Amann, Max
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Max Amann (* 24. November 1891 in München; † 10. März 1957 in München) war ein deutscher Politiker und Publizist.
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[bearbeiten] Leben
[bearbeiten] Ausbildung
Max Amann wurde am 24. November 1891 in München geboren. In den Jahren 1898-1906 besuchte er die Volksschule, anschließend von 1906-1911 die Kaufmannsschule in München bzw. Handelsschule und wurde kaufmännischer Lehrling in einer Anwaltskanzlei. Erlernter Beruf: Kaufmann.
[bearbeiten] Erster Weltkrieg
Am 21. Oktober 1912 ging er „unter die Soldaten“. Er diente zunächst im 1. Bayerischen-Infanterie Regiments, rückte mit diesem Regiment ins Feld und wurde verwundet und kam dann als Feldwebel und später Offizierstellvertreter zum Bayerischen-Infanterie Regiments 16. Das Schicksal würfelte ihn in jene Kompanie, zu der auch der Gefreite Adolf Hitler gehörte. So treffen sich diese beiden Männer zum ersten Male und so ergab sich hier eine Bekanntschaft und Kameradschaft. Eine Granate nahm Max Amann den linken Arm.
[bearbeiten] Weimarer Republik
Nach dem ersten Weltkriege traf er in München Adolf Hitler wieder, wurde mitgerissen von dessen Ideen und kam so zur NSDAP. In der ersten Geschäftstelle der Partei, in der Sternecker-Gasse, arbeitete er zunächst ehrenamtlich. Amann trat am 1. Oktober 1921 in die NSDAP ein (Mitglieds-Nr. 3) und kündigte seine Arbeit. Von 1921 bis 1923 führte er kaufmännisch ausgebildet die Geschäfte der Partei und des Parteiorgans Völkischer Beobachter. 1922 wurde er zum Direktor des Franz-Eher-Verlags und zum Reichsleiter für die Presse ernannt. Der Hitlerputsch zerschlägt Max Amanns Werk. Er selbst, der mit an der Spitze jenes historischen Zuges zur Feldherrnhalle marschiert war, kam vor das Volksgericht und wurde verurteilt. Adolf Hitler hatte ihm in seinen Werk „Mein Kampf“ ein bleibendes Denkmal gesetzt. Sechs Monate blieb er in Haft. Dann wurde er freigelassen und begann sofort wieder seine Arbeit für die NSDAP. Seit 9. November 1924 saß er (bis April 1933) im Stadtrat von München. Er trägt Steinchen zu Steinchen und schaffte erneut eine tragfähige Grundlage für den Völkischen Beobachter, den er zunächst als Wochenblatt, dann aber sehr schnell als Tageszeitung herausbringen kann. Ab 1925 baute er den Franz-Eher-Verlag zum Zentralverlag der NSDAP aus und formte daraus ein schlagkräftiges Presseimperium, das unter anderem den Völkischen Beobachter und das SS-Kampfblatt Das Schwarze Korps veröffentlichte. Er trieb keine uferlose Ausdehnungspolitik, sondern prüfte vorsichtig und verantwortungsbewusst. Was der Eher-Verlag anfasste, mußte Hand und Fuß haben. Vom 9. Juni 1928 bis zum 12. Juni 1930 war er Mitglied des Kreistages von Oberbayern.
[bearbeiten] Drittes Reich
Nach der Machtübernahme hatte Max Amann – neben Joseph Goebbels und Otto Dietrich – erheblichen Einfluss auf die deutsche Presse. 1933 wurde er Präsident der Reichspressekammer, einer Abteilung der von Goebbels geleiteten Reichskulturkammer. Am 28. Juni 1933 übernahm er den Verbandsvorsitz des „Vereins Deutscher Zeitungsverleger“ (VDZV), mit dessen Übernahme zum „Reichsverband der Deutschen Zeitungsverleger“ 1934 er sich die Kontrolle über das gesamte deutsche Verlagswesen sicherte. Amann galt als Hitlers Finanzberater und verwaltete die Tantiemen für dessen Werk Mein Kampf, das in einer Auflagenhöhe von über zehn Millionen Exemplaren im Eher-Verlag erschienen war. Amann war es auch, der Hitler überzeugt hatte, den Titel des Buches von Viereinhalb Jahre Kampf gegen Lüge, Dummheit und Feigheit in Mein Kampf zu ändern. Ab 1941 bekleidete Amann ehrenhalber den Dienstgrad eines SS-Obergruppenführers.
[bearbeiten] Nachkriegszeit
Am 4. Mai 1945 wurde er durch die amerikanischen Alliierten verhaftet und Amann war. zunächst bis 1948 in alliierter Haft. In einem deutschen Gerichtsprozess wurde er dann am 8. September 1948 wegen Körperverletzung zu 2 ½ Jahren Haft verurteilt. Am 6. Dezember 1948 verurteilte ihn die Münchner Spruchkammer als »Hauptschuldigen« (Kategorie I) zu 10 Jahren Arbeitslager und Vermögenseinzug (mit Verlust seines persönlichen Besitzes, seiner Firmenanteile und seiner Pensionsrechte) und im Juli 1949 von der Berufungskammer bestätigt Bereits 1953 vorzeitig aus der Haft entlassen, verbrachte Max Amann seine letzten Jahre völlig verarmt, zurückgezogen und verbittert in der bayerischen Landeshauptstadt, wo er Ende März 1957 im Alter von 65 Jahren verstarb.
[bearbeiten] Auszeichnungen
- Eisernes Kreuz (1914) II. Klasse
- Ehrenkreuz für Frontkämpfer
- Blutorden
- Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP
- Ehrenwinkel der Alten Kämpfer
- Dienstauszeichnung der NSDAP in Bronze, Silber und Gold
- SS-Dienstauszeichnung
- Ehrendegen des Reichsführer-SS
- Totenkopfring der SS
