SS-Panzergrenadier-Regiment 4 „Der Führer“

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SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Krüger verleiht Orden an Männer des Regimentes „Der Führer“ und der Division „Das Reich“; v. l. n. r.: Otto Kumm, Christian Tychsen, Karl-Heinz Worthmann, Sylvester Stadler, Vinzenz Kaiser und Hans Weiß, Ostfront 20. April 1943

Die SS-Standarte „Der Führer“, später (ab Februar 1941) SS-Regiment (mot.) „Der Führer“ (auch als SS-Infanterie-Regiment mot. geführt) und schließlich (ab 9. November 1942) SS-Panzer-Grenadier-Regiment 4 „Der Führer“ war ein militärischer Verband der Waffen-SS (2. SS-Panzer-Division „Das Reich“) und an nahezu allen Fronten im Einsatz.

Geschichte

Ernst Schweiger (links) und SS-Sturmbannführer Werner am 9. Mai 1945 kurz vor der Kapitulation bei Rokitzan (Pilsner Region).

Die SS-Standarte „Der Führer“ entstand nach dem Beitritt Österreichs zum Deutschen Reich aus den Stammregimentern SS-„Leibstandarte“, SS-„Deutschland“ und SS-„Germania“ sowie aus ostmärkischen Freiwilligen. In ihm bildete sich eine Kampfgemeinschaft, die österreichisch-deutsche und preußisch-deutsche Soldatentradition in idealer Weise vereinte.

Die SS-Standarte „Der Führer“ wurde während des Polenfeldzuges als Reserve der im Abschnitt des Westwalls eingesetzten Armee unter General der Artillerie Dollmann in Alarmbereitschaft gehalten und nahm nicht aktiv am Feldzug teil. Nach anderen Quellen befand sich jedoch das Regiment in Prag und wurde er nach dem Feldzug an den Westwall verlegt.

Westfeldzug

Als jüngstes Regiment der damaligen SS-Verfügungstruppe trat es, der 207. Infanterie-Division unterstellt, beim Westfeldzug 1940 mit einem Paukenschlag in die Kriegsgeschichte ein. Gleich bei seinem ersten Fronteinsatz durchbrach das Regiment das Kernstück der Festung Holland, die stark ausgebaute Grebbe-Linie.

Ostfront

Das Regiment, das zuvor mit der SS-Division „Das Reich“ am Balkanfeldzug teilgenommen hatte, hat trotz der großen Verluste beim Ostfeldzug seinen Ruf als hervorragende Kampfeinheit während des gesamten Krieges behalten. Im Sommer nahm das Regiment an der Schlacht um den Kursker Bogen teil und wurde ein zweites Mal aufgerieben.

Neuaufstellung 1944

Es folgte eine weitere Aufstellung in Südfrankreich, die noch nicht vollendet war, als es 1944 an die Invasionsfront verlegt wurde. Am Offenhalten des Kessels von Falaise war das Regiment maßgeblich beteiligt, es erlitt dabei schwere Verluste. Bis zur Ardennenoffensive und während dieser erlitt das Regiment abermals schwere Verluste.

Plattenseeoffensive und Schlacht um Wien

Im Jahr 1945 wurde das Regiment an die Ostfront nach Ungarn verlegt, wo es an dem Unternehmen „Frühlingserwachen“ teilnehmen sollte. Die Operation scheiterte, und das Regiment zog sich kämpfend durch Österreich (→ Wiener Operation) zurück. Dort ergab es sich nach der Kapitulation den VS-Amerikanern.

Besonderheiten

  • Soldaten des Panzergrenadierregiments 4 „Der Führer“ trugen entsprechende Ärmelbinden und bis zum 10. Mai 1940 zusätzlich zur doppelten Sigrune des rechten Kragenspiegels eine untergestellte „3“ (im Spiegel als „ᛋᛋ3“ dargestellt). Im Mai 1940 wurde die Praxis der Sonderzeichen neben den Sigrunen aus Sicherheitsgründen aufgegeben.[1]
  • Während der Neuaufstellung im Jahre 1942 wurde das III. Bataillon des Regiments mit gepanzerten Schützenwagen ausgestattet, galt also fortan als sogenanntes gepanzertes Bataillon.
  • 16 Soldaten des Regiments wurden mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet, drei mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz und einer mit den Schwertern zum Eichenlaub.
  • Aufgrund der schweren Verluste des Regimentes wurden zum Ersatz der Gefallenen im Laufe des Krieges vermehrt Volksdeutsche und Franzosen aus dem Elsaß herangezogen.

Personen

Kommandeure

Weitere (Auswahl)

Literatur

  • Otto Weidinger: Kameraden bis zum Ende – Das SS-Panzergrenadier-Regiment 4 „Der Führer“, Winkelried Verlag (2007), ISBN 978-3938392140

Fußnoten

  1. Andrew Mollo: Uniformen der Waffen-SS, S. 183