Beck, Wilhelm

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Wilhelm Beck

Wilhelm Beck.jpg
Geboren 22. Dezember 1919
in Bitz, Württemberg
Verstorben 10. Juni 1944
in nordwestlich Thury-Harcourt, Frankreich
Staatsangehörigkeit Deutsches Reich
Volkszugehörigkeit Deutscher
Mitgliedschaft: SS

Wilhelm Beck (Lebensrune.png 22. Dezember 1919 in Bitz, Württemberg, Todesrune.png 10. Juni 1944 in nordwestlich Thury-Harcourt, Frankreich) war ein deutscher SS-Hauptsturmführer und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges.

Wilhelm Beck.

Leben

Wilhelm Beck wurde am 22. Dezember 1919 in Bitz geboren, besuchte zunächst die Volksschule und die Oberrealschule zu Ebingen, wo er im Frühjahr 1938 sein Abitur ablegte. Danach absolvierte er von April 1938 bis Oktober 1938 seine Arbeitsdienstpflicht bei der RAD-Abteilung 4/275 in Durlach/Baden und am Westwall.

Militärischer Werdegang

Mit Ende des Arbeitsdienstes trat Beck am 5. November 1938 dem 16. Sturm der SS-Standarte „Deutschland“ in Ellwangen/Jagst bei und wurde im Mai 1939 in die 1. Kradschützen-Kompanie der SS-Aufklärungs-Abteilung versetzt. Im Polenfeldzug im Einsatz, wurde er, als MG-Schütze 1 dort am 13. September 1939 an beiden Armen durch Granatsplitter verwundet. Am 1. Februar 1940 zum SS-Sturmmann befördert, nahm er vom 5. Februar 1940 bis zum 3. Mai 1940 am Kriegs-Reserve-Führer-Anwärter-Lehrgang an der SS-Junkerschule Braunschweig teil. Außerdem war er auch Teilnehmer am Lehrgang für Panzer-Späh-Zugführer an der Schule für Schnelle Truppen in Potsdam-Krampnitz und kommt später zu einem Lehrgang an die Heeres-Gas-Schutz-Schule Celle. Unter gleichzeitiger Ernennung zum SS-Oberscharführer und Führer-Anwärter wechselte Beck am 1. Mai 1940 in die Panzer-Sturm-Batterie der Leibstandarte SS „Adolf Hitler“ nach Berlin-Lichterfelde unter SS-Hauptsturmführer Georg Schönberger. Diese Batterie wurde am 19. August 1940 4. (Sturmgeschütz) Kompanie im V. (schweren) Bataillon der SS-Leibstandarte.

Nachdem er am 1. September 1940 zum SS-Untersturmführer der Reserve befördert worden war, nahm er am Balkan- und Rußlandfeldzug teil und wurde am 29. Dezember 1941 Führer der 4. Batterie der SS-Sturmgeschütz-Abteilung der Leibstandarte bzw. am 1. Februar 1942 Führer der 2. Kompanie des SS-Panzer-Regiments 1. Im Balkan-Feldzug war er Zugführer eines Sturmgeschützzuges und nahm mit diesem an den Kämpfen um den Klidi-Pass teil.

Nach Beförderung zum SS-Obersturmführer der Reserve am 21. Juni 1942, wurde er vom 2. November 1942 bis zum 7. Dezember 1942 zu einem Panzer-Kompanie-Führer-Lehrgang an die Panzer-Truppen-Schule Wünsdorf kommandiert und kehrte dann wieder zu seiner Kompanie zurück. Beck bewährte sich mit seiner Kompanie vom 10. bis zum 23. Februar 1943 im besonderen Maße. So verhinderte er bspw. das Eindringen des Gegners in die Ortschaft Merefa, erwarb sich im Angriff mit dem SS-Regiment „Der Führer“ besondere Verdienste und ermöglichte durch den Angriff seiner Kompanie auf Dshgun den Durchbruch nach Süden. Am 13. Februar 1943 wurde die Abteilung beim Vormarsch auf Paraskoweja bei Dunkelheit eingeschlossen. Durch einen Angriff Becks auf das stark feindbesetzte Paraskoweja schuf er so die Voraussetzung zum Durchbruch zur SS-Aufklärungs-Abteilung. Am 21. Februar 1943 trat er mit seiner Kompanie sowie der 1./Aufklärungs-Abteilung zum Angriff auf Kegitschewka und nach Süden an. Bei diesem Angriff vernichtete die Kompanie 17 7,62-cm-Geschütze, 4 4,5-cm-Pak und eine große Anzahl Granatwerfer, Panzerbüchsen, MG`s und Gewehre, während der Gegner mehrere hundert Tote verlor. Selbst im schwersten Feuer bootete Beck aus, um liegen gebliebene Panzer abzuschleppen. Trotz sechs eigener Verluste geriet kein Panzer in Feindeshand oder musste gesprengt werden. Aufgrund dieser Erfolge wurde er durch den damaligen Abteilungs-Kommandeur des SS-Panzer-Regiments 1, Wünsche, zum Deutschen Kreuz vorgeschlagen. Der Regimentskommandeur Schönberger befürwortete dies und fügte eine weitere Tat Becks zum Verleihungsvorschlag hinzu. Beck war bei Kämpfen nordostwärts Krassnograds an der Vernichtung von 52 Geschützen aller Kaliber beteiligt. Auch Dietrich befürwortete die Verleihung des Deutschen Kreuzes. Zu einer Verleihung kam es jedoch nicht.

Unter Becks Führung erwarb seine Einheit großes Lob und besondere Auszeichnung vor allem im Kampf um Charkow. Dort wurden von dieser Einheit innerhalb von 19 Tagen 120 russischen Geschütze und 17 T-34 vernichtet. Im Verlaufe dieser Kämpfe wurde er selbst dreimal abgeschossen, blieb aber trotz Verwundungen (schwere Splitterverletzungen und Brandwunden) immer bei seiner Truppe und führte seine Panzer weiter gegen die Ortschaft Walki an. Auch durch seinen beherzten Einsatz wurde ein Durchbruch auf Ljubotion und Kommuna und so auch auf Charkow möglich. Am Rand der Stadt schoß seine Kompanie weitere T-34 ab und war damit die erfolgreichste Kompanie beim Kampf um die Stadt. Schnell durch die Stadt auf die Brücke vorstoßend, konnte er die Ausfallstraße sperren und den Kontakt zur Kampfgruppe Peiper herstellen. Für diesen Einsatz durch den Führer der Kampfgruppe Meyer und dem Divisionskommandeur Dietrich am 17. März 1943 zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes vorgeschlagen, erhielt er diese Auszeichnung am 28. März 1943 im Lazarett.

Nach seiner Genesung kam Beck am 15. September 1943 in die SS-Sturmgeschütz-Ausbildungs- und Ersatz-Abteilung und wurde am 1. November 1943 als Chef der 2. Kompanie des SS-Panzer-Regiments 12 zur 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“ versetzt, wo er am 9. November 1943 zum SS-Hauptsturmführer der Reserve befördert wurde. Im Frühjahr 1944 übernahm er noch die Leitung des Führerbewerber-Lehrgangs bei seiner 2. Kompanie und wurde später zum Führer der SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 12 ernannt. Als mögliches Datum ist dabei März 1944 zu nennen. Im Juni 1944 Verbindungsoffizier des I. SS-Panzerkorps zur Panzergruppe West, fiel er am 10. Juni 1944 bei einem Jagdbomber-Angriff gegen 20.30 Uhr auf den Gefechtsstand der Panzergruppe West in La Cain, etwa sechs Kilometer nordwestlich Thury-Harcourt. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Soldatenfriedhof La Cambe im Departement Calvados.

Beförderungen

  • 1938: SS-Freiwilliger
  • 1. Februar 1940: SS-Sturmmann
  • 1940: SS-Oberscharführer
  • 1. September 1940: SS-Untersturmführer der Reserve
  • 1941: SS-Obersturmführer der Reserve
  • 1943: SS-Hauptsturmführer der Reserve

Auszeichnungen

Literatur

  • Die Ritterkreuzträger der Waffen-SS, Plesse Verlag, Göttingen 1955
  • Walther-Peer Fellgiebel: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939-1945, Podzun-Pallas Verlag, Friedburg 2000, ISBN 3-7909-0284-5

Quelle