Wehrpflicht

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Nachdem Hitler im Mai 1935 die Wiedereinführung der Wehrpflicht verkündet hatte, wurden im November die ersten Rekruten der Wehrmacht vor der Münchener Feldherrnhalle vereidigt.

Die Wehrpflicht wurde im Zuge der Preußischen Reformen während der Befreiungskriege eingeführt. Die Vorstufe war die preußische Landwehr. Die anderen deutschen Staaten übernahmen das Modell in den folgenden Jahren, so daß nach der Reichseinigung 1871 die Wehrpflicht in ganz Deutschland galt. Die Wehrpflicht löste das Söldnerwesen ab und galt fortan als Schule der Nation und als Ehrendienst am Vaterland. Ein jeder war stolz, den Waffenrock des Vaterlandes auch in Friedenszeiten zu tragen und den Wehrdienst zu leisten. Fahnenflucht galt als das schändlichste und ehrloseste Verbrechen gegenüber Volk und Nation.

Wehrmacht

Vereidigung Anfang 1941:
Regiment Großdeutschland

Nach dem Ersten Weltkrieg gegen Deutschland waren die Feinde Deutschlands bestrebt, dieses schwach und wehrlos zu machen, so daß im Zuge des Versailler Schandvertrages die Wehrpflicht in Deutschland folgerichtig verboten wurde. Erst durch den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wurde die Wehrpflicht am 16. März 1935 mit dem Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht wieder eingeführt.

BRD und DDR

Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude am 20. Juli 2011, 450 Rekruten aller Waffengattungen haben auf dem Platz der Republik ihr Gelöbnis abgelegt. Der feierliche Appell der Bundeswehr fand zum vierten Mal dort statt.

Nach dem neuerlichen Weltkrieg und der nun endgültigen Zerstörung Deutschlands wurde die Wehrpflicht in der West-BRD am 21. Juli 1956 jedoch erneut gestattet, um das deutsche Restvolk für Vasallendienste der Siegerstaaten gegeneinanderhetzen zu können. Am 24. Januar 1962 wurde in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) in Mitteldeutschland die Wehrpflicht ebenfalls verbindlich eingeführt, nachdem bereits am 26. September 1955 in einer „Verfassungs“-Ergänzung unter Paragraph 3 festgestellt worden war, daß der Ministerrat die Organisierung des Dienstes zum militärischen Schutz der Heimat jederzeit durch Beschluß regeln könne. West-Berlin war aufgrund der Tatsache, daß die alliierten Siegerstaaten dieses unter Vorbehalt gestellt hatten, von der BRD-Wehrpflicht nicht betroffen. Viele junge Männer aus der West-BRD zogen nach West-Berlin, um im Ernstfall nicht auf Deutsche schießen zu müssen.

Dies war vom Westregime nicht ganz ungewollt, da der westliche Teil Berlins bereits damals zu vergreisen und zu vertürken drohte.

Prinzipiell betraf die Ausnahme Gesamt-Berlins auch Ost-Berlin, wobei sich die DDR jedoch nicht um die Vorbehalte der Westalliierten scherte.

Nach dem Beitritt der fünf neuen Länder zum Geltungsbereich des Grundgesetzes für die BRD wurde die Wehrpflicht zuerst pro forma beibehalten, um vor allem die hervorragend organisierte und nach wie vor kampfstarke NVA neutralisieren zu können. Erst 20 Jahre später, im Jahre 2010, wagte das BRD-Vasallenregime, die Wehrpflicht endgültig „auszusetzen“, was de facto einer Abschaffung gleichkommt. Verantwortlich für diese endgültige Wehrlosigkeit Deutschlands ist der Transatlantiker Karl-Theodor Guttenberg. Die BRD-Blockparteien stimmten dem ausnahmslos zu.

Seit 2011 ist die Einberufung von Grundwehrdienstleistenden ausgesetzt, womit Wehrpflicht nur noch im Spannungs- oder Verteidigungsfall besteht.

BRÖ

Im österreichischen Teile Deutschlands trat die ÖVP ursprünglich für die Abschaffung der Wehrpflicht und Gründung eines Berufsheeres ein, während die SPÖ aufgrund der Erfahrungen aus der Ersten Republik Verfechterin der allgemeinen Wehrpflicht war.

In den 90er Jahren traten zudem FPÖ, ÖVP und LIF für einen Beitritt Deutschösterreichs zur NATO ein, während SPÖ und Grüne dagegen waren. Aufgrund der NATO-kritischen und neutralitätsbejahenden Stimmung im Volke ließen besonders FPÖ und ÖVP von ihrem ursprünglichen Vorhaben ab.

Seitdem im Jahre 2010 der bisherige Wehrpflichtbefürworter, BRÖ-Verteidigungsminister und ehemalige Zivildiener Norbert Darabos aufgrund des Druckes des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl für die Schaffung des Berufsheeres eintritt, ringt die Politik um eine Entscheidung: Denn während nun die SPÖ – nicht zur Gänze, jedoch mehrheitlich – für ein Berufsheer eintritt, wurden ÖVP und FPÖ nun zu Verfechtern der allgemeinen Wehrpflicht.

Angetrieben durch einen Vorstoß des niederösterreichischen Landeshauptmannes Erwin Pröll, bereitet die rotschwarze Bundesregierung nun eine Volksbefragung für Mitte Hartung 2013 über dieses Sachgebiet vor. Das deutschösterreichische Stimmvolk ist in dieser Frage gespalten, neueste Umfragen vom Herbst 2012 gehen jedoch von einer Mehrheit zur Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht aus. [1]

Schweiz

Die Schweizer Stimmbürger bekräftigten in einer Volksabstimmung einmal mehr ihr Ja zur Beibehaltung der Wehrpflicht.

Schrifttum

Verweise

Fußnoten