Knickmann, Heinrich August

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Heinz Knickmann (1894–1923)
Knickmanns Unterschrift
Als Obergruppenführer (Führer der Gruppe Niederrhein, Duisburg (1936))

Heinrich August „Heinz“ Knickmann (Lebensrune.png 25. September 1894 in Horstermark; Todesrune.png 5. August 1941 bei Sabolotje, Illmensee) war ein deutscher Politiker (NSDAP) und Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP.

Leben

Ausbildung

Heinz Knickmann wurde am 25. September 1894 in Horstermark bei Recklinghausen geboren. Er besuchte die Volksschule, das Gymnasium und die Unteroffizierschule in Weißenfels. Anschließend wurde er an der Unteroffiziervorschule in der Provinz Sachsen und an der Unteroffiziervorschule Weilburg im Oberlahnkreis ausgebildet. Später besuchte Knickmann die Verwaltungsakademie Recklinghausen.

Weimarer Republik

Er nahm vom ersten Tage am Ersten Weltkrieg teil, wurde zweimal verwundet und wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Leutnant befördert. Nach dem Kriege war er Mitglied von Selbstschutz- und Grenzschutzverbänden. So war er auch an der Niederkämpfung des Kommunistenaufstandes im Ruhrgebiet beteiligt.

Schon 1922 war er Mitglied der NSDAP und 1923 Organisator des aktiven Abwehrkampfes gegen die französisch-belgische Besatzungsarmee im Ruhrgebiet. In dieser Zeit stand er in engster Verbindung mit dem ehemaligen obersten SA-Führer von Pfeffer und dessen Bruder, die beide ebenfalls am Ruhrabwehrkampf beteiligt waren und zu den ersten Nationalsozialisten des Ruhrgebietes gehörten.

Am 21. Juni 1923 wurde bei Sickingsmühle an der Lippe Knickmanns Bruder Ludwig von den Belgiern erschossen, nachdem er eine Brücke der von Belgien militarisierten Nordbahn gesprengt hatte. Nach Beendigung des Abwehrkampfes wurde Heinz Knickmann bei der Reichswehr Organisationsoffizier beim Wehrkreiskommando VI. in Münster. Im Februar 1925 war er einer der ersten, die sich der NSDAP wieder anschlossen. Er tat in den verschiedensten Positionen, insbesondere als SA-Mann seine Pflicht. Beruflich war er als Kommunalbeamter in Gelsenkirchen-Buer tätig.

Am 15. August 1932 wurde Knickmann auf eigenen Wunsch aus der Reichswehr entlassen und mit der Führung der SA-Untergruppe Westfalen-Süd betraut und zum Oberführer befördert. Später wurde er auch Mitglied der Schutzstaffel (SS). Bei der Reichstagswahl vom Juli 1932 wurde er als Kandidat seiner Partei für den Wahlkreis 17 (Westfalen Nord) in den Reichstag gewählt, dem er zunächst bis zum November desselben Jahres angehörte.

Drittes Reich

Im Januar 1933 kehrte Knickmann im Nachrückverfahren für den ausgeschiedenen Alfred Meyer ins Parlament zurück, dem er fortan ohne Unterbrechungen bis zu seinem Tod im August 1941 als Abgeordneter für den Wahlkreis 18 (Westfalen Süd) angehörte. Am 1. Juli 1933 wurde er Führer der SA-Gruppe Niederrhein und im Oktober 1933 zum Gruppenführer befördert. Das wichtigste parlamentarische Ereignis, an dem Knickmann Teil hatte, war die Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes im März 1933. Im gleichen Jahr wurde er zum Polizeipräsidenten von Duisburg-Hamborn ernannt. Von 1937 bis 1941 führte Knickmann die SA-Gruppe Niederrhein. Mit der Infanterie rückte er 1939 ins Feld. Für seinen Einsatz in den Straßenkämpfen um das französische Soissons im Juni 1940 erhielt er die Spange zum E.K. II, das E.K. I und das Infanteriesturmabzeichen.

Knickmann fiel nach dem deutschen Präventivschlag auf die Sowjetunion als Hauptmann und Bataillonskommandeur bei Sabolotje, die Truppe zum Angriff führend.

Auszeichnungen

Verweis

Fußnoten

  1. Patzwall/Scherzer als „Heinrich-August“