Kolonialismus

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Kolonialismus ist ein meist abwertend verwendeter Begriff für die Kolonialzeit und wird in diesem negativen Sinne bezogen auf die Ausübung der Herrschaft in einem Land oder geographischen Gebiet – bzw. über dessen Bevölkerung – durch eine Elite, die aus einem anderen Land stammt. Andererseits steht im Zusammenhang der kolonialen Zeit auch die Erschließung der Rohstoffe des jeweils beherrschten Gebiets sowie der damit verbundene Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur.

Im auschließlich auf Unterdrückung bezogenen Sinne waren die römischen Expansionsfeldzüge ebenso Kolonialismus wie die arabischen Eroberungskriege der frühen mohammedanischen Zeit, die russische (später sowjetische) Expansion oder in heutiger Zeit die israelische Besetzung Palästinas. Jedoch unterschieden sich diese Herrschaftformen in ihren Extremen grundlegend bezüglich ihrer aufbauenden Leistungen, wie zum Beispiel die weit ausgreifenden diesbezüglichen Maßnahmen der Römer oder aber lediglich destruktiv-zerstörerische Methoden, wie zum Beispiel das Vorgehen Israels bzw. des Judentums in Palästina, welches im letzteren – also aufbauenden Sinne – keinerlei nennenswerte kolonisatorische Leistungen aufzuweisen vermag.

Dennoch wird der durch die Veröffentlichte Meinung geprägte und ethnomasochistisch-propagandistisch gefärbte Ausdruck Kolonialismus vor allem für die Ausbreitung der europäischen Mächte über die ganze Erde verwendet, die im sogenannten „Zeitalter des Imperialismus“ große Teile der Welt kolonisierten und überall dort, wo sie Erfolg hatten, Herrscher einsetzten, die aus dem Mutterland stammten. Von den Einheimischen dieser Länder wurde dies oft als Fremdherrschaft empfunden, und es kam auch – je nach der Politik der jeweiligen Kolonialmächte – zu Rebellionen oder Aufständen, die jedoch im Regelfall an der überlegenen organisatorischen Befähigung der nordisch geprägten Völker scheiterten. Die mit dem Ausdruck Kolonialismus belegte europäische Kolonialzeit endete in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg, als, im Zuge der selbstzerstörerischen Politik der europäischen „Siegerstaaten“ Großbritannien und Frankreich, mehr und mehr vormals kolonisierte Bevölkerungen zunehmend leicht ihre „Unabhängigkeit“ erlangen konnten.

Das Deutsche Reich hatte nur kurze Zeit (40 Jahre) wenige Kolonien, 1918 war seine Kolonialzeit zu Ende. Die Kolonien zogen aus der „deutschen Zeit“ überwiegend Vorteile.[1] Die Deutschen schufen eine erste moderne Infrastruktur (Elektrifizierung, Eisenbahn, Postnetz, Schulen, öffentliche Gebäude), die sie bei ihrem Abzug hätten abbauen können, von der die ehemaligen Kolonien aber noch heute profitieren.

Zitate

  • „Volker Seitz etwa hat darauf hingewiesen, daß am Ende der Kolonialzeit in einigen Ländern sogar bessere Verhältnisse herrschten als heute. Manche Kolonialmächte hinterließen gar eine gute physische Infrastruktur, eine geordnete Verwaltung, ein im Prinzip funktionierendes System politischer Institutionen. Einige Kolonien verfügten damals sogar über Auslandsguthaben und größere Prokopfeinkommen als etliche heutige EU-Länder! Nichts davon ist übrig.“BRD-Diplomat Dr. Guido Herz[2]

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Der deutsche Kolonialismus als Erfolgsgeschichte, Junge Freiheit, 12. Dezember 2019
  2. Junge Freiheit, 7/17, S. 3