Brändle, Kurt

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Kurt Werner Brändle

Kurt Werner Brändle (Lebensrune.png 19. Januar 1912 in Ludwigsburg; Todesrune.png gefallen 3. November 1943 über oder in der Nordsee westlich Amsterdam) war ein deutscher Offizier der Wehrmacht, er war zuletzt Major der Luftwaffe, Jagdflieger und Eichenlaubträger des Zweiten Weltkrieges. Das Flieger-As errang 180 bestätigte Luftsiege (ca. 20 an der Westfront) bei über 700 Feindflügen.

Werdegang

Eichenlaubträger Kurt Brändle im freundschaftlichen Gespräch mit Walther Dahl (links außerhalb des Bildausschnitts)
Werner Lucas (links), Dietrich Adolf Hrabak, Kurt Brändle und ganz rechts Wolfgang Ewald

Der Württemberger Kurt Werner Brändle (nach vereinzelter Quellen Werner Kurt) trat der Luftwaffe 1937 bei, wurde zuerst als Flugzeugführer, dann als Jagdflieger ausgebildet, wurde am 1. Juni 1938 zum Leutnant der Reserve befördert und der II. Gruppe/Jagdgeschwader 53 zugeteilt.

Zweiter Weltkrieg

Er flog gegen die Royal Air Force an der Westfront, am 13. Mai 1940 errang er in der 4. Staffel/JG 53 seinen ersten Luftsieg im Westfeldzug gegen eine Morane-Saulnier MS.406 der französischen Luftwaffe, viele sollten folgen. Am 26. Mai 1940 wurde er schwer verwundet, als seine Bf 109 E-3 auf dem Flugplatz Charleville mit einer Do 17 zusammenprallte. Nach seiner Genesung wurde er in die 5. Staffel/JG 53 versetzt, deren Staffelkapitän er später wurde.

Am 1. März 1942 wurde er zum Hauptmann befördert und am 15. April 1942 zum Kommandeur der II. Gruppe/Jagdgeschwader 3 ernannt, dem er nun angehörte. Im November 1942 meldetete er sich freiwillig zum Dienst in der Platzschutzstaffel „Pitomnik“ während der Schlacht um Stalingrad. Am 1. März 1943 wurde Brändle dann zum Major befördert.

Der letzte Feindflug

Der 3. November 1943 war ein schwerer Tag für die II. Gruppe/JG 3, die seit kurzem an der Westfront der Reichsluftverteidigung unterstellt war. Kurz vor Mittag mußte die Gruppe Terrorflieger der USAAF abfangen, die 8. VS-amerikanische Luftflotte hatte 438 B-17 und 117 B-24 nach Wilhelmshaven geschickt, begleitet von 333 P-47 45 P-38 als Jagdschutz. Eine unvorstellbare Masse, die auch kaum auf Widerstand stieß. Nichtsdestoweniger griff Brändles Gruppe in seinem Sektor an. Brändle selbst schoß zwei P-47 ab, allerdings vermochte die Übermacht der VS-Amerikaner viel Schaden anzurichten. Deutsche Jagdgruppen konnten insgesamt sieben Bomber aus dem Pulk herausschießen, 47 beschädigen und sieben feindliche Jäger besiegen, die eigenen Verluste waren hoch, 14 Jagdflugzeuge wurden abgeschossen und fünf beschädigt, am meisten schmerzte die Tatsache, daß der Bombenabgriff erfolgreich verlief.

Müde und ausgezehrt kehrte Brändles Gruppe zum Flughafen Amsterdam Schiphol zurück, kaum waren die Flieger aufgetankt und aufmunitioniert wurde am Nachmittag der Flugplatz angegriffen: Ziel der 322., 323., 386. und 387. Bombergruppe der Royal Air Force jeweils mit 18 B-26 war der Fuhrpark und die Mannschaftsbarracken an der südöstlichen Ecke des Flughafens von Amsterdam. Die deutsche Flak arbeitete gut an diesem Tag, noch vor Ankunft hatte alleine die 386. Bombergruppe 12 aus 18 Flugzeuge mit Schäden zu verbuchen. Um 15.52 Uhr ließen sie jedoch ihre 72 1.000-kg-Bomben fallen. Brändle und seine Gruppe waren zu diesem Zeitpunkt schon wieder in ihren Führerkanzeln, gleich beim ersten Flakkontakt wurde Alarm gegeben. Insgesamt sollen über 20 deutsche Jäger den Eindringling verfolgt haben, um die 72 B-26 doch noch einzufangen. Aber vor der Nordseeküste wartete schon der Feind. Eine Masse an Supermarine Spitfire flog Jagdschutz, und die wenigen deutschen Abfangjäger (Bf 109 und Fw 190) gerieten von den Bordkanonen und den Spitfiren von allen Seiten unter Beschuß. An diesem Tag verlor die deutsche Luftwaffe bei diesem Feindflug neuen Flugzeuge, alleine die II. Gruppe/JG 3 fünf Jagdflugzeuge: Zwei deutsche Bf 109 schlugen bei Zandvoort auf, beide Flugzeugführer tot; drei wurden über die Nordsee abgeschossen, zwei Flugzeugführer sprangen mit dem Fallschirm ab, eine dritter schlug mit seiner Maschine auf der eiskalten See auf. Alle gelten inzwischen als gefallen.

Fliegertod

Brändle, in seiner Bf 109 G-6, galt mit seinen Kameraden seit dem 3. November 1943 zuerst als vermißt, am 17. Januar 1944 jedoch wurde sein Leichnam an Land geschwemmt und brachte Gewißheit: Er fiel für Deutschland. Gruppenkommandeur Major Kurt Brändle ruht auf der Kriegsgräberstätte Ysselsteyn; Endgrablage: Block CW, Reihe 1, Grab 25.

Auszeichnungen (Auszug)

Bildergalerie