Front National (Frankreich)

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Front National
Front National.gif
existiert seit 1972
Parteivorsitzende Jean-Marie Le Pen (1972–2011)
Marine Le Pen (seit 2011)

Der Front National (FN) ist eine Partei in Frankreich. Der FN erreicht bei Wahlen im allgemeinen 5 bis 15 % der Wählerstimmen. Gegründet wurde die Partei am 5. Oktober 1972. 2011 übernahm Marine Le Pen die Führung der FN von ihrem Vater Jean-Marie Le Pen.

Wahlergebnisse

Kommunalwahlen 2014

Marine Le Pen, Jean-Marie Le Pen und Bruno Gollnisch am 1. Mai in Paris

Bei den französischen Kommunalwahlen im März 2014 erlangte der Front National das Bürgermeisteramt in zwölf Städten; in zwei weiteren gewannen von der FN unterstützte Wahllisten. In Kommunen über mit 1.000 Einwohnern stellt der FN insgesamt über 1.500 Gemeinderäte.[1] Es handelt sich um den bislang größten Wahlerfolg der Partei auf der kommunalen Ebene.

EU-Wahl 2014

Der Front National wurde bei der EU-Wahl am 25. Mai 2014 mit über 25 Prozent der Wählerstimmen stärkste Partei Frankreichs.

Parteiwerbung mit Mulattin

Parteitag 2014

Frankreichs Front National hat während des zweitägigen Parteitags im Dezember 2014 in Lyon einstimmig Marine Le Pen (Lebensrune.png 1968) als Parteivorsitzende wiedergewählt. Sie wurde am Sonntag mit 100 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder in ihrem Amt bestätigt, da kein Gegenkandidat antrat. Auf dem Parteitag wurden teilweise die Gremien des FN erneuert. Mit 80 Prozent der Mitgliederstimmen rückte erstmals Marion Maréchal-Le Pen (Lebensrune.png 1989) in die Führung der Partei vor. Die Jurastudentin ist die Enkelin des 1928 geborenen Parteigründers sowie Nichte Marine Le Pens. Sie wurde 2012 als erste FN-Abgeordnete in die französische Nationalversammlung gewählt und ist die jüngste Abgeordnete in der Fünften Französischen Republik. Als Ehrengast war Jean-Marie Le Pen eingeladen, er wünscht seine Tochter 2017 bereits an die Spitze des französischen Staates. Je früher sie zur Präsidentin des Landes gewählt werde, desto besser, denn die Situation in Frankreich verschlechtere sich zusehends, kommentierte er.

Im November 2014 gewährte die russischen Bank „First Czech Russian Bank“ – zwei wichtige Anteilseigner der Bank gelten als Putin-Vertraute – dem Front National einen Kredit von neun Millionen Euro. Es wird darüber spekuliert, daß die Partei zukünftig bis zu 40 Mio. Euro an Kredit erhalten könnte, um kommende Wahlkämpfe zu finanzieren.[2]

Strategie des Scheiterns

In den 45 Jahren seines Bestehens hat sich der Front National auf der nationalen Ebene, wo nach wie vor die politische Macht beheimatet ist, als vollkommen bedeutungslos erwiesen: Bei nationalen Parlamentswahlen erreichte er seit 1972 nur 1997 (bei seitdem 577 Mandaten) einen Sitz, im Jahr 2012 zwei Sitze, 2017 acht Sitze. Die dauernde Erfolglosigkeit ist der Partei kein Anlaß, eine Strategie zu entwickeln, welche die Aussicht eröffnet, sich eines Tages gegen das für „neue“ Oppositionsparteien ungünstige französische Wahlrecht durchzusetzen.

Bekannte FN-Mitglieder

Ehemalige Mitglieder

  • Jean-Marie Le Pen, Gründer und langjähriger Parteivorsitzender, Ehrenmitglied (Parteiausschluß)

Zitate

von Front-National-Politikern über den Front National

von Kritikern

  • „Das Wirtschaftsprogramm des FN stammt ungekürzt aus der linkssozialistischen Mottenkiste. Deswegen ist der FN keine rechte, sondern eine nationalistische und sozialistische Partei. Er ist viel näher bei der Syriza des irrlichternden Griechen Alexis Tsipras als bei den konservativen europäischen Traditionsparteien, die als ‚rechts‘ gelten.“ — Günter Ederer[4]
  • „Dies ist die eigentliche Lehre aus der französischen [Regional-]Wahl [2015]: Nach jahrelanger Planifikation statt Marktwirtschaft, jahrelangem Experimentieren mit Staatsinterventionismus fügt jetzt der FN die nationalistische Variante der Volksverführung hinzu. Das erste Opfer ist die Linke.“ — Günter Ederer[4]

Filmbeiträge

Verweise

Fußnoten

  1. Élections municipales 2014: le Front National gagne 12 villes, fait élire 1546 conseillers municipaux et 459 élus dans les intercommunalités!, Front National, 31. März 2014
  2. National-Zeitung, 5. Dezember 2014, S. 3
  3. „Die NPD ist rechtsextrem, wir nicht“ – Interview mit Marine Le Pen, 12. Juli 2013, wiedergeben aus dem Magazin Cicero: „Zu Ihren Wahlerfolgen gratulieren Ihnen stets rechtsextreme Parteien wie etwa die deutsche NPD.“ – Le Pen: „Die NPD will sich an unseren Erfolg anhängen. Diese Partei ist unglaubwürdig, fast ohne Stimmen. Sie ist rechtsextrem, wir nicht.“
  4. 4,0 4,1 4,2 Günter Ederer: Wohin steuert Frankreich? (Teil 2), eigentümlich frei, 27. Dezember 2015