Bacque, James

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James Bacque

James Bacque (Lebensrune.png 19. Mai 1929 in Toronto, Kanada) ist ein kanadischer Autor, der durch seine Arbeiten über deutsche Kriegsgefangene in alliierter Hand bekannt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Barcque studierte am Upper Canada College in Toronto Geschichte und Philosophie und beendete sein Studium 1952 mit einem Bachelor of Art Grad. Seit dem Jahr 1989 wurden politische Bücher von Bacque über das Schicksal deutscher Soldaten als Kriegsgefangene der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlicht.

Bacque tritt den quellenbelegten Nachweis an, daß die Amerikaner stets danach strebten, die Lebensgrundlagen der Deutschen dauerhaft zu zerstören und daß sie einen neuen Völkermord an Deutschen zu verantworten hätten. Bacque spricht in seinem Buch von mehr als 5 Millionen deutscher Soldaten, die in amerikanischen und französischen Kriegsgefangenenlagern unter menschenverachtenden Umständen interniert gewesen waren. Er wirft den VSA vor, Dwight D. Eisenhower habe den Tod von einer Million deutscher Kriegsgefangener wissentlich herbeigeführt.

Verschwiegene Schuld. Die Alliierte Besatzungspolitik in Deutschland nach 1945

Bacque, der mit einer Studie über das alliierte Lagersystem für deutsche Kriegsgefangene bekannt wurde, hat mit seinem Buch „Verschwiegene Schuld“ die alliierte Bevölkerungspolitik dargestellt. Bacque fand mit seiner Untersuchung heraus, daß die Alliierten mit ihrer Politik an jahrzehntealte Pläne anknüpften, mit denen sie bereits in ähnlicher Weise ihre Ziele verfolgt hatten (S. 142 ff). Die alliierte Bevölkerungspolitik hatte es deshalb leichter, weil sie mit ihrer desintegrierenden Wirkung nicht mit den Zwängen konfrontiert war, die für die deutsche aus der versuchten integralen Lösung der Versailler Minderheitenkonflikte resultierte.

Die Alliierten hatten die Nahrungsmittelproduktion des Deutschen Reiches eingehend studiert. Ihnen war bekannt, daß sie mit der Abtrennung der „Kornkammer“ des Reiches, der an Landwirtschaft reichen Ostgebiete, den Deutschen 25 % ihrer landwirtschaftlichen Nutzflächen wegnahmen – während gleichzeitig der größte Teil der männlichen Arbeitskräfte in Gefangenschaft war (S. 104). Hinzu kam die drastische Verringerung der Düngerproduktion von 2.113.000 Tonnen im Zeitraum 1938/39 auf nur noch 782.000 Tonnen 1945/46 (S. 106). Die Nahrungsmittelversorgung ließ man hierdurch teilweise auf eine Zuteilung von 450 Kilokalorien pro Tag zusammenbrechen. Durch die niedrige Lebensmittelzuteilung stieg die Sterberate der Zivilbevölkerung um ein Vielfaches an, wodurch der Morgenthau-Plan in demographischer Hinsicht seine Umsetzung fand. Ein Vorgang, der mittels salopper, aalglatter Formulierungen als „günstig“ bezeichnet wurde. Der Militärgouverneur der US-Zone, Lucius D. Clay, hieß das Ansteigen der Sterberate sogar willkommen (S. 120). Lebensmittelhilfslieferungen für die Zivilbevölkerung lehnte Clay mit den Worten ab: „Sollen die Deutschen doch leiden…“ (S. 122).

„Von 1945 bis Mitte 1948 stand einem der wahrscheinliche Zusammenbruch, die Auflösung und Zerstörung einer ganzen Nation vor Augen“, zitiert Bacque einen amerikanischen Augenzeugen zu den Auswirkungen der Hungerblockade (S. 102). Keine ausländische Regierung und keine internationale Hilfsorganisation durfte den Deutschen im ersten Nachkriegsjahr helfen. Die Invasoren beschlagnahmten oder schickten so viele Lebensmittel in die Herkunftsländer wieder zurück, daß sich das Internationale Komitee des Roten Kreuzes im August 1945 veranlaßt sah, Beschwerde einzulegen (S. 173). Von den Protesten unbeeindruckt, vollzogen die Verantwortlichen weiter die Maßnahmen zum geplanten Hungergenozid am deutschen Volk. Die Anzahl der aufgrund dieser Maßnahmen zu Tode gekommenen Deutschen beziffert Bacque auf 5.700.000 (S. 138). Diese Toten sind nicht Bestandteil der bereits bekannten Statistiken über die Toten der Vertreibung und der Kriegsgefangenenlager, sondern sind zu diesen noch hinzuzurechnen. In den ersten fünf „Friedensjahren“ starben demnach mehr Zivilisten, als Soldaten in sechs Kriegsjahren umgekommen waren. Die Alliierten machten mit dem Töten nach Kriegsende nicht Schluß, sondern steigerten es (S. 144).

Erst 50 Jahre nach den Vorgängen konnte Bacque die Größenordnung der damaligen Planungen aufdecken. Daß diese bislang vertuscht werden konnte, liegt seiner Meinung nach daran, daß der Alliierte Kontrollrat damals sämtliche statistischen Erfassungen beaufsichtigte und entsprechend zusammenstellte. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden übernahm später diese Zahlen und Statistiken. Die offiziellen deutschen Angaben stammten demnach gar nicht aus deutschen Quellen, sondern wurden schlicht vom amerikanischen Militärgouverneur übernommen, der niedrigere Zahlen gemeldet hatte (S. 131). Die 5.700.000 Deutschen, die man nach dem Krieg verhungern ließ, erhöhen die Gesamtzahl der Toten auf 9.300.000 bis 13.700.000 – eine Zahl, die das Blut in den Adern gefrieren läßt.

Die Revision der zu einer Umsetzung des Morgenthau-Planes verwirklichten Maßnahmen setzte ab 1946 ein, als man meinte, auf die Deutschen in der Auseinandersetzung des Kalten Krieges nicht mehr verzichten zu können. Der Initiative des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Herbert Hoover ist es zu verdanken, daß ab 1947 erste humanitäre Zielsetzungen die alliierte Besatzungspolitik beherrschten. Bacque weist nach, daß dies von Hoover fast im Alleingang gegen den Widerstand das State Department durchgesetzt wurde, weshalb er von ihm eine verdiente Würdigung erfährt (S. 165ff). Die alliierte Bevölkerungspolitik hätte noch viel tiefgreifendere Auswirkungen gezeigt, wäre die vollständige Umsetzung des Morgenthau-Plans nicht durch den Tod des Präsidenten Roosevelt in eine gewisse Stagnation verfallen.

Bericht aus dem Jahre 1989 über die Rheinwiesenlager (englischsprachig)

Siehe auch

Werke

Verweise

Film

  • Other Loses – Die verschwiegene Geschichte Deutschlands nach 1945, DVD, 63 Min. (2016) – basiert auf drei Büchern von James Bacque, über den Völkermord der VS- und der französischen Armee an einer Million deutscher Kriegsgefangener, unbemerkt von der Weltöffentlichkeit; mit neuem Bildmaterial und Interviews mit amerik. Kommandanten der Todeslager und Opfern, die überlebten
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