Gau Westfalen-Nord

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Der Gau Westfalen-Nord war zur Zeit des Dritten Reiches staatlicher Verwaltungsbezirk, die Gauhauptstadt war Münster. Zuvor war der Gau eine Organisationseinheit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Der Gauleiter war ab 1932 Alfred Meyer. Zu Nachkriegszeiten galt sie als Bestandteil des fortbestehenden, jedoch handlungsunfähigen Deutschen Reiches. Das Ansehen der wichtigsten Städte des Gaues – Münster in Westfalen, Hamm, Bielefeld und Rheine – wurde während des Zweiten Weltkrieges infolge der feindlichen Bombenangriffe einschneidend geändert.

Die Gauhauptstadt

Mit den Redebeiträgen von Hermann Göring und August Wilhelm von Preußen am 25. August 1931 in Münster begann der Aufstieg der Nationalsozialisten in dieser Stadt. 16 weitere Großveranstaltungen mit Rednern wie Joseph Goebbels, Robert Ley, Gregor Strasser und Wilhelm Frick festigten den Ruf der neuen Partei in der Bevölkerung Westfalens. Adolf Hitler, der Führer der Bewegung, sprach im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung am 8. April 1932 in der Halle Münsterland vor einer Versammlung von etwa 10.000 Volksgenossen, von denen etwa 3.000 seiner Rede wegen mangelnder Plätze von außerhalb der Halle zuhören mußten. Bei der Kommunalwahl am 12. März 1933 erreichte die NSDAP einen Stimmenanteil von 40,2 Prozent.

Verwaltungsgliederungen

Ab 1933 wurde Münster unter Führung des Oberpräsidenten Westfalens, des Gauleiters Meyer, neben weiteren Parteibehörden Sitz nachfolgender Gliederungen:

  • SA-Brigade 66
  • SA-Standarte 13
  • SS-Abschnitt XVII
  • SS-Fußstandarte 19
  • HJ-Gebietsführung 9
  • BDM-Obergauführung 9

Sitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei

Der Befehlshaber der Ordnungspolizei im Wehrkreis VI, der das spätere, zur BRD-Zeit entstandene Bundesland Nordrhein-Westfalen, den Raum Osnabrück und ab dem Jahre 1940 zudem das Gebiet Eupen-Malmünd umfaßte, hatte mit seinen 40 Mitarbeitern in der örtlichen Villa ten Hompel sein Hauptquartier. Von dort aus wurde unter anderem das Aufsichtspersonal für die Arbeitserziehungslager ausgebildet. Nachfolgende Befehlshaber residierten in der genannten Villa:

Generalleutnant Liessem verlegte das Hauptquartier des Befehlshabers der Ordnungspolizei nach Düsseldorf-Kaiserswerth.

Verweis