Dohna-Schlobitten, Karl Friedrich Emil zu

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Karl Friedrich Emil zu Dohna-Schlobitten.jpg

Karl Friedrich Emil zu Dohna-Schlobitten (Lebensrune.png 4. März 1784 auf Schloß Schlobitten, Ostpreußen; Todesrune.png 21. Februar 1859 in Berlin) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalfeldmarschall der Preußischen Armee.

Leben

Karl Friedrich Emil zu Dohna-Schlobitten wurde auf Schloß Schlobitten in Ostpreußen geboren. Dohna-Schlobitten wurde am 6. Oktober 1793 als Junker beim Husarenregiment „von Suter“ Nr. 5 der Preußischen Armee angestellt. Er kam dann am 23. März 1798 als Fähnrich (Kornett) zum Dragonerregiment „von Werther“ Nr. 6 und wurde hier am 7. Juni 1800 Sekondeleutnant. In der Zeit der preußischen Reformen war er ein Vertrauter des Generals Gerhard von Scharnhorst, dessen Tochter Julie (1788–1827) er in Finckenstein am 10. November 1809 heiratete.

Friedrich Karl zu Dohna und der Graf Friedrich Ernst Heinrich von Wrangel nahmen 1807 an der Schlacht bei Preußisch-Eylau unter Anton Wilhelm von L'Estocq teil.

Seit 1812 und dem Rußlandfeldzug Napoleons unterstand er, gemeinsam mit seinem Freund Claus von Clausewitz, als Offizier (Major, später Oberstleutnant) der Russisch-Deutschen Legion im Dienste des russischen Kaisers. Er war als Major des russischen Zaren am Zustandekommen der Konvention von Tauroggen verantwortlich und kommandierte in den Befreiungskriegen das 2. Husarenregiment der russisch-deutschen Legion. Mit dem Regiment kämpfte er während der Befreiungskriege 1813/15 bei Vellahn, Schlagsdorf, Klavensick, Rossy, Namur, St. Denis, La Villette, der Blockade von Rendsburg und Antwerpen sowie während des Siebten Koalitionskrieges u. a. in den Schlachten bei Ligny und Belle-Alliance.

Nach Napoleons Niederwerfung kehrte er in preußische Dienste zurück und wurde am 29. März 1815 Kommandeur des 8. Ulanenregiments. Dieses führte er bis zu seiner Ernennung zum Kommandeur der 14. Kavallerie-Brigade am 3. April 1820. In dieser Stellung erfolgte dann am 30. März 1822 seine Beförderung zum Generalmajor. Als solcher wurde Dohna-Schlobitten am 30. März 1832 mit der Führung der 16. Division beauftragt und zwei Jahre später zum Divisionskommandeur ernannt. Weitere drei Jahre später folgte die Beförderung zum Generalleutnant.

1839 wurde er Kommandierender General des II. Armee-Korps in Stettin und 1842 Kommandierender General des I. Armee-Korps in Königsberg. Als solcher schlug er 1848/49 revolutionäre Unruhen rasch und entschlossen nieder. Ihm wurde bei seinem Abschied aus dem aktiven Dienst am 14. März 1854 der Charakter als Generalfeldmarschall verliehen. Außerdem erhielt er eine jährliche Pension von 3000 Talern. König Friedrich Wilhelm IV. berief ihn ferner als Oberstkämmerer an dessen Hof.

Er ruht in der Grablege der Familie von Scharnhorst auf dem Invalidenfriedhof in Berlin.

Einführung in Leben und Werk

Kurze Einführung in Leben und Werk:[1]

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Familie

Dohna-Schlobitten heiratete am 10. November 1809 Julie von Scharnhorst (Lebensrune.png 28. Juli 1788 in Hannover; Todesrune.png 20. Februar 1827 in Düsseldorf). Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Friedrich Adalbert (Lebensrune.png 7. Juli 1811 in Berlin; Todesrune.png 7. Mai 1877), Geheimer Hofkammerrat ∞ 24. August 1865 Charlotte Wahl (Lebensrune.png 8. Februar 1834; Todesrune.png 16. Juli 1909)
  • Balduin Friedrich (Lebensrune.png 1. April 1813; Todesrune.png 22. Februar 1843), Regierungsassessor
  • Magdalene Juliana (Lebensrune.png 30. Januar 1817 in Danzig; Todesrune.png 2. Oktober 1894), Stiftsdame im Kloster Zum Heiligen Grabe bei Potsdam
  • Siegmar Friedrich (Lebensrune.png 29. Dezember 1818 in Bonn; Todesrune.png 21. Februar 1909), preußischer Generalleutnant
  • Clara Juliane (Lebensrune.png 29. Dezember 1818 in Bonn; Todesrune.png 15. September 1862) ∞ Rudolph von Chaumontet (Lebensrune.png 20. April 1815; Todesrune.png 21. April 1861), preußischer Oberst
  • Lothar Friedrich Helvetius (Lebensrune.png 11. Oktober 1824 in Düsseldorf; Todesrune.png 14. September 1906), preußischer Oberst

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Literatur

  • Mittheilungen aus dem Leben des Feldmarschalls Grafen Friedrich zu Dohna. Berlin, 1873

Verweise

Fußnoten

  1. Sprösser: „Deutschlands Heerführer (1640-1894) verewigt in den Namen der Regimenter und Bataillone des Deutschen Heeres“, 1895 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!