Stein, Franz

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Pfeil 1 start metapedia.png Dieser Artikel befaßt sich mit den Politiker Franz Stein, wenn Sie den Schauspieler meinen, siehe Franz Stein (1880).
Franz Stein (1869–1943

Franz Stein (geb. 1. Juni 1869 in Wien; gest. 21. Juli 1943 ebenda) war ein deutscher Politiker aus Österreich und kämpfte für die nationale Vereinigung von Österreich an Deutschland.

Leben

Jugend

Franz Stein wurde am 1. Juni 1869 in Wien geboren. Sein Vater war Fabrikarbeiter und stammte aus Preußisch-Schlesien, seine Mutter aus dem nordwestlichen Teil des Waldviertels. Seine Jugendjahre erlebte Franz Stein in der damaligen Wiener Vorstadt Landstraße, wo er auch die Volksschule besuchte. Anschließend absolvierte er bei der Fa. Starke & Kammerer seine Lehrzeit als Feinmechaniker.

politische Laufbahn

Seine Lehrherren waren Anhänger der deutschnationalen Bewegung Georg von Schönerers. Mit 19 Jahren gelangte Stein durch einen Arbeitskameraden in eine Versammlung Schönerers in den Wiener Sofiensälen, wo dieser eine Rede über die „Verderbtheit der jüdischen Presse“ hielt. Ab diesem Zeitpunkt verschrieb sich Stein der deutschnationalen Sache Schönerers und sollte diesem schließlich die Treue bis über den Tod hinaus halten. Zwei Jahre später am 6. Juli 1890 wurde Stein nach Schloß Rosenau eingeladen und von Schönerer damit beauftragt, einen antimarxistischen deutschvölkischen Arbeiterverein, den Deutschen Arbeiterverband des Germanenbundes zu gründen. 1893 veröffentlichte er die Broschüre „Schönerer und die Arbeiterfrage“, 1895 folgte die Gründung des Zeitung „Der Hammer — Zeitschrift für soziale Reform und alldeutsche Politik“, die sich hauptsächlich gegen die Ausbeutung durch Kapitalisten wandte und gleichzeitig einen scharfen Kampf gegen die marxistischen Parteien führte. 1897 nahm Schönerer Stein mit in seinen Wahlkreis nach Eger/Nordböhmen, wo er Herausgeber der „Egerer Neuesten Nachrichten“ wurde. Stein entfaltete eine rege Tätigkeit, um den deutschen Arbeiter in Nordböhmen zu gewinnen. 1899 wurden er und 25 Mitkämpfer in den böhmischen Landtag gewählt, 1901 in den Reichsrat. Im Reichsrat lieferte er sich hitzige Rededuelle mit den Tschechen und Sozis, die oftmals in Tumulten ausarteten. Im August 1901 gründete er in Eger das „Deutsche Arbeiteramt“, welches die eigenen Volksgenossen gewerkschaftlich organisierte, sowie Beteiligung bei der Lohnbildung und Stellenvermittlung betrieb. Trotz der Erfolge zerfiel Steins Arbeiterbewegung 1899 durch parteiinternen Hader in der Alldeutschen Bewegung und deren Spaltung. Trotzdem war sein Wirken nicht vergeblich, denn der Geist wirkte fort und wurde 1903 in der „Deutschen Arbeiterpartei“ wieder belebt, die sich schließlich 1918 in „Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei“ umbenannte, um den sudetendeutschen Abwehrkampf gegen die Tschechenherrschaft aufzunehmen.

Im selben Jahr zog Stein wieder nach Wien, wo er als Redner gegen die Friedensdiktate von St. Germain und Versailles auftrat und für den Anschluß and Deutschland warb.

In den Jahren 1918-1921 kam Stein Schönerer auch persönlich immer Näher und war fast ständig auf Schloß Rosenau. Am 1. April 1921 vertrat er Schönerer bei der Enthüllung des Bismarckdenkmals in Aumühle im Sachsenwald und nur ein Jahr später leitete er die Überführung der sterblichen Reste Schönercrs auf den Waldfriedhof des selben Ortes durch. 1921 Gründete er den Verein „Die letzten der Schönerianer“.

Sein Werben für den Anschluß brachte ihn ab 1933 zunehmend in Konflikt mit der faschistischen Dollfußdiktatur. Seine Zeitung „Der Hammer“ wurde beschlagnahmt und schließlich verboten. Er selber lebte nun völlig verarmt und betätigungslos in Wien. 1938 wurde Steins Anschlußtraum Wirklichkeit und er stellte sich sofort als Werberedner für die Volksabstimmung zur Verfügung. Auf Einladung des deutschen Reichskanzlers durfte er einen vierwöchigen Erholungsurlaub in Deutschland genießen und ab dem 1. Juni 1939 erhielt er einen monatlichen Ehrensold von 300 Reichsmark. Zu Schönerers 100. Geburtstag im Jahre 1942 trat er als Festredner auf und organisierte die Schönerer-Ausstellung in Wien. Im Alter von 69 Jahren verstarb Franz Stein am 21. Juli 1943 und wurde in einem Ehrengrab auf dem Friedhof Wien/Hietzing zur letzten Ruhe gelegt. An seinem Begräbnis nahm u.a. auch der Reichsstatthalter von Wien teil und Adolf Hitler sandte als letzten Gruß einen Kranz aus Eichenlaub.

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