Dahrendorf, Ralf

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Ralf Dahrendorf, Baron Dahrendorf (Lebensrune.png 1. Mai 1929 in Hamburg; Todesrune.png 17. Juni 2009 in Köln), war ein deutsch-britischer Soziologe, Politiker und Publizist. Er war Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB), parlamentarischer Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Mitglied der Europäischen Kommission, Direktor der London School of Economics and Political Science, Mitbegründer der Universität Konstanz und Mitglied des britischen House of Lords. Er war Teilnehmer der Bilderbergerkonferenzen 1969, 1977 und 1985.[1]

Dahrendorf rief 1980 „das Ende des sozialdemokratischen Jahrhunderts“ aus. Tatsächlich hatte 1979 mit der „Ära Thatcher“ die neoliberale Mikroepoche der europäischen politischen Geschichte begonnen. Aber weder war damit ein Ende des dirigistisch-entmündigenden Neo-Sozialismus eingeleitet, noch auch haben die Erwartungen Dahrendorfs, mit jenem apostrophierten „Ende“ würden erneuernde Impulse (im Sinne einer Genesung) bevorstehen, sich bestätigt. Tatsächlich sind stattdessen die irrwitzigsten Anmaßungen der Plutokratie – und einer geradewegs nihilistisch agierenden Finanzwirtschaft – nur desto widerstandsloser auch von Sozialdemokraten in gültige Gesetzgebung überführt worden.

Heute wird niemand mehr gefragt: „Wollt ihr die totale Flexibilisierung?“ Das Blockparteiensystem der BRD fegt einfach ungefragt alle Merkmale und Elemente von Staatlichkeit aus dem Verwaltungskonstrukt BRD hinaus, tauscht brutal die alteingesessene Bevölkerung aus (→ Volkstod), erstickt jede Widerrede (→ Lügenpresse), verpfändet das gesamte deutsche Volkseigentum an eine anonyme ESM-Bank (die euphemistisch „Rettungsschirm“ genannt wird) und unterwirft sich charakterlos und feige den Befehlen aus Brüssel (→ EUdSSR), Washington und Neuyork (→ Wall Street, NWO). Eine in ausländische Strukturen „integrierte“ Bundeswehr, kämpft für deutschfeindliche Interessen auf anderen Kontinenten und ein totalitäres Bargeldverbot steht kurz vor der gesetzlichen Einführung.

Diese Bilanz ist erstaunlich: Ein politischer Denker wie Dahrendorf hat mit Entschiedenheit alle Randbedingungen und Grundentscheidungen jener verhängnisvollen Fehlentwicklungen als „liberal“ gefördert und gerechtfertigt. Er war ein lebendes Beispiel dafür, daß professorale Biederkeit, Fleiß und hohe Intelligenz durchaus einhergehen kann mit völliger Verblendung, tragischen Fehleinschätzungen und blankem Irrsinn.

Siehe auch

Literatur

Verweis

Fußnoten