Reichsministerium des Auswärtigen

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Pfeil 1 start metapedia.png Dieser Artikel behandelt das Auswärtige Amt Deutschlands. Für das Auswärtige Amt der BRD siehe Auswärtiges Amt (BRD)
Das Dienstgebäude des Auswärtigen Amtes in der Wilhelmstraße in Berlin um 1935. Hier arbeitete das traditionsreichste deutsche Ministerium von der Gründung seiner preußischen Vorgängerinstitution 1807 (offiziell 1808) bis 1945.

Das Reichsministerium des Auswärtigen (Auswärtiges Amt) war die diplomatische und konsularische Vertretung des Deutschen Reiches.

Geschichte

Die Entstehung des Auswärtigen Amtes ist auf das durch Publikandum vom 16. Dezember 1808 und Verordnung vom 27. Oktober 1810 geschaffene selbständige „Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten“ Preußens im Deutschen Bund zurückzuführen. Vom Norddeutschen Bund („Auswärtiges Amt des Norddeutschen Bundes“) und dem Kaiserreich (als Reichsamt; ab 1870/1871 als „Auswärtiges Amt des Deutschen Reiches“) über die Weimarer Republik bis zum Dritten Reich vertrat es deutsche Interessen in aller Welt.

Zu Zeiten Otto von Bismarcks, des ersten Chefs, war das Auswärtige Amt lediglich in zwei Abteilungen gegliedert: in die Politische Abteilung und in eine zweite Abteilung für Bereiche wie Außenhandel und Rechts- und Konsularwesen.

Der Sitz

Das Reichsministerium des Auswärtigen befand sich in Berlin W 8, Reichshauptstadt, Wilhelmstraße 74–76.[1]

Die Minister

Bei der Machtübernahme bestätigte der Führer den Freiherrn von Neurath, der schon im Jahre 1932 in Genf beim Völkerbund wertvolle Vorarbeit geleistet hatte. Am 4. Februar 1938 löste von Ribbentrop ihn als Reichsminister des Auswärtigen ab.

Bedeutende Mitarbeiter in der Zeit des Nationalsozialismus waren unter anderem: Eberhard von Thadden, Georg Ferdinand Duckwitz, Hans-Heinrich Herwarth von Bittenfeld, Franz Rademacher, Fritz Kolbe, Hilger van Scherpenberg, Paul Karl Schmidt, Horst Wagner, Karl Klingenfuß, Kurt Georg Kiesinger, Otto Bräutigam und Friedrich Stieve.

Reichsminister des Auswärtigen von 1919 bis 1945

1919 wurde das Amt, das seine traditionelle Bezeichnung beibehielt, ein Reichsministerium (während Preußen seine auswärtigen Angelegenheiten fortan selbst regelte), und an seine Spitze trat ein auch dem Reichstag verantwortlicher „Reichsminister des Auswärtigen“. Ihm unterstand ein Staatssekretär als oberster Beamter des Ministeriums. Dieses Amt bekleidete kurzzeitig Hermann Müller, danach Edgar Haniel von Haimhausen, ab 1922 Ago von Maltzan, ab 1924 Carl von Schubert, von 1930 an Bernhard Wilhelm von Bülow.

Aufgabenbereiche

Das Reichsministerium des Auswärtigen bearbeitete die gesamten Auslandsbeziehungen, ihm unterstanden die Botschaften, Gesandtschaften und Konsulate des Deutschen Reiches.

Die Abteilungen

  • 1. Personal- und Haushaltsabteilung
  • 2. Politische Abteilung
  • 3. Wirtschaftspolitische Abteilung
  • 4. Rechtsabteilung
  • 5. Kulturpolitische Abteilung
  • 6. Nachrichten- und Presseabteilung
  • 7. Informationsabteilung
  • 8. Abt. Deutschland
  • (ohne No.) seit 3. Januar 1937: der Chef der Auslandsorganisation im Auswärtigen Amt

Quellentext

Artikel der Sigilla Veri zum Auswärtigen Amt zur Zeit der Weimarer Republik, Stand 1929:[2]

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

AA, Abkürzung für das Auswärtige Amt, Berlin, über dessen „Juden und Kynädenpolitik“ E. Witte, Berlin, im Mai 1914 einen sehr „Offenen“ Brief an Reichskanzler Bethmann-Hollweg richtete, der diesen Druck schleunigst konfiszierte.

Auf die Einflüsse im AA weist schon Adolf Stein in seinem Buch Wilhelm II. auf Seite 105 hin:[3]

„Nicht nur verschiedene höhere Offiziere in der preußischen und bayrischen Armee sind jüdischer Abkunft, sondern auch in unserer angeblich völlig „junkerhaften“ Diplomatie wimmelt es von güldenem Adel“.

Die Deutsche Zeitung schreibt am 13.2.1924:

„Darüber, wie weit unsere deutsche Politik unter der glorreichen neuen Herrschaft der Parteien jüdisch beeinflußt wird, gibt lehrreichen Aufschluß eine Betrachtung des Personalbestandes des Auswärtigen Amtes. Es findet sich dort ein Gesandter Landsberg, der an dem Königlichen Hof in Brüssel bisher beglaubigt, nunmehr an einen anderen Königshof nach Belgrad geschickt werden soll. Ferner sind jüdischer Abstammung der Gesandtschaftsrat Riesser in Riga, der Generalkonsul Schlesinger der russischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, der Konsul Schwarz und der Konsul Sobernheim in der Abteilung für jüdische Interessen, während in der Presseabteilung Kahn und Laue sich befinden. Ausgerechnet am päpstlichen Stuhl wirkt der Botschaftsrat Herr Mayer im Vatikan. Bei den Botschaften bzw. Gesandtschaften in Neuyork ist Bär, in Kopenhagen Rosen, dessen Mutter eine geborene Moscheles ist, ferner Leyden, der, wenn wir recht unterrichtet sind, erst unter der Regierung von Joseph Wirth getauft wurde. Bei der zionistischen Republik in Jerusalem vertritt ein Kalisch die deutsche Republik, dessen Abkunft aller Voraussicht nach schon seines Verwendungsortes wegen nicht arisch ist. Die Presse-Attaches bei den großen deutschen Vertretungen im Auslande dürften zu 75 v. H. gleichfalls jüdischer Abstammung sein, darunter befindet sich in Paris Herr Wertheimer. Noch bemerkenswerter ist jedoch, daß außer dem jüdischen auch anderer Einfluß in der auswärtigen politischen Führung des Reiches sich geltend macht, der wohl auf sozialdemokratische oder demokratische Einwirkung zurückzuführen sein dürfte. Es handelt sich um einige Herren des Auswärtigen Amtes, die die deutsche Reichsangehörigkeit erst neu erworben haben, z. B. Herr Brosch, Legationssekretär in Riga, der bis zum Februar 1923 noch tschechoslowakischer Staatsangehöriger war, ferner Herr Hahn, der bis vor kurzer Zeit noch Russe war, dessen Frau jedoch Jüdin sein soll. Ungeklärt ist die Staatsangehörigkeit des neuen Botschafters in Paris, Herrn Ried, sein Vater soll bis zur deutschen Okkupation noch Belgier gewesen und sein Vermögen stark an der belgischen Industrie interessiert sein. – Zusatz überflüssig!“

Die Statistik ist dabei noch nicht einmal erschöpfend.

Quelle: E. Ekkehard: Sigilla Veri, Band 1, U.-Bodung-Verlag, Erfurt, 1929, Seite 126–127


Siehe auch

Literatur

Verweise

Diffamierungsversuche durch die BRD

Fußnoten

  1. Auswaertiges-amt.de, zuletzt abgerufen am 6. Mai 2013
  2. E. Ekkehard: Sigilla Veri, Band 1, U.-Bodung-Verlag, Erfurt, 1929, Seite 126–127
  3. Adolf Stein: Wilhelm II., Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig, 1909