Reichsgau Wartheland
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Der Reichsgau Wartheland ist zum großen Teil das deutsche Gebiet der Provinz Posen, das im Zuge des sogenannten Versailler Vertrages dem Deutschen Reiche entrissen und wider allen Rechts Polen zugeschlagen wurde. Hinzugefügte geringe polnische Gebietsanteile dienten ausschließlich der Abrundung der Reichsgrenzen als Schutz gegen das Eindringen äußerer Feinde. Diese Grenze orientierte sich in erster Linie am natürlichen Verlauf von Flüssen und kann wohl kaum im Sinne eines Expansionsdranges nach Osten hin gewertet werden, zumal der Grenzverlauf Kongreßpolens weitgehend unangetastet blieb.
In den Warthegau wurden, zusätzlich zu den dort ansässigen Deutschen, welche von Polen nach dem Ersten Weltkrieg nicht vertrieben worden waren, die in alle Welt verstreuten deutschen Siedler im Zuge der Aktion Lebensraum im Osten zurückgesiedelt, um ein Großdeutsches Reich im Rahmen seiner völkerrechtsverbindlichen Grenzen wiederherzustellen. Die Rücksiedlung erfolgte unter dem Motto Heim ins Reich.
Diese Rücksiedlung der Deutschen aus dem Osten widerspricht allen im Sinne der derzeitigen politischen Korrektheit und der Umerziehung postulierten angeblichen weitergehenden absurden deutschen Annexionsplänen.
Der deutsche Widerstand, der ein Deutschland ohne den Nationalsozialismus wollte, sah im Falle eines erfolgreichen Staatsstreiches vor, den Warthegau aufzulösen und die deutsch-polnische Grenze wieder auf den Stand von 1916 festzulegen. Die Bezeichnung Wartheland wäre dennoch weitergeführt worden, jedoch für das Gebiet der früheren preußischen Provinz Posen, die den Großteil des Warthegaus ausmachte. Für die Alliierten stand jedoch längst fest, daß Deutschland dieses Gebiet wiederum entrissen werden sollte.
Reichsgau Wartheland und Generalgouvernement |
Verwaltungskarte Reichsgau Wartheland und Westpreußen |
