Fallschirm-Jäger-Regiment 1

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Deutsche Fallis am Flughafen Oslo, 1940

Das Fallschirm-Jäger-Regiment 1 (FJR 1) war eine Luftlande-Einheit und Fallschirm-Jäger-Regiment der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Das I. Bataillon der Fallschirmjäger wurde am 1. April 1938 in Stendal aus Freiwilligen des IV. Bataillons des Regimentes „General Göring“ aufgestellt, das II. folgte am 1. Januar 1939 aus dem Fallschirm-Infanterie-Bataillon (Nachfolger der Schweren-Fallschirm-Infanterie-Kompanie) des Heeres in Braunschweig, zusammen mit dem III. Bataillon in Gardelegen. Der Stab wurde erst am 1. Juni 1939 in Stendal gebildet. Das Regiment unterstand der 7. Flieger-Division.

Standarte des II. Bataillons des Fallschirm-Jäger-Regiments 1

Kampfauftrag und Kriegseinsatz

Truppenstandarte des III./FJR 1

Im Polenfeldzug sollte es mehrmals zu Sprungeinsätzen kommen, die aber alle gestrichen wurden. So rollte das Regiment Mitte September 1939 auf Lastkraftwagen nach Polen, um dort Flugplätze zu besetzen und Sicherungsaufgaben zu übernehmen. Dabei kam es im Raum Radom beim III. Bataillon zu schweren Kämpfen mit polnischen Einheiten.

Während des Feldzuges in Norwegen und Dänemark kam die 4. Kompanie in Dänemark bei Aalborg und Falster zum Einsatz, allerdings nicht aus der Luft, sondern vom Boden aus. In Norwegen eroberte ein Halb-Bataillon den Flughafen Oslo-Fornebu und die 3. Kompanie sprang über Stavanger-Sola ab. Nachdem der Flughafen Oslo genommen worden war, wurde die 1. Kompanie am 14. April 1940 den gelandeten englischen Truppen entgegengeworfen und sprang im Gudbrandstal in den Feind, um die Eisenbahnlinie von Dombas und damit ein Vordringen der Engländer nach Süden zu verhindern (→ Die Schlacht von Dombas).

Die Kompanie konnte sich vier Tage lang halten und die Eisenbahnlinie an zwei Stellen sprengen. Dann mußte sie sich der Übermacht der angreifenden Norweger und Briten ergeben. Die überlebenden 34 Gefangenen wurden im Mai von Gebirgsjägern wieder befreit. Mitte Mai wurde das aufgefrischte I. Bataillon über Narvik abgesetzt, um wiederum die Gebirgsjäger bei der Schlacht um Narvik zu unterstützen.

Vor dem Frankreichfeldzug wurde die 1. Kompanie des Regiments an die Versuchs-Abteilung „Friedrichshafen“ für die Eroberung des als uneinnehmbar geltenden Forts Eben Emael abgegeben.

Im Westfeldzug sprang das Regiment, verstärkt durch die 1./Pionier-Bataillon 22, Fallsch.Nachr.Zug 7, Div.Gesch.Batterie 7, 1. Zug Div.Flak.Bttr. und Fallschirm-San.Halb-Kp. 7, als „Gruppe Süd“ über den Brücken bei Moerdijk und über den Brücken bei Dordrecht ab. Als Transport diente die II. Gruppe (unter anderem mit dem Beobachter Karl Deisenroth) des Kampfgeschwaders z. b. V. 1 unter Oberst Fritz Morzik. Das III. Bataillon sprang über dem Flughafen Waalhaven ab, um dort die Landung der 22. Luftlande-Division zu ermöglichen.

Beim Unternehmen „Merkur“ sprang das Regiment als 2. Welle über Heraklion ab. Das I. Bataillon sprang bei Gournes östlich von Heraklion, das II. Bataillon ebenfalls östlich von Heraklion, das III. Bataillon über der Stadt Heraklion und das unterstellte II./Fallschirm-Jäger-Regiment 2 als Eingreifreserve ebenfalls über Heraklion. Es kam zu schweren Kämpfen und großen Verlusten, aber schließlich konnten sich die Fallschirmjäger durchsetzen.

Im August 1941 wurde das Regiment zur Auffrischung nach Deutschland auf den Truppenübungsplatz Bergen-Hohne verlegt. Im September 1941 erfolgte die Verlegung des Regiments an die Ostfront in den Raum Leningrad. Im Sommer 1942 folgte der Transport nach Smolensk, um dort gegen die mordenden Partisanen zu kämpfen. Erst Ende des Jahres hatte das Regiment den Gegner hier niedergekämpft und wurde dann in den Raum Orel verlegt. Das III. Bataillon wurde nach Welikije Luki befördert.

Im Mai 1943 erfolgte die Unterstellung des Regiments unter die 1. Fallschirm-Jäger-Division. Im März 1944 wurde das III. Bataillon zur Aufstellung der 3. Fallschirm-Jäger-Division abgegeben und dann ersetzt.

Zentrales Denkmal auf der Kriegsgräberstätte des Fallschirm-Jäger-Regimentes 1 vor Heraklion, in der Nachkriegszeit von den Inselbewohnern zerstört, die Gefallenen fanden 1974 auf dem Deutschen Soldatenfriedhof Maleme ihre letzte Ruhestätte; Inschrift:
„Nur eines ewig lebt
der toten Helden Tatenruhm“

Personen

Kommandeure

Weitere (Auswahl)

Siehe auch

Fußnoten

  1. Mit der stellvertretenden Führung beauftragt (m. st. F. b.) bedeutet, daß der Dienstposten vorübergehend (stellvertretend) durch eine andere Person besetzt ist, d. h., daß der ursprüngliche Dienstposteninhaber zurückkehren wird.