Köpenickiade

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Jagdflieger Rudi Gundar Wolfmüller (Nachkriegsfoto)[1]

Als Köpenickiade bezeichnet man eine Form der Hochstapelei, bei der durch Amtsanmaßung – oder getürkte bzw. frei erfundene Heldentaten resp. Husarenstücke – Gehorsam, Bewunderung und/oder Vergünstigungen erschlichen werden.

Erläuterung

Ursprung

Der Ausdruck Köpenickiade geht auf das Ereignis vom 16. Oktober 1906 in Cöpenick bei Berlin zurück, als sich der arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt als Hauptmann ausgab und mit einem Trupp (gutgläubiger) Soldaten das Rathaus der Stadt besetzte, den Bürgermeister verhaftete und sich die Stadtkasse übergeben ließ. Dies diente Carl Zuckmayers Komödie „Der Hauptmann von Köpenick“ und späteren gleichnamigen Filmen als Vorlage.

Bekannte Köpenickiaden (chronologische Auswahl)

Fußnoten

  1. Der am 4. Dezember 1916 in Varel (Niedersachsen) geborene Oberleutnant Wolfmüller (tatsächlich Leutnant und Kriegsoffizier bzw. Tapferkeitsoffizier seit Januar 1945; seit dem 1. Oktober 1944 Fahnenjunker-Oberfeldwebel und Kriegsoffizier-Anwärter) war den eigenen Angaben zufolge Segelflugmeister, Angehöriger der Legion Condor, Jagdflieger, ggf. Zerstörerflieger der Luftwaffe (Bf 110) mit der Frontflugspange in Gold mit Anhänger, von Kreta bis zum Afrikafeldzug, im Mittelmeerraum und bei der Reichsluftverteidigung (als Flugzeugführer, Erprobungsflieger des Silbervogels und Fluglehrer) im Einsatz (selbstverständlich mit dazugehörender mindestens einmaliger Verwundung), u. a. beim Jagdgeschwader 6 „Horst Wessel“ und bei der 1. Staffel/Zerstörer-Geschwader 26, zuletzt in der 10. Staffel/III. Gruppe//Ergänzungs-Jagdgeschwader 2 unter Heinz Bär bzw. beim Jagdgeschwader 80 mit über 350 Feindflügen (schon 358 am 8. Februar 1945). Seit Jahren wird dieses Bild in Amateur-Militär-Foren diskutiert. Die meisten glauben an eine Köpenickiade, auch die Zweitschrift des Soldbuches, mit einer Auflistung der Orden und Ehrenzeichen, soll gefälscht sein, vereinzelte Experten jedoch halten alle Orden bis auf das Deutsche Kreuz in Gold und das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für legitim bzw. zumindest für möglich, mehrere lassen sich auch anhand von Urkunden und durch Auskunft der Zentralnachweisstelle des Bundesarchives belegen (Flugzeugführerabzeichen, EK 2 und 1, Ärmelband „Afrika“, Frontflugspange in Gold mit Anhänger mit Einsatzzahl). Am 23. Juni 1945 wurde Wolfmüller aus der VS-amerikanischen Kriegsgefangenschaft entlassen. In der Nachkriegszeit war er Mitglied des Deutschen Motorsport-Verbandes e. V.