Nazi-Darsteller

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Hardy Krüger als Franz von Werra in dem Spielfilm „Einer kam durch

Rollen als sogenannte Nazi-Darsteller wurden bzw. werden von vielen vornehmlich jungen Schauspielern aus der BRD in ausländischen Filmproduktionen insbesondere deshalb wahrgenommen, weil sie sich dadurch erhoffen, eine internationale Bekanntheit, wenn nicht sogar den internationalen Durchbruch zu erreichen.

Erläuterung

Fuchsberger als Gefreiter Herbert Asch bei der Artillerie der Wehrmacht in dem Spielfilm 08/15

In diesem Zusammenhang reflektiert der Zusatz „Nazi“ die grundsätzliche Annahme (im In- und Ausland), Deutsche, insbesondere während des Dritten Reiches, seien alle „Nazis“ gewesen. In teilweise britischen, aber vor allem VS-amerikanischen Spielfilmen kämpfte der „gute Tommy“ oder „GI“ stets gegen hackenknallende und beliebig jawohlkreischende „Nazis“ und nicht gegen Deutsche oder gar deutsche Soldaten. Solche sprachliche Verallgemeinerungen wurden zuweilen von der deutschen Synchronübersetzung geglättet.

Deutsche Schauspielerei

Nachkriegsjahre

Zu Beginn der 1950er Jahre, vor der Zeit des Fernsehens, wurden – neben „Heimatfilmen“ – in sogenannten „Kriegsfilmen“ die Charaktere der darzustellenden Soldatenrollen mit meist populären deutschen Schauspielern besetzt. In diesen fast ausschließlich bundesrepublikanischen Produktionen wurden Wehrmachtsangehörige nicht als negative Nazis, sondern mehrheitlich als das dargestellt, was sie waren – eben Soldaten.

Mitt-1960er Jahre

In Großproduktionen, wie z. B. „Der längste Tag“ oder „Luftschlacht um England“, wurde die Klischeehaftigkeit von gespielten Wehrmachtsrollen nicht negativ charakterisiert, obwohl sie mit renommierten deutschen Schauspielern besetzt waren.

Rollenangebote mit maßgeblich jüdischem Regie- und Finanzeinfluß, die an deutsche Schauspieler herangetragen werden, bergen bei Ablehnung durch diese die Gefahr, bei internationalen Produktionen niemals mehr Berücksichtigung zu finden, was – bis auf wenige bekannte Ausnahmen – während der Nachkriegsjahre nicht der Fall war, aber bei deutschen Schauspielern der heutigen jüngeren Generation fast immer der Fall ist.

Holocaustisierung

Die Problematik der versteckten Volksverhetzung wird von den heutigen deutschen Schauspielern der jungen Generation – bewußt oder unbewußt – nicht wahrgenommen oder negiert, weil ihre professionelle Einstellung mit der naiven Ansicht verbunden ist, daß es sich bei der Darstellung ja nur um eine Rolle handele.

Hier erschließt sich die besondere Perfidie, durch Besetzung einer solchen Rolle diese gleichzeitig – sowohl die Person des Schauspielers als auch dessen Nationalität – mit der Rolle der Figur gleichzusetzen, was beim internationalen Kinopublikum besonders im englischsprachigen Raum auch so erreicht werden soll.

Ein explizites Beispiel hierfür ist das Hollywood-Werk „Schindlers Liste“: Hier wurden von dem jüdischen Regisseur Steven Spielberg die Rollen der Ghettojuden mehrheitlich mit echten Juden und die Rollen der SS-Angehörigen großenteils mit Deutschen besetzt. Hier muß es aber unbedingt die Unterscheidung geben, daß es auch deutsche Schauspieler gibt, die sich regelrecht in diese Art von Rollen drängen, so daß fast davon auzugehen ist, daß solche Schauspieler ein Schuldsyndrom in bezug auf ihre Abstammung haben bzw. sich die anerzogene „Tätervolkstimmung“ verinnerlicht haben, ohne dabei Selbstreflektion zu betreiben.

Eine besondere Begebenheit sollte Mitte der 1990er Jahre den schauspielerischen Weg des 1997 mit seiner VS-amerikanischen Ehefrau nach Los Angeles gezogenen Schauspielers Til Schweiger maßgeblich verändern. Seinerzeit war Schweiger von Spielberg für eine kleine Neberolle als „Nazi“-Darsteller – genauer gesagt als SS-Angehöriger – im Propagandafilm „Der Soldat James Ryan“ besetzt worden. In dieser Nebenrolle sollte er laut Drehbuch zum Ende des Films den Hauptdarsteller Tom Hanks erschießen. Schweiger wollte die Rollenadaption bei der Vorbesprechung – nur in Details – so nicht darstellen, weil seiner Aussage nach „... dieses nicht dem Verhaltensmuster eines kämpfenden SS-Soldaten entsprach ...“, woraufhin ihn Spielberg kurzerhand entließ.

Über diese Sache wurde auch in diffamierender Weise im philosemitschen Springer-Blatt BILD geschrieben. Fakt war, daß Schweiger zwar Rückgrat besaß, aber seine internationale Kariere damit voarläufig beendet war. In einem späteren Zeitungsinterview gab Schweiger dann an, daß er niemals eine Nazirolle spielen würde, weil diese immer das Hollywoodklischee des „bösen Deutschen“ bedienen würden.

Dies wurde im Jahre 2008 durch Schweiger ad absurdum geführt, als er sich von dem VS-Gewaltfilm-Regisseur Quentin Tarantino anheuern ließ, um in Inglourious Basterds einen Partisanen zu spielen, der deutsche Soldaten tötet.

Vermeintlich dokumentarische Filme

Liste von deutschen Schauspielern in Rollen von Wehrmachts- und SS-Angehörigen

Klaus Kinski und Maximilian Schell in „Kinder, Mütter und ein General“ (1955)
Hardy Krüger als Franz Xaver Baron von Werra in „Einer kam durch“.
Christoph Waltz als SS-Standartenführer Hans Landa in „Inglourious Basterds“ (2009) mit Großer Ordensschnalle, Blutorden und Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes (Halsorden). Des weiteren trug er im antideutschen Hetzfilm: Kriegsverdienstkreuz II. Klasse ohne Schwerter, NSDAP-Dienstauszeichnung in Silber und Gold und Ehrenzeichen für deutsche Volkspflege (Volkspflege-Medaille ohne Schwerter am Band der Anschluß-Medaille). Als Steckorden (Brust, anderes Bild) Bandenkampfabzeichen zuerst in Bronze, später in Silber, KVK I. Klasse zuerst ohne, später mit Schwerter(n), Germanische Leistungsrune (Bronze oder Silber), Goldenes Parteiabzeichen mit Eichenlaub und (siehe Feldspange, anderes Foto) Sudetenland-Medaille mit Spange „Prager Burg“. Ebenfalls den Ehrenwinkel der Alten Kämpfer, SD-Raute und RSHA-Ärmelstreifen.
O. E. Hasse spielte den Admiral Wilhelm Canaris in dem Spielfilm „Canaris“ (1954)
Schauspieler Filmauftritte
Karl-Otto Alberty „Stoßtrupp Gold“
Martin Benrath „Morituri“
Hans Christian Blech „08/15“, „Der längste Tag“
Vicco von Bülow „Die Brücke“, „Der längste Tag“
Mathieu Carrière „Blutiger Schnee“
Peter Carstens „08/15“
Armin Dahlen „08/15“
August Diehl „Der neunte Tag“, „Inglourious Basterds
Heinz Engelmann U 47
Heino Ferch Der Untergang
Gert Fröbe „Der längste Tag“, „Soldatensender Calais“, „Brennt Paris?“, „Spion zwischen 2 Fronten“ (Oberst Steinhäger)
Götz George Aus einem deutschen Leben
Helmut Griem „Steiner – Das Eiserne Kreuz II“, „Stauffenberg – Verschwörung gegen Hitler“
Herbert Grönemeyer Das Boot
Matthias Habich „Der Untergang“
Joachim Hansen Der Adler ist gelandet“, „Das alte Gewehr“
André Hennicke „Der Untergang“
Rolf Hoppe „Mephisto“
Wolf Kahler „Der Adler ist gelandet“, „Jäger des verlorenen Schatzes“
Rolf Kanies „Der Untergang“
Till Kiwe „Der Adler ist gelandet“
Viktor de Kowa „Des Teufels General“
Thomas Kretschmann Stalingrad“, „U-571“, „Der Pianist“, „U-Boat: In feindlicher Hand“,
„Der Untergang“, „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat
Hardy Krüger „Einer kam durch“, „Taxi nach Tobruk“, Die Brücke von Arnheim
Hardy Krüger junior Stauffenberg“ (Fernsehfilm)
Klaus Löwitsch „Steiner – Das Eiserne Kreuz“
Dieter Mann „Der Untergang“
Ulrich Matthes „Der Untergang“
Michael Mendl „Der Untergang“
Hannes Messemer „Gesprengte Ketten“
Ulrich Mühe „Der Stellvertreter“
Ulrich Noethen „Der Untergang“
Götz Otto „Der Untergang“, „Iron Sky
Günther Pfitzmann Nacht fiel über Gotenhafen
Ludger Pistor Schindlers Liste
Wolfgang Preiss Der Zug
Jürgen Prochnow Das Boot
Siegfried Rauch „Patton“, „Der Adler ist gelandet“, „Flucht nach Athena“, „The Big Red One“,
Christian Redl „Der Untergang“
Maximilian Schell „Der Adler ist gelandet“, „Die Brücke von Remagen“, „Die Akte Odessa“
Emmerich Schrenk „08/15“ (Hauptwachtmeister Schulz), „08/15 – Im Krieg“ und „08/15 – In der Heimat“ (Hauptmann Schulz)
Til Schweiger Inglourious Basterds
Martin Semmelrogge „Das Boot“, „Schindlers Liste“
Joerg Stadler Der Soldat James Ryan
Ulrich Tukur „Der Stellvertreter“
Peter van Eyck „Rommel, der Wüstenfuchs“, „Ardennen 1944“
Justus von Dohnányi Napola – Elite für den Führer“ (Heinrich Stein), „Der Untergang“ (Wilhelm Burgdorf)
Christoph Waltz Inglourious Basterds“ (Hans Landa)
Klaus Wennemann Das Boot
Carl Wery Es geschah am 20. Juli

Nichtdeutsche Nazi-Darsteller

Marlon Brando (Die jungen Löwen)
Robert Shaw als Eichenlaubträger der Panzertruppe „Oberst Martin Hessler“ in „Die letzte Schlacht“ (1965)

Nichtdeutsche Nazi-Darsteller sind Ausländer, die mindestens einmal in ihrem Leben in einem Film oder einer Serie „Nazis“ gespielt haben.

Liste (Auswahl)

Schauspieler Nationalität Filmauftritte (Auswahl)
Paul Baxley VS-Amerikaner Star Trek: „Schablonen der Gewalt“
Ladislav Beran Tscheche „Hellboy“ (Karl Ruprecht Kroenen)
Bill Blackburn VS-Amerikaner Star Trek: „Schablonen der Gewalt“
Marlon Brando VS-Amerikaner „Die jungen Löwen“ (Christian Diestl)
David Brian VS-Amerikaner Star Trek: „Schablonen der Gewalt“
Richard Burton Engländer „Steiner – Das Eiserne Kreuz, 2. Teil“, „Rappresaglia – Tödlicher Irrtum“ (→ Massaker an der Via Rasella)
Yul Brynner VS-Amerikaner russisch-mongolisch-schweizerischer Herkunft Spion zwischen 2 Fronten“ (Oberst Baron von Grunen)
Michael Byrne Engländer Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (Vogel)
Michael Caine Engländer Der Adler ist gelandet“ (Oberst Kurt Steiner)
Robert Carlyle Schotte Hitler – Aufstieg des Bösen“ (Hitler)
Peter Canon VS-Amerikaner Star Trek: „Schablonen der Gewalt“
James Coburn VS-Amerikaner Steiner – Das Eiserne Kreuz
Ralph Fiennes Engländer Schindlers Liste“ (Amon Göth)
Rutger Hauer Niederländer „Vaterland“
Skip Homeier VS-Amerikaner Star Trek: „Schablonen der Gewalt“
Patrick Horgan VS-Amerikaner Star Trek: „Schablonen der Gewalt“
Michael Kitche Engländer „Vaterland“
Werner Klemperer Deutschamerikanischer Halbjude Ein Käfig voller Helden
Ralph Maurer VS-Amerikaner Star Trek: „Schablonen der Gewalt“
Ed McReady VS-Amerikaner Star Trek: „Schablonen der Gewalt“
Roger Moore Engländer „Flucht nach Athena“ (Major Otto Hecht)
Valora Noland VS-Amerikaner Star Trek: „Schablonen der Gewalt
Peter O’Toole Brite „Die Nacht der Generäle“
Donald Pleasence Brite Der Adler ist gelandet“ (Heinrich Himmler), „Die Nacht der Generäle
Christopher Plummer Kanadier „Im Wendekreis des Kreuzes“ (Herbert Kappler)
John Shrapnel Engländer „Vaterland“
Peter Vaughan Engländer „Vaterland“

Bildergalerie

Verweise