vertritt. Und wie jede auf Indoktrination ausgerichtete Ideologie greift auch diese zur sprachlichen Manipulation, wenn die Wirklichkeit sich nicht fügt. So etwa gesteht der sich als „Transfrau“ bezeichnende Transgenderideologe Rachel Ann Williams zwar ein, dass es „lächerlich“ wäre, wollte er sich als jemand mit großen Keimzellen identifizieren. Da er sich jedoch als „Frau“ sieht, hält er dies in einem von ihm veröffentlichten imaginären Gespräch mit einer fiktiven genderkritischen Feministin für Grund genug, die biologische Definition von „Frau“ aufzugeben und stattdessen eine „inklusive“ zu bevorzugen.
Wie auch andere Transgenderideologen betrachtet er also den Umstand, dass er sich „als Frau fühle“ oder „identifiziere“, als hinreichend dafür, eine zu sein. Die reale genderkritische feministische Philosophin Jane Clare Jones entgegnet darauf, dass Williams Empfinden einer Nichtübereinstimmung seines biologischen Geschlechts mit seinem Selbstbild nur Symptom seiner Genderdysphorie sei (einer im DSM-5 gelisteten psychischen Störung); dass er zweitens keine Ahnung habe, wie es sich anfühle, eine Frau zu sein, da er keine ist; dass, drittens, Frauen sich nicht als Frauen fühlen müssen, um es zu sein; dass, viertens, der Versuch, ein Symptom seiner eigenen männliche Dysphorie zum Definitionsmerkmal von Fraulichkeit zu erheben, abwegig sei; und dass, fünftens, sein Ansinnen, Frauen müssten ihre Selbstdefinition den Bedürfnissen von Männern wie ihm unterordnen, nur seinen maskulinen Narzissmus offenbare. Diese Selbstbezogenheit wird durch den Umstand, dass Williams wie auch andere Transgenderideologen lieber mit eingebildeten genderkritischen Feministinnen als mit realen diskutieren, übrigens nur bestätigt. Für letztere halten Transgenderideologen lieber Cancel Culture, Mobbing, Rufmord und Internet-Trolling bereit – während sie sich selbst als unterdrückt und entrechtet präsentieren. Kurz gesagt: Jane Clare Jones wirft Rachel Ann Williams vor, „seine Erfahrung von Genderidentität [Frauen] aufzuoktroyieren, um sich mit [Frauen] eins fühlen zu können“. Offensichtlich macht diese Form der Transgenderideologie buchstäblich den eigenen Wahn zur definitorischen Methode.
Sofern möglich, wird das Ausmaß der Selbstbezogenheit noch deutlicher an einem anderen Transgenderideologen, nämlich an dem an der California State University Los Angeles unterrichtenden und sich ebenfalls als „Transfrau“ bezeichnenden Philosophen Talia Mae Bettcher. Er gesteht durchaus ein, dass die meisten Menschen eine „Frau“ als „erwachsenes weibliches menschliches Wesen“ definieren würden, ja sagt sogar, dass dies die „perfekte Definition“ zu sein scheine. Wichtiger aber als die semantische Perfektion dieser „dominanten“ Definition von „Frau“ seien wiederum die Bedürfnisse von Männern wie ihm. Er fordert daher, eine „resistente“ Definition zu verwenden, welche „Transfrauen“ einschließt. Bettcher geht dabei weiter als Williams und erträgt nicht einmal Definitionen, die Frauen im normalsprachlichen Sinne als „paradigmatische“ Frauen zählen, während „Transfrauen“ sozusagen Sonderfälle wären. „Transfrauen“ müssen mindestens ebenso paradigmatisch sein. Dies scheint weniger „resistent“ denn selbstverliebt. Schließlich versteigt er sich sogar zur Behauptung, dass nicht nur jede Frau, die sich als Frau im „dominanten Sinne“ definiert, damit eine „transphobische Weltsicht“ stützt (so weit kommt es offenbar, wenn Frauen unverfrorenerweise ihre Bezeichnung selber wählen). Sondern dass dies für überhaupt jedweden Rückgriff auf einen sie bezeichnenden Begriff gilt, welcher „Transfrauen“ ausschließt. […]
Die Transgenderideologie ist allerdings nicht nur darauf aus, die Realität zu verdrehen, sondern will andere auch dazu zwingen – mit extrem aggressivem sozialen Druck bis hin zu zivil- und strafrechtlichen Sanktionen –, dieser Verdrehung nicht nur nicht zu widersprechen, sondern sich aktiv an ihr zu beteiligen. Darin offenbart sich ihr totalitärer Charakter. Denn natürlich reicht es Transgenderideologen wie Bettcher nicht, dass er auf sich das Wort „Frau“ (oder „woman“) anwendet. Das steht ihm frei. Nein, transgenderideologische „Transfrauen“ verlangen, dass auch andere sie als Frauen bezeichnen und die entsprechenden Pronomen benutzen. FDP und Grüne haben sich in von „Selbstbestimmung der geschlechtlichen Identität“ sprechenden Gesetzentwürfen bereits zu Erfüllungsgehilfen solch staatlich unterstützter Fremdbestimmung und Einschränkung der Redefreiheit erklärt. Diesen Entwürfen zufolge, welche das in dieser Hinsicht auch schon fragwürdige bisherige Transsexuellengesetz nochmals überbieten, hat der Bürger nach der auf dem Papier erfolgten standesamtlichen „Geschlechtsumwandlung“ biologische Fakten zu ignorieren und von einer „Frau“ zu sprechen. Andernfalls droht nach dem Vorschlag der Grünen (die FDP ist weniger konkret) eine Strafe in Höhe von bis zu 2.500 Euro. Derweil also dem Helden Winston in Orwells Roman 1984 noch Folter für die Nichtanerkennung der von der Partei wider die Mathematik erklärten Summe von zwei und zwei drohte, belassen die Grünen es bei der Nichtanerkennung des an der Biologie vorbei amtlich erklärten Geschlechts immerhin bei einer Geldstrafe. Von Parteien wie der FDP, die sich gern als liberal und bürgerlich bezeichnet, hätte man allerdings mehr erwartet. Unter anderem, dass sie weder Frauenrechte ausverkaufen noch die Bürgerinnen und Bürger dazu zwingen, sich als zur Lüge verpflichtete Projektionsflächen der schönenden Selbstbespiegelung einer Minderheit missbrauchen zu lassen. Selbst dem Spiegel im Märchen war Ehrlichkeit erlaubt.[2]

WHO und ICD-10

Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist „Transsexualität“ als eine Form der „Geschlechtsidentitätsstörung“ anerkannt. Das als wichtigstes Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen bekannte ICD-10 führt ebenfalls unter dem Verschlüsselungscode F64.0 den Transsexualismus als Störung der Geschlechtsidentität auf.[3]

Zitate

  • „Transgenderismus/Transsexualismus, Geschlechtsleugnung, ist das ‚liberale‘ trojanische Pferd, um Frauen zu degradieren und zu entwürdigen, sie eines inneren Lebens zu berauben und sie auf Mischstücke für den Verkauf und das männliche Vergnügen zu reduzieren.“ — Women's Human Rights Campaign (WHRC Germany), Twitter, November 2020

Bildergalerie

Siehe auch

Verweise

Fußnoten