Schmundt, Rudolf

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Rudolf Schmundt, hier als Generalmajor, wurde bei dem verbrecherischen Anschlag auf den Führer am 20. Juli schwer verwundet und erlag am 1. Oktober 1944 seinen Verletzungen.

Rudolf Schmundt (Lebensrune.png 13. August 1896 in Metz; Todesrune.png 1. Oktober 1944 im Lazarett Carlshof bei Rastenburg) war ein deutscher Offizier des Deutschen Heeres, der Freikorps, der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt General der Infanterie und Chefadjutant der Wehrmacht.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Schmundt (links) im Gespräch mit Reichsführer-SS Himmler und Karl Wolff, „Wolfsschanze“, 1942 (im Hintergrund Reichsleiter Bormann)

Militär

Rudolf Schmundt trat nach seinem Notabitur am 4. August 1914 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Im Ersten Weltkrieg verwundet, wurde er, nach seinem Dienst beim Freikorps „von Hülsen“, am 1. Oktober 1919 als Leutnant in das Reichsheer übernommen.

Drittes Reich

Im Oktober 1932 wurde Rittmeister Schmundt in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt in der Heeres-Organisationsabteilung unter Wilhelm Keitel eingesetzt.

Bei Beginn der sogenannten Blomberg-Fritsch-Affäre wurde er am 28. Januar 1938 als Nachfolger von Oberstleutnant Friedrich Hossbach zum Chefadjutant des Heeres beim Führer und Oberbefehlshaber der Wehrmacht ernannt.

Zweiter Weltkrieg

Generalmajor Rudolf Schmundt als Chefadjutant des Heeres beim Führer und Oberbefehlshaber der Wehrmacht auf dem Weg nach Finnland zum Geheimtreffen am 4. Juni 1942

Anfang Oktober 1942 wurde er als Nachfolger von General der Infanterie Bodewin Keitel auch zum Chef des Heeres-Personalamtes ernannt. Am 1. April 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert.

Das Attentat vom 20. Juli 1944

Am 20. Juli 1944 schob er beim Attentat in der Wolfsschanze die gegen den Führer gerichtete Tasche mit der Bombe hinter sich, da sie ihn störte und wurde durch die Explosion durch Verbrennungen und Holzsplitterverletzungen an den Beinen und im Gesicht schwer verletzt. Das linke, durch einen Splitter zertrümmerte Auge mußte bereits am Abend entfernt werden.

Am 25. Juli 1944 wurde er durch Hitler in Begleitung von dessen Begleitarzt, SS-Gruppenführer Prof. Dr. med. Karl Brandt, im Reserve-Lazarett Carlshof bei Rastenburg besucht.

Tod

General der Infanterie Schmundt starb nach mehr als zwei Monaten am 1. Oktober 1944 an den Folgen der schweren Verletzungen.

Gefallenenstatus

Da er während des Krieges an den Folgen eines feindlichen Aktes starb, steht ihm der Status „gefallen“ zu. Inländische Putschisten gelten während einer Kriegssituation stets als feindliche Kämpfer, ihre Opfer gehören somit kriegsrechtlich zu den gefallenen Kriegstoten.

Beisetzung

Sein letzter Wunsch war eine Trauerfeier im Reichsehrenmal Tannenberg. Am 6. Oktober 1944 fand die Trauerfeier als Staatsakt dort statt. Am 7. Oktober 1944 wurde er auf dem Invalidenfriedhof in Berlin beigesetzt. Generaloberst Heinz Guderian hielt dabei die Grabrede. An diesem Tag wurde ihm posthum das Goldene Kreuz des Deutschen Ordens verliehen.

Abschied von General der Infanterie Rudolf Schmundt

„Der Chefadjutant der Wehrmacht beim Führer und Chef des Heerespersonalamtes, General der Infanterie Rudolf Schmundt, ist seinen schweren Verletzungen, die er bei dem verbrecherischen Attentat auf den Führer am 20. Juli 1944 davongetragen hatte, am 1. Oktober erlegen. Am Freitagnachmittag fand im Reichsehrenmal Tannenberg der feierliche Staatsakt statt. Generalfeldmarschall Ernst Busch, der dem Verstorbenen als sein früherer Regimentskommandeur besonders nahe gestanden hat, würdigte im Auftrage des Führers Werk und Persönlichkeit General Schmundts.“

Familie

Rudolf Schmundt war Sohn des späteren Generalleutnants Richard Schmundt und dessen Gemahlin Hedwig Maria Schmundt, geborene Seyffardt (1873–1962). Sein Bruder war der bekannte Sozialwissenschaftler und Anthroposoph Wilhelm Schmundt, sein Großvater der preußische Oberbaurat Gustav Alexander Schmundt (1823–1908).

Ehe

Am 14. Oktober 1926 heiratete Schmundt in der Potsdamer Garnisonkirche Anneliese von Kummer (1898–1994). Aus der Ehe gingen die Kinder Barbara Wilhelma (Lebensrune.png 8. November 1927), Henning (Lebensrune.png 15. August 1931; Todesrune.png 4. März 2015), Gisela (Lebensrune.png 1. Juni 1933) und Jürgen (Todesrune.png 18. August 1940; Todesrune.png 2001) hervor. Anneliese von Kummer war die Tochter von Wilhelm Rudolf von Kummer (Lebensrune.png 18. Dezember 1863) und dessen Gemahlin (∞ 27. November 1896) Helene, geb. Reincke aus Memel (1877–1956). Wilhelm von Kummer fiel als Oberstleutnant am 23. Oktober 1914 bei Schoore vor Ypern während der Ersten Flandernschlacht.

Bildergalerie

Auszeichnungen (Auszug)

Beförderungen

Literatur

Verweise

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