Ploetz, Alfred

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Alfred Ploetz (1860–1940)

Alfred Ploetz (Lebensrune.png 22. August 1860 in Swinemünde; Todesrune.png 20. März 1940 in Herrsching am Ammersee) war ein deutscher Mediziner und Vererbungsforscher.

Leben und Wirken

Ploetz war der Sohn eines Fabrikdirektors. Er gründete bereits mit 18 Jahren einen Schülergeheimbund, dem auch Carl und Gerhart Hauptmann angehörten und der sich der Rassenhygiene des deutschen Volkes verschrieb.

Er war Herausgeber des Archivs für Rassen- und Gesellschaftsbiologie. 1905 war er Mitbegründer der Gesellschaft für Rassenhygiene, schuf 1907 den Geheimbund Ring der Norda und 1910 den Geheimen Nordischen Ring.

Auf einem Eugenik-Kongreß in London rief er 1912 zur Erhaltung der nordischen Rasse auf, die er durch süd- und osteuropäische Völker bedroht sah.

Der damalige SPD-Reichstagabgeordnete Alfred Grotjahn wies stolz darauf hin, „daß die Bahnbrecher der Eugenik in Deutschland, Wilhelm Schallmayer und Alfred Ploetz, ihren Ausgangspunkt von der sozialistischen Gedankenwelt genommen haben“.

Ploetz sah im Kapitalismus den Wegbereiter für das Vordringen niedriger Gesinnung und eine Bevorteilung minderwertiger Erbanlagen.

Nach dem Wahlsieg der NSDAP wurde Ploetz Mitglied des Sachverständigenbeirates für Bevölkerungs- und Rassenpolitik beim Reichsinnenministerium. Am 9. Januar 1936 wurde Ploetz von Adolf Hitler für seine Verdienste um die deutsche Rassen– und Erbgesundheitspflege mit dem Professortitel ausgezeichnet und im norwegischen Storthing vom Führer der norwegischen Bauernpartei und dem Vorstenden des Militärausschusses für den Nobelpreis 1936 vorgeschlagen.[1]

1937 wurde Ploetz Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Rassenforschung.

Seine Erkenntnisse flossen in die gesetzgeberischen Maßnahmen des Dritten Reiches mit ein[2].

Schriften (Auswahl)

  • Die Vorgänge in den Froschhoden unter dem Einfluss der Jahreszeit: Vergleich von Rana temporaria und esculenta; Inaugural-Dissertation Zürich, Univ., Diss., 1890; Archiv für Anatomie und Physiologie, Suppl., 1890; Veit, Leipzig 1890
  • Die Tüchtigkeit unserer Rasse und der Schutz der Schwachen. Ein Versuch über Rassenhygiene und ihr Verhältnis zu den humanen Idealen, besonders zum Socialismus. Grundlinien einer Rassen-Hygiene, 1. Theil. Fischer, Berlin 1895; wieder BoD 2010 ISBN 1148798412
  • Ziele und Aufgaben der Rassenhygiene; Vieweg, Braunschweig 1911. Sonderdruck aus: Deutsche Vierteljahrsschrift für öffentliche Gesundheitspflege, Bd. 43, 1
  • Die Bedeutung der Frühehe für die Volkserneuerung nach dem Kriege; J. F. Lehmanns 1918, S. 77–87
  • Sozialanthropologie. Teubner, Leipzig 1923
  • Volksaufartung. Erbkunde. Eheberatung. 1930

Fußnoten