Leutnant

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Leutnant (abgekürzt Lt) ist ein militärischer Dienstgrad und bildet bei der Bundeswehr dabei den niedrigsten Offiziersdienstgrad. Das Wort Leutnant kam in der beginnenden Neuzeit aus Frankreich und verdrängte die deutsche Bezeichnung Statthalter, was eine wörtliche Übersetzung des französischen Lieu-tenants darstellt. Im Mittelalter wählte jeder Hauptmann eines Fähnleins (Unterformation eines Landsknechtsregiments. Jedes Fähnlein bestand aus mehreren Rotten.) einen „Lokotenenten“ bzw. „Leutinger“ als seinen Stellvertreter. In diesem Sinne wird das Wort Leutnant auch im Deutschen verwendet.

Erläuterung

Preußische Armee

U. a. bei der Preußischen Armee hieß der Leutnant bis zum 1. Januar 1899 noch Secondeleutnant/Seconde-Leutnant (Seconde-Lieutenant) und der Oberleutnant dafür Premierleutnant/Premier-Leutnant (Premier-Lieutenant) .

Deutsches Heer, Reichswehr und Wehrmacht

In Deutsches Heer, Reichswehr und Wehrmacht war der Leutnant, bzw. in der Kaiserlichen Marine, Reichsmarine und Kriegsmarine der Leutnant zur See (bis 17./18. April 1899 noch Unterleutnant zur See), der niedrigste Offiziersrang der Dienstgradgruppe der Leutnante.

Im NS-Ranggefüge entsprach dieser Dienstgrad dem SS-Untersturmführer oder SA-Sturmführer. Auch NSKK, NSFK und weitere paramilitärische Organisationen führten gleichwertige Dienstgrade.

Weitere

Bei Streitkräften, die einen Unterleutnant kennen, bildet der Leutnant den zweitniedrigsten Rang, dies galt auch für die Nationale Volksarmee. So gab es bei der Sächsischen Armee den Feldwebelleutnant als niedrigster Offiziersrang. Allerdings gab es auch bei verschiedenen Heeren den Unterleutnant oder Vizeleutnant als Offiziersstellvertreter und somit den Rang des höchsten Unteroffiziers, ohne zum aktiven Offizierskorps zu gehören.

Zitate

  • „O du Leutnantszeit, mit deiner fröhlichen Frische, mit deiner Schneidigkeit, mit den vielen herzlichen Freunden und Kameraden, mit allen deinen Rosentagen,[1] mit deinen bis aufs schärfste herangenommenen Pflichtgefühl, mit deiner strengen Selbstzucht!“Detlev von Liliencron

Fußnoten

  1. Rosentage sind nach Jacob Grimm und Wilhelm Grimm die Tage der Jugend, der Blütezeit des Lebens: O denk zurük nach deinen Rosentagen. (Schiller); Rosentage können aber auch angenehme Tage der liebe sein.