Graf von Blücher, Wolfgang

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Wolfgang Graf von Blücher

Wolfgang „Wolf“ Henner Peter Lebrecht Graf von Blücher (Lebensrune.png 31. Januar 1917 in Altengottern, Kreis Mühlhausen; Todesrune.png gefallen 21. Mai 1941 bei Heraklion) war ein deutscher Reserveoffizier der Wehrmacht, zuletzt Oberleutnant der Reserve der Luftwaffe und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges. Der Fallschirmjäger fiel beim Unternehmen „Merkur“ auf Kreta.

Leben

Wehrpaß

Jugend

Zwei der drei Brüder im Tode vereint. Heldentod der Gebrüder von Blücher: Die sterblichen Überreste von Leberecht konnten trotz intensiver Suche durch die Mitarbeiter des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. nicht geborgen werden. Sein Name steht auf der Ehrentafel, die an die 360 deutschen Gefallenen erinnert, die nicht gefunden wurden[1].

Wolfgang Henner Peter Lebrecht Graf von Blücher wurde am 31. Januar 1917 in Altengottern im Kreis Mühlhausen in Thüringen geboren und erlernte die Land- und Forstwirtschaft, da der Familienbesitz in Mecklenburg nach dem frühen Tod des Vaters an ihn überging.

Militärischer Werdegang

Graf von Blücher leistete vom 1. Januar 1934 bis zum 12. Oktober 1935 seinen Wehrdienst beim Kavallerie-Regiment 14 ab. Danach ins Zivilleben zurückgekehrt, nahm er dann im Spätsommer 1936 an seiner ersten, im Herbst 1936 an seiner zweiten und im Frühjahr 1937 und Spätsommer 1937 an seiner dritten Reserveübung teil.

Am 12. Oktober 1937 erfolgte dann im Kavallerie-Regiment 3 durch Oberst Feldt die Wahl zum Offizier.

Nachdem von Blücher dann am 16. Februar 1939 der Panzer-Abwehr-Abteilung 12 zugeteilt worden war, meldete er sich freiwillig zur Luftwaffe, wobei er ein Gesuch zur Versetzung zum Jagdgeschwader 132 „Schlageter“ auf dem Fliegerhorst Düsseldorf-Unterrath einreichte. Dem wurde jedoch nicht nachgegeben.

Im Zuge der allgemeinen Mobilmachung kam er damit zur Panzer-Abwehr-Abteilung 12, wo er sich am 16. Dezember 1939 erneut freiwillig zur Luftwaffe meldete. Diesmal wurde seiner Bitte stattgegeben und von Blücher kam am 16. Januar 1940, nach seiner Ausbildung, in die 3. Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regimentes 1 nach Stendal in die Husarenkaserne „Albrecht der Bär“ (genannt nach Albrecht I.)[2]. Dort wurde er kurz darauf als Zugführer in die 2. Kompanie versetzt. Gleichzeitig schied er mit dem 31. Januar 1940 aus dem Heer aus und wurde mit Wirkung vom 1. Februar 1940 in die Luftwaffe aufgenommen. Seinen ersten Einsatz erlebte er in Norwegen während der Kämpfe im Raum Oslo und Narvik.

Im Zuge des Westfeldzuges sprang das I. Bataillon am 10. Mai 1940 als Regimentsreserve bei Tweede Tool ab, wobei lediglich die 3. Kompanie den Auftrag erhalten hatte, die Brücken bei Dordrecht in Besitz zu nehmen. Es kam lediglich eine Kompanie zum Einsatz, da im betreffenden Raum keine Möglichkeiten vorlagen, weitere Einheiten abzusetzen. Die Eroberung dieser Brücken sowie die Bildung starker Brückenköpfe war entscheidend für die Eroberung der Festung Holland und somit ein zentraler Punkt in den deutschen Angriffsplanungen. Die Brücken wurden nach kurzem und schwachem Widerstand erobert, wonach die 3. Kompanie jedoch in schwere Straßenkämpfe in Dordrecht verwickelt wurde. Dadurch sah sich Oberst Bräuer gezwungen, weitere Kräfte des Bataillons gegen Dordrecht einzusetzen. In den daraus folgenden Kämpfen zeichnete sich Leutnant Graf von Blücher im besonderen aus und erhielt für die Eroberung eines starken Bunkernestes am 24. Mai 1940 als Leutnant der Reserve und Führer des 3. Zuges der 2. Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 1 das Ritterkreuz.

Nach Ende des Westfeldzuges ab dem 1. August 1940 zur Bewirtschaftung des Familiengutes beurlaubt, kehrte er am 1. April 1941 als Zugführer in der 2. Kompanie zum Fallschirm-Jäger-Regiment 1 zurück und nahm so an der Landung auf Kreta teil.

Tod

Das Regiment hatte die Aufgabe, den Flugplatz und die Stadt zu nehmen. Gegen Abend des 20. Mai 1941 erreichte von Blüchers Zug die wichtige Höhe am Ostrand des Flugplatzes. Dort ging der Zug zur Verteidigung über, wobei er fast völlig auf sich allein gestellt blieb. Am nächsten Morgen, dem 21. Mai 1941, wurde das I. Bataillon am Flugplatz durch Artillerie beschossen und kurze Zeit später von feindlichen Panzerwagen angegriffen. Dabei fand Wolfgang von Blücher gegen Mittag den Tod. Am gleichen Tag fielen zwei seiner Brüder, Lebrecht und Hans-Joachim, ebenfalls auf Kreta.

Die Mutter der drei Brüder erfuhr während der nächsten vier Wochen nichts über das Schicksal ihrer drei Söhne. Den letzten Brief hatte sie von Wolfgang aus Athen erhalten, während der Bereitstellung zum Angriff auf Kreta. Nachdem die Reste des Regiments am 20. Juni 1941 in Stendal eingetroffen waren, informierte Oberst Bräuer die Mutter über das Schicksal der drei Söhne.

Bei der Einweihung des deutschen Gefallenenfriedhofes Maleme auf Kreta nahm die Schwester der drei, Gertrud Freifrau von Ketelhodt, an der offiziellen Feierstunde teil. Doch fanden lediglich Wolfgang und Hans-Joachim von Blücher eine Ruhestätte. Leberecht, der ebenfalls bei Heraklion fiel, wurde vermutlich als Unbekannter auf dem Friedhof beigesetzt.

Wolfgang war der Älteste. Aber wir nannten ihn alle ‚Wolf‘. Er war gelernter Land- und Forstwirt und hatte seit dem frühen Tod des Vaters den Familienbesitz in Mecklenburg übernommen. Im Januar 1940, damals 23 Jahre alt, meldete sich Wolf freiwillig zu den Fallschirmjägern. Nach Militäreinsätzen in Norwegen und den Niederlanden ließ er sich zunächst beurlauben und ging wieder auf sein Gut in Mecklenburg. Im Frühjahr 1941 meldete er sich wieder bei seinem Regiment zurück und wurde nach Griechenland verlegt. Am 19. Mai, zwei Tage vor ihrem Einsatz, schrieb uns Wolf aus Athen noch einen Brief, den unsere Mutter trotz Flucht aus der Heimat rettete. Als er uns Tage später erreichte, lebten meine Brüder nicht mehr.“ — Gertrud Freifrau von Ketelhodt (geborene Gräfin von Blücher)

Beförderungen

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

Quelle

Fußnoten

  1. Gefallenendenkmäler für die Gebrüder von Blücher
  2. Die Albrecht-der-Bär-Kaserne ist eng mit dem ehemaligen Kasernenstandort des Magdeburgischen Husaren Regimentes Nr. 10 verbunden. Das Magdeburgische Husaren Regiment Nr. 10 wurde am 19. November 1813 in Aschersleben zunächst als freiwilliges Elb-National-Husaren-Regiment gegründet. Husaren sind eine Truppengattung der leichten Reiterei, die erst ab dem späten 18. Jahrhundert als Kavallerie bezeichnet wurde. Dieses Regiment wurde auf Privatinitiative von patriotischen Bürgern in Anhalt und in der Altmark unter westfälischer Besatzung im Freiheitskrieg gegen Napoleon aufgestellt. Bereits am 7. Mai 1861 erhielt das Regiment anläßlich der Heeresreform unter König Wilhelm I. seinen endgültigen Namen „Magdeburgisches Husaren Regiment Nr. 10“. Im Jahre 1884 erfolgte die Verlegung nach Stendal, da die Stadt Stendal dem Militär zugesagt hatte, eine Kaserne zu bauen. Sie waren zunächst in Objekten in dem Straßenzug Schadewachten, der Bismarckstraße, der Vogelstraße und am Mönchskirchhof untergebracht.