Das Boot (Film)

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FILM

Das Boot Filmplakat.jpg
Filmdaten
Deutscher Titel: Das Boot
Originaltitel: Das Boot
Produktionsland: BRD
Erscheinungsjahr: 1981
Laufzeit: 143 / 208 / 282 Minuten
Sprache: deutsch
Filmproduktion: Bavaria Film
Stab
Regie: Wolfgang Petersen
Drehbuch: Wolfgang Petersen
Produzent: Günter Rohrbach
Musik: Klaus Doldinger
Kamera: Jost Vacano
Schnitt: Hannes Nikel
Besetzung
Darsteller Rolle
Jürgen Prochnow Kommandant
Hubertus Bengsch 1. Wachoffizier
Klaus Wennemann Leitender Ingenieur
Herbert Grönemeyer Leutnant Werner
Martin Semmelrogge 2. Wachoffizier
Uwe Ochsenknecht Bootsmann Lamprecht
Erwin Leder Obermaschinist Johann
Jan Fedder Bootsmaat Pilgrim
Claude-Oliver Rudolph Dieselheizer Ario
Ralf Richter Dieselmaat Frenssen
Oliver Stritzel Dieselheizer Schwalle
Heinz Hoenig Funkmaat Hinrich
Bernd Tauber Obersteuermann Kriechbaum
Martin May Fähnrich Ullmann
Lutz Schnell Dufte
Otto Sander Kapitänleutnant Philipp Thomsen
Günter Lamprecht Kapitän der „Weser“
Sky du Mont Leutnant Müller

Das Boot ist ein Spielfilm aus dem Jahre 1981 nach dem gleichnamigen Roman von Lothar-Günther Buchheim unter der Regie von Wolfgang Petersen, der damit sein Paradestück ablieferte, welches ihm die Tore nach Hollywood öffnete, wohin er kurz darauf übersiedelte.

Der Film spielt während des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1941 und vorrangig auf einem deutschen U-Boot. Der Film erschien 1981 in Episoden mit einer Gesamtlänge von 282 Minuten im Fernsehen und wurde danach auf eine entstellende Fassung von 143 Minuten gekürzt. Diese kam dann so in die Kinos und noch wenige Male ins Fernsehen. Im Jahre 1981 bei seiner Fernseh-Erstausstrahlung war er in der BRD und in der DDR ein „Straßenfeger“ und sorgte noch einige Tage danach für lebhafte Diskussionen in der deutschen Bevölkerung. 1997 erschien dann eine sogenannte „Directors-Cut“-Version von 208 Minuten.

Das Boot soll 2018 (?) als neue Serie veröffentlicht werden. Die neue U-Boot-Serie wird zeitlich exakt da ansetzen, wo das Original im Dezember 1941 mitten im Zweiten Weltkrieg endete und wird die Geschichte in acht einstündigen Folgen weiterführen.

Nationale Kritik

Dieser Film empfängt den national gesinnten Zuschauer äußerst angenehm. So wird auf die politische Korrektheit zu Beginn und im Hauptteil verzichtet. Jedoch sind die für BRD-Verhältnisse außergewöhnlichen 40 Millionen D-Mark, welche in den Münchener Bavaria-Filmstudios für die Dreharbeiten aufgewendet wurden, nicht umsonst an der in Deutschland allgegenwärtigen BRD-Umerziehung vorbeigegangen. Das Ende des Films entläßt den Zuschauer in der gewünschten BRD-Logik und somit in die unweigerliche Niedergeschlagenheit.

Dieser Film war eine sehr teure Bewerbung für Wolfgang Petersens Gang nach Hollywood. Ein Großteil der Nachwuchsriege der damaligen BRD-Schauspieler-Prominenz war für diesen Film besetzt worden. Einzig Jürgen Prochnow gelang es, später Rollen für Hollywood-B- bzw. C-Filme zu bekommen, in welchen er fast immer den Bösewicht – oft mit deutschem Rollen-Charakter – spielte.

Kritik des Buchautors

Durch das informativ und doch locker geschriebenen, reich bebilderten Buch Der Film Das Boot zieht sich umfangreiche Kritik des U-Bootfahrers und Buchautors Buchheim zu einer ganzen Reihe von Szenen im Film.

Sie seien von irgendwelchen Kriegsfilmen abgeguckt. Reden, Befehle, Bekleidung und Bewegungen sind falsch. Weitere dumme Einfälle, wie den Flottillenchef mit seinen Offizieren mitten im Tieffliegerangriff davonfahren zu lassen stammten nicht aus dem Buch. Er hatte in punkto Wahrheitstreue strenge Maßstäbe erwartet.

Am Beispiel des homoerotischen und exhibitionistischen Bananentanzes schreibt er: „Der Bananentanz während einer Feindfahrt ist eine meisterlich inszenierte Szene. Sie hat nur einen Fehler: Eine solche Szene ist auch in einem leger geführten U-Boot undenkbar. Ein U-Boot ist ein Kriegsschiff und kein Amüsierschuppen“.

Der Militärberater hat sich nicht durchsetzen können oder die dutzenfach auftretenden Fehler nicht gesehen.

„Ich habe schön brav das Maul gehalten, nur einigen der besoffenen Komparsen die Mütze so aufgesetzt, daß die Konkarde wenigsten über der Nasenwurzel stand, wie es sich gehört, und andere dazugebracht, richtig zu grüßen, ... entweder mit Gladiatorengruß oder mit Hand an der Mütze.“

Literatur



Die ungekürzte Version: