Gender Studies

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Gender Studies“, selten auch „Frauen-, Männer- und Geschlechterforschung“, ist die Bezeichnung für eine Pseudowissenschaft an den Universitäten – vergleichbar dem „Wissenschaftlichen Sozialismus“ –, welche auch als „genderkonforme Geschlechterdoktrin“ übersetzt werden kann. Das Kerngeschäft der Gender Studies ist im wesentlichen die analytische Dekonstruktion des Geschlechts: Nicht die Gene, oder eine andere biologische Essenz, könnten demnach das Geschlecht der Menschen erklären, sondern ausschließlich soziale Kategorien; d. h., nur wer als Mann betrachtet und behandelt werde, sei ein Mann und nur wer als Frau betrachtet und behandelt werde, sei eine Frau. Ein ganz entscheidender Ort, an dem diese Vergeschlechtlichung (unter dem englischen Schlagwort „Doing Gender“) stattfinde, sei die Erziehung von Kindern in der Familie und in anderen gesellschaftlichen Institutionen, die deswegen fundamental zu reformieren seien.[1]

Ausmaße der Genderindustrie

Die Gender Studies sind die einzige (Pseudo-)Disziplin der Geisteswissenschaften, die über ein ungebrochenes Stellenwachstum verfügt. An deutschen Universitäten gibt es bislang 29 Gender-Studies-Institute. Das erste, das „Interdisziplinäre Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung“ in Bielefeld, wurde bereits 1980 gegründet, die drei bislang neuesten 2005 in Trier, Marburg und Gießen. Auch die drei Berliner Universitäten, die in den Geschichtswissenschaften zu immer stärkerer Verzahnung gezwungen sind, beherbergen insgesamt vier dieser Einrichtungen. Gender-„Forschung“ und -Lehre findet aber nicht nur in den eigens dafür eingerichteten Instituten statt. Sie ist an geisteswissenschaftlichen Lehrstühlen, vor allem solchen für Soziologie, Politikwissenschaft, Geschichte und Literaturwissenschaften, fest etabliert und expandiert weiter über alle Fachgrenzen hinweg. Während nach Angaben des Hochschulverbandes von 1995 bis 2005 in Deutschland 663 Professorenstellen in den Sprach- und Kulturwissenschaften eingespart wurden (k. w.-Vermerk, „kann wegfallen“, bei Emeritierung etwa), zeigt sich beispielsweise das größte Bundesland Nordrhein-Westfalen für die Gender Studies als höchst großzügig. In den Jahren 1986 bis 1999 wurden dort an 21 Hochschulen 40 Professuren für das „Netzwerk Frauenforschung NRW“ neu geschaffen, darunter auch eine für „feministische Ökonomie“ in Münster.

Selbst die Studenten der Önologie (Weinbau) sollen „geschlechterspezifische Wertesysteme erkennen“ lernen. An vielen Universitäten sind solche Forderungen schon umgesetzt. Agrarwissenschaftler an der Berliner Humboldt-Universität beispielsweise können „Gender und Globalisierung“ als Wahlfach belegen. Das sei das Ergebnis „mehrjähriger Lobbyarbeit von Frauen aus Frauenbewegung und Frauenforschung“ und ihrer „fantasievollen und kämpferischen Aktionen“, wie das Netzwerk mitteilt. Die Akteure der Gender Studies verwischen den Unterschied zwischen der politischen Gleichheitsideologie und wissenschaftlichen Forschungsmethoden. Frauenförderung und Frauenforschung an den Universitäten sind meist weder personell noch inhaltlich getrennt.

Das Fach Geschlechterforschung zählt in der BRD 62 Lehrstühle, verteilt auf 22 Universitäten. 30 Lehrstühle zusätzlich hat die Politik seit 1997 finanziert. Sechs neue Standorte sind dazugekommen.

Unterbindung von Kritik

Kritiker der Gender-Ideologie haben an den Universitäten keine Chancen, so daß eine von der Gender-Doktrin unabhängige Geschlechterforschung fast nicht existiert. Da in selbiger alles über die Gender-Finanzmittel bezahlt wird, werden Vertreter unabhängigen Denkens grundsätzlich ausgeschlossen. 2004 untersagte sogar ein Wissenschaftsminister einem Professor an einer deutschen Universität, der in einem Essay Gendergleichschaltung als „totalitäre Steigerung der Frauenpolitik“ bezeichnet hatte, unter Androhung disziplinarischer und strafrechtlicher Konsequenzen, derartiges weiter zu publizieren.[2] Die schroffe Unvereinbarkeit von „Gender Studies“ – im Sinne dieser ideologischen Vorprägungen – und eigentlicher Wissenschaft findet bis heute nur punktuelle Kritik. Die wissenschaftliche Gemeinde als solche und als ganze spürt keinen Generalangriff und reagiert auch nicht auf den Generalangriff, der gegen sie geführt wird. Ein bisher unbeachteter Grund dafür könnte sein, daß das Persönlichkeitsbild der allermeisten hauptberuflichen Forscher (verglichen insbesondere mit Unternehmern, Politikern und Künstlern) typisch defensiv ist.

Repression

Ende Oktober beschloß das Kollegium der Fachhochschule des Berufsförderungsinstituts (BFI) in Wien, das „Nichtanwenden gendergerechter Sprache“ künftig zu bestrafen und die Note für Arbeiten, die nicht „gendergerecht“ sind, um zehn Prozent herabzustufen.[3]

Norwegen

Ende 2011 wurde in Norwegen die Schließung des NIKK (Nordic Gender Institute) nach einer einstimmigen Entscheidung des Nordic Council of Ministers angekündigt.[4] Einfluß auf diese Entscheidung hatte die öffentliche Debatte als Reaktion auf die 7teilige Dokumentationsserie „Hjernevask“ (Gehirnwäsche) des Komikers und Soziologen Harald Eia, die im Frühjahr 2010 im Norwegischen Fernsehen NRK ausgestrahlt wurde.[5][6] Das norwegische Netzwerk für Gender Studies stellte in seinem Jahresbericht 2010 einen Zusammenhang zwischen „Hjernevask“ und verstärkten Diskussionen über die Genderforschung her.[7]

Zitate

  • „Das Feindbild der meisten Genderforscherinnen sind die Naturwissenschaften. Da ähneln sie den Kreationisten, die Darwin für einen Agenten des Satans und die Bibel für ein historisches Nachschlagewerk halten. ‚Naturwissenschaften reproduzieren herrschende Normen.‘ – ‚Naturwissenschaften konstruieren Wissen, das den gesellschaftlichen Systemen zuarbeitet.‘ – ‚Der Objektivitätsanspruch der Wissenschaft ist ein verdeckter männlicher Habitus.‘ – ‚Naturwissenschaft und Medizin haben eine ähnliche Funktion, wie die Theologie sie einst hatte‘. Von solchen Sätzen wimmelt es in den Einführungen zu Gender Studies.“Harald Martenstein[8]
  • „Jeder Landwirt weiß, daß ein Ziegenbock etwas anderes ist, als eine Geiß. Böcke neigen zum Stoßen. Auen, Zutreter, Geißlein und Geißen nicht. Jeder Hundehalter kennt den Unterschied zwischen einem Rüden und einer Hündin. Rüden haben kein frei wählbares Geschlecht, sie stromern deshalb. Hündinnen neigen gegenüber Hündinnen zum Mobbing. Wer männliche und weibliche Tiere beobachtet, findet viele Parallelen zum Verhalten von Männern und Frauen, bis in lächerliche Kleinigkeiten hinein. Die Rolle von Männern und Frauen als soziale Konstruktion, also als lediglich anerzogen zu interpretieren, ist abstruser Unsinn. Jeder professionelle Tierhalter faßt sich an den Kopf, wenn jemand behauptet, daß die Geschlechter kulturelle Interpretationen sind. Mancher Menschenkenner übrigens auch. Als der Großteil der Leute noch mit Nutztieren zu tun hatte, konnte man die Gesellschaft nicht mit Gender-Theorien verblöden. Mit der Verstädterung gehen die Kenntnisse über die Natur logisch zurück und man kann den Leuten das Blaue vom Himmel runter erzählen, bis sich die Balken biegen.“Wolfgang Prabel[9]
  • „Gender Studies sind ein kriminelles Netzwerk, in dem es um Macht und Geld geht, und das zentral von Lesben vorangetrieben wird.“Hadmut Danisch[10]
  • „Trotz ihrer formalen Anerkennung als Wissenschaft, ist Gender Mainstreaming in der Sache das Gegenteil von Wissenschaft.“Bettina Röhl[11]
  • „Fortpflanzung ist der blinde Fleck vorherrschender Gender-Theorien. In den Gender Studies wird die grundlegendste Voraussetzung jeglicher Kultur und sozialer Existenz nicht thematisiert: das Angewiesensein auf Reproduktion. Ausgerechnet die Erforscher der Geschlechtlichkeit ignorieren, daß (Zwei-)Geschlechtlichkeit kein Produkt der Kultur, sondern ihr als einziger Modus der Erhaltung der Menschen vorgelagert ist.“Ferdinand Knauß[12]

Siehe auch

Verweise

Literatur

  • Bettina Röhl: Der Irrsinn der Entmännlichung unserer Gesellschaft, Wirtschaftswoche (wiwo.de), 9. Juli 2013
  • Tomas Kubelik: Genug gegendert! – Eine Kritik der feministischen Sprache. Projekte-Verlag Cornelius, 2013, ISBN 978-3954862511
  • Roland Baader: Totgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören. Resch, Gräfelfing 2002, ISBN 3-935197-26-8
  • Akif Pirinçci: Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer. Manuskriptum Verlagsbuchhandlung [Lichtschlag in der Edition Sonderwege], Waltrop / Leipzig 2014, ISBN 978-3-944872-04-9

Fußnoten

  1. Das Taboo der Gender-Theorie. Geisteswissenschaftliche Geschlechterforschung und die Biologie („BrainLogs“, 26. Februar 2011)
  2. Gender-Studies: Feministinnen erforschen sich selbst, in: Das Handelsblatt am 19. September 2007
  3. Junge Freiheit, 7. November 2014
  4. NIKK is dismantled as a Nordic Institution, Nordic Gender Institute am 19. Oktober 2011
  5. Ledare Johan Ingerö: Hur går det för Norge, Svenska Dagbladet am 6. Dezember 2011 (Schwedisch)
  6. Kjersti Nipen: Kjønnsforskningen mister 56 millioner, Aftenposten am 23. November 2011 (Norwegisch)
  7. http://www.uis.no/getfile.php/genderresearch/%C3%A5rsrapport%20NFK%202010%201.pdf Årsrapport NFK 2010 Nettverk for kjønnsforskning (3 Seiten, auf Norwegisch)
  8. Harald Martenstein: Genderforschung: Schlecht, schlechter, Geschlecht, in: Die Zeit, 8. Juni 2013
  9. Wolfgang Prabel: Die Verwilderung in den Hochschulen, Journalistenwatch.com, 27. September 2015
  10. Hadmut Danisch: Korruptions-Netzwerk im Vatikan, Ansichten eines Informatikers (12. Juni 2013)
  11. Bettina Röhl: Das Gegenteil von Wissenschaft, in: Wirtschaftswoche, 7. Juli 2013
  12. Ferdinand Knauß: Geschlecht und Fortpflanzung: Hilge Landweer wirft Licht auf den „blinden Fleck“ der Gender-Debatte (5. Juli 2010)