Luckau

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Pfeil 1 start metapedia.png Für den gleichnamigen Ort in Ostpreußen, siehe Luckau (Ostpreußen).

Luckau

Wappen
Staat: Deutsches Reich
Gau: Mark Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Provinz: Brandenburg
Einwohner (31. Dez. 2010): 10.130
Bevölkerungsdichte: 49 Ew. p. km²
Fläche: 206,38 km²
Höhe: 65 m ü. NN
Postleitzahl: 15926
Telefon-Vorwahl: 03544, 035324 (Fürstlich Drehna)
Kfz-Kennzeichen: LDS
Koordinaten: 51° 51′ N, 13° 43′ O
Luckau befindet sich seit 1945 entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Brandenburg
Bürgermeister: Gerald Lehmann (parteilos)

Luckau ist eine deutsche Stadt der Lausitz in Brandenburg.

Lage

Luckau liegt an der Nordseite des Lausitzer Grenzwalles und wird von Berste und Wudritz durchflossen, die beide in die Spree entwässern.

Stadtgliederung

Zu Luckau gehören folgende Ortsteile sowie bewohnte Gemeindeteile:

  • Gießmannsdorf
  • Görlsdorf mit Frankendorf und Garrenchen
  • Karche-Zaacko mit Schollen
  • Kreblitz
  • Kümmritz
  • Paserin
  • Rüdingsdorf
  • Schlabendorf
  • Uckro
  • Wierigsdorf
  • Willmersdorf-Stöbritz
  • Wittmannsdorf
  • Terpt
  • Zieckau mit Caule
  • Zöllmersdorf mit Pelkwitz

Geschichte

Die älteste überlieferte Urkunde, die die Stadt Luckau erwähnt, stammt aus dem Jahre 1230. Im Jahre 1351 wurde der Luckauer Vertrag geschlossen. Als wohlhabende Stadt wurde sie 1492 zu einer der Hauptstädte der Niederlausitz.

Mit dem Prager Frieden von 1635 wurde der sächsische Kurfürst mit dem Markgraftum Niederlausitz belehnt, welches bis dahin unter böhmischer Lehnshoheit der Habsburger stand.

Im Dreißigjährigen Krieg bauten die Schweden die Stadt als Hauptstützpunkt aus; sie erlitt infolge der anschließenden Auseinandersetzungen starke Zerstörungen.

Am 4. Juni 1813 wurde während der Freiheitskriege im Gefecht bei Luckau der Vormarsch französischer Verbände auf Berlin durch die verbündeten russisch-preußischen Truppen vereitelt. Im Rahmen einer Truppeninspektion weilte Napoleon am 20. und 21. Juli 1813 in Luckau. Er bezog Quartier in der oberen Etage des Sommerhauses des Kaufmanns Vogt. Dieser Kaufmann war damals der reichste Mann der Stadt. Da es in dieser Julinacht sehr kalt war, ließ sich Napoleon eine kupferne Wärmflasche ans Bett bringen. Diese Wärmflasche ist heute noch im Niederlausitzmuseum Luckau zu besichtigen.

Durch Beschluß des Wiener Kongresses von 1815 wurde die Niederlausitz preußisch, das Markgraftum aufgelöst und das Gebiet der Niederlausitz und damit auch die Stadt Luckau der preußischen Provinz Brandenburg angeschlossen.

Von 1816 bis 1952 war die Stadt Verwaltungssitz des preußischen Landkreises Luckau und Anfang des 20. Jahrhunderts ein bekanntes Moorbad. Von 1952 bis 1993 war Luckau Kreissitz des Kreises Luckau.

1953 kam es am Bahnhof Uckro zu einem Zwischenfall der flüchtigen tschechischen Maschín-Brüder, die eine Großfahndung der Volkspolizei auslöste und mehrere Tote forderte.

2000 war Luckau Austragungsort der brandenburgischen Landesgartenschau. Unter anderem wurde ein neun Hektar großer Stadtpark angelegt.

Ehemaliges Kloster/Gefängnis

In der seit 1747 in einem ehemaligen Dominikanerkloster (1291 bis 1546) aus dem Mittelalter in der Nähe des Marktes untergebrachten Justizvollzugsanstalt Luckau waren unzählige Gefangene des Kommunismus inhaftiert.

Bekannte, in Luckau geborenen Personen