Dahn, Felix

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Felix Ludwig Julius Dahn (* 9. Februar 1834 in Hamburg; † 3. Januar 1912 in Breslau) war ein deutscher Dichter und Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

In München begann er ein Jura- und Philosophiestudium; später wechselte er nach Berlin, wo er zum Dr. jur. promovierte. Nach seiner Habilitation bekam er eine Dozentenstelle für Deutsches Recht an der Universität München. Bereits in den 1860er Jahren brachte er es auch zum Hausautoren der "Gartenlaube", damals der mit weitem Abstand auflagenstärksten deutschsprachigen Zeitschrift.

Im Jahre 1872 ging er nach Königsberg. Dort schrieb er auch sein bekanntestes Werk:

„Ein Kampf um Rom“.

Das Buch handelt vom Kampf der Ostgoten gegen die Römer und Byzantiner. Das Werk wird als "letztes großes Beispiel des geschichtlichen Romans im 19. Jahrhundert" bezeichnet. Ganze Generationen von Jungen haben diesen Roman geradezu verschlungen und sich von dem Heldenkampf der Gotenkönige Totila und Teja fesseln lassen. „Ein Kampf um Rom“ gehörte zu den meistgelesenen Büchern aller Zeiten und wurde auch verfilmt.

1888 ging Felix Dahn mit seiner Frau Therese, einer Nichte von Annette von Droste-Hülshoff, dem Ruf nach Breslau folgend an die dortige Universität. Gemeinsam mit seiner Frau schrieb er auch das bekannte Werk:

„Walhall: Germanische Götter- und Heldensagen, Für Alt und Jung am deutschen Herd erzählt“.

Noch im Jahre 1909 verfasste er das für eine breite Öffentlichkeit gedachte Begleitheft zur Tausendneunhundertjahrfeier der Schlacht im Teutoburger Wald.

Seine letzte Ruhestätte fand der Schriftsteller und Historiker auf dem Friedhof der Breslauer Maria-Magdalenen-Gemeinde.

Die Werke Felix Dahns gehören zweifellos zum großartigen deutschen Kulturerbe.

[Bearbeiten] „Ein Kampf um Rom“

Der Roman ist untergliedert in insgesamt sieben Bücher, die gemeinsam oder aufgeteilt auf drei Bände verlegt wurden.

Nach mehr als 1.800 Seiten endet das Buch mit den Sätzen:

»Sieh hin, mein Bruder - : am Strande steht geschart der Feinde Heer - : ehrerbietig senken sie die Fahnen - : und glühend sinkt die Sonne dort hinter Misenum und jenen Inseln - : Purpur deckt das Meer wie ein weiter Königsmantel - : Purpur färbt unsre weißen Segel, und Gold schimmert auf allen Waffen - : sieh, wie der Südwind das Banner Thidrekrs hebt - : nach Norden weist der Wind, der da der Götter Wille weiß - : auf, Bruder Harald, laß die Anker lichten! Richte das Steuer, wende des Drachen Bug! Auf, Freyas kluger Vogel, flieg, mein Falke. Und hoch warf sie den Falken in die Luft - weise den Weg - nach Norden, gen Thuleland! Heim bringen wir die letzten Goten.«

[Bearbeiten] „Walhall: Germanische Götter- und Heldensagen“

Das Buch ist gewidmet dem Andenken Jakob Grimms. So heißt es im Vorwort:

„(...) Und so hat er denn unsere ehrwürdigen Götter, welche anderthalb Jahrtausende vergessen und versunken unter dem Schutte gelegen wieder herausgegraben und aufgestellt in leuchtender Herrlichkeit. Denn das Gewaltigste und das Zarteste, das Heldenhafteste und das Sinnigste, ihren tragischen Ernst und ihren kindlich heitern Scherz, die Tiefe ihrer Auffassung von Welt und Schicksal, von Treue und Ehre, von freudigem Opfermut für Volk und Vaterland, ihr ganzes so feines und inniges Naturgefühl haben unsere Ahnen in ihre Götter und Göttinnen, Elben, Zwerge, Riesen hineingelegt (...) so erblicken wir in Odin und Frigg, in Baldur und Freya nur die Ideale unserer Ahnen von Weisheit, Heldentum, Treue, Reinheit, Schönheit und Liebe. Und dies ist die hohe, ehrfurchtwürdige Bedeutung, welche dieser Götterwelt auch für uns verblieben ist: diese Götterlehre ist das Spiegelbild der Herrlichkeit unseres eigenen Volkes (...) denn es bleibt dabei: das höchste Gut des Deutschen auf Erden ist: - sein deutsches Volk selbst. (...)“

[Bearbeiten] Gedicht

Todesmut

Immer schwingt ein Totenfalter
Sich vor meinen Schritten auf:
Kündet er als Schicksalswalter
Meines Lebens kurzen Lauf?
Sieh! dort strahlt die lichte Sonne
Mir vom Himmelsbau herab,
Mahnt mich all' der süßen Wonne,
Die ich voll genossen hab'.
Selig fühl' ich mich erbeben,
Und ich neige mich vor ihr:
"Nimm, was Dein war, all' mein Leben,
Ewig bleibt Dein Leuchten mir."


[Bearbeiten] Zitate

  • „Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk, das höchste Gut des Volkes ist sein Staat, und seine Seele lebt in seiner Sprache.“


[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Weltnetz

[Bearbeiten] Werke




[Bearbeiten] Gedichte

Persönliche Werkzeuge