Feder, Gottfried

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Dipl. Ing. Gottfried Feder (1930)

Gottfried Feder (Lebensrune.png 27. Januar 1883 in Würzburg; Todesrune.png 24. September 1941 in Murnau) war ein deutscher Diplom-Ingenieur, Wirtschaftstheoretiker und Politiker der DAP und NSDAP.

Leben

Gottfried Feder war einer der ersten Kämpfer aus der Frühzeit der nationalsozialistischen Bewegung und eine der charakteristischen Persönlichkeiten aus Hitlers Alter Garde.

Feder wurde am 27. Januar 1883 in Würzburg geboren, studierte in München, Charlottenburg und Zürich das Baufach, ab 1905 war er als Diplomingenieur in der Eisenbetonbranche tätig, von 1908 an arbeitete er viel im Ausland. Feder beschäftigte sich schon früh mit Wirtschaftsfragen.

Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches 1919 trat Feder durch einige Kampfschriften hervor, bei denen er als Wirtschaftler auf den engen Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Politik verwies und das Kernproblem in dem „Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft“ berührte. Feder gründete 1918 den „Deutschen Kampfbund zur Brechung der Zinsknechtschaft“ und wurde unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg in Bayern als Hauptpropagandist für die Abschaffung des Zinses bekannt. Feder war es, der die „Brechung der Zinsknechtschaft des internationalen Kapitals“ zu einem der wirtschaftlichen Hauptpunkte des ursprünglichen 25-Punkte-Parteiprogramms machte, das er zusammen mit Anton Drexler, Dietrich Eckart und Adolf Hitler entwarf.

Feder machte die Hochfinanz für die Inflation und das wirtschaftliche Chaos im Nachkriegsdeutschland verantwortlich, das zum Sklaven des internationalen Börsenschiebertums geworden sei. Seine Reden waren voller Angriffe auf Industrielle und Bankiers, untermischt mit rhetorischen Seitenhieben antijudaistischer Art sowie mit Anprangerungen des Versailler Diktates, der Weimarer Republik und des Reichstages. Feder war eines der führenden Mitglieder der Deutschen Arbeiterpartei von 1919, aus der die NSDAP hervorging, und sein eklektischer Sozialismus machte tiefen Eindruck auf Hitler, der Feder als bedeutenden Kenner in Wirtschaftsfragen betrachtete und sich von ihm leiten ließ.

Als Herausgeber der Nationalsozialistischen Bibliothek und anderer NS-Publikationen war Feder in den zwanziger Jahren einer der führenden Ideologen des Nationalsozialismus und Wortführer des eher volksnahen, anti-intellektuellen Flügels der Partei. 1924 wurde er als Abgeordneter Ostpreußens in den Reichstag gewählt und trat ebenso für die Enteignung jüdischen Besitzes und des unprofitablen Großgrundbesitzes wie auch für ein Einfrieren der Zinssätze ein. Seine quasi-sozialistischen Ideen verkündete Feder in einer Reihe von Schriften.

Nach der Machtübernahme der NSDAP wurde er im Juni 1933 zum Staatssekretär im Reichsministerium für Wirtschaft ernannt. In dieser Zeit publizierte er das Buch „Kampf gegen die Hochfinanz“, das eine Sammlung seiner Veröffentlichungen und Reden enthält, sowie die Schrift „Die Juden“ (1933). Von März bis Dezember 1934 war Feder außerdem Reichskommissar für das Siedlungswesen; im Dezember 1934 wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Im November 1934 wurde Feder zum Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Berlin ernannt, 1936 folgte die Ernennung zum beamteten außerordentlichen Professor an der Fakultät für Bauwesen der TH Berlin.[1] Daneben war er Mitglied der von Hans Frank gegründeten Akademie für Deutsches Recht.

Feder hielt am 30. Mai 1934 als Reichssiedlungskommissar und Staatssekretär auf einer Kundgebung im Preußischen Herrenhaus einen Vortrag über Grundlagen und Zielsetzungen für die Neuerung des deutschen Lebensraumes. Seine Vorstellungen konnte er dann als Professor der Technischen Hochschule Berlin und Leiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumordnung weiterentwickeln, seiner Meinung nach Grundlagen für die Raumordnung und Landesplanung Deutschlands. Diese Ergebnisse sind in seinem umfangreichen Buch „Die Neue Stadt“, das 1939 veröffentlicht wurde, niedergeschrieben. Darüber hinaus sind Vorschläge für Stadtgründungen und umfangreiches Zahlenmaterial über Strukturdaten für neue Städte enthalten. Er hat seiner Meinung nach zur städtebaulichen Theorienbildung beigetragen, indem er gegen das „seelenlose Schachbrettsystem der amerikanischen Riesenstädte“ und die „planlosen Stadterweiterungen der liberalen Epoche“ eine Anpassung an landschaftliche Gegebenheiten mit organischen Siedlungen von jeweils 20.000 Einwohnern in den Vordergrund stellte.

Bewertungen

„Der Verdienst Feders beruhte in meinen Augen darin, mit rücksichtslosester Brutalität den ebenso spekulativen wie volkswirtschaftsschädlichen Charakter des Börsen- und Leihkapitals festgelegt, seine urewige Voraussetzung des Zinses aber bloßgelegt zu haben. Seine Ausführungen waren in allen grundsätzlichen Fragen so richtig, daß die Kritiker derselben von vornherein weniger die theoretische Richtigkeit der Idee bestritten, als vielmehr die praktische Möglichkeit ihrer Durchführung anzweifelten. Allein, was so in den Augen anderer eine Schwäche der Federschen Darlegungen war, bildete in den meinen ihre Stärke.“
„Eines Mannes muß aber hier unbedingt gedacht werden, der, im Besitze der jüdischen Geheimprotokolle, aus ihnen genugsam viel herauszulesen wußte, den Weg der Erneuerung tapferen und entschlossenen Mutes einzuschlagen und seinem deutschen Volke zu zeigen: Gottfried Feder, Verfasser der Schriften: ‚Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft des Geldes‘, 1920, ‚Der Staatsbankerott – Die Rettung‘, 1921, ‚Der kommende Steuerstreik‘, 1921, und endlich ‚Der Nationalsozialistische Staat‘, 1923. Abermals ist es bezeichnend, daß eben ein Mann der Rechnungsgewohnheit, ein Ingenieur, kommen mußte, um diese dem Arier so fernliegenden Gebiete selbstherrlichen Geistes zu durchforschen; und abermals wäre dies nicht gewesen, wenn nicht, wie in Wien der Zwang der Beratungen, so hier das Vorhandensein und Aufsehen der neuerschienenen Protokolle die Gleichgültigkeit verscheucht, die Denkkraft auferweckt hätte! Daß dieses Buch aus der wirtschaftlichen Verschlafenheit nur diesen Mann und eine tapfere Schar von Anhängern erweckte, die in einem Vereine ‚Zur Brechung der Zinsknechtschaft, München‘ zusammentraten, ist befremdlich genug! Freuen wir uns aber an dieses Einen Unermüdlichkeit, sowie an Bernhard Köhler, seinem Mitstreiter, der in der bereits erwähnten, leider nach zehn Nummern eingegangenen Zeitschrift ‚Von Geld- und Finanzsachen‘ den unentwegten Kampf wider den Weltvampyr und für eine neue, arische Wirtschaftsordnung mit Liebe, Fleiß, Ausdauer und heller Begabung geführt hatte. Daß diese Wenigen, nicht anders als 30 Jahre früher die beiden in Wien, dem ingrimmigsten Vernichtungsgelüste anheimfielen, darf uns nicht wundernehmen, und wenn sie heute noch leben, so ohnehin nur in Abhängigkeit und wirtschaftlicher Ohnmacht, welchen beiden Faktoren die neunmal Weisen ja immer blindlings vertrauen, wenn im arischen Lager ein erstes Aufflammen des fassenden Geistes auszubrechen droht...
Gestehen wir es ganz ehrlich: auch bei uns genügte die furchtbare Not der Zeit allein nicht, uns aus der Passivität und der Unfähigkeit, selber zu denken, zu befreien; ja, nicht einmal das Buch, dessen Weisheitssätze ja die Grundlage zu allen unseren Ermahnungen in ‚Deutscher Geist oder – Judentum‘ bildeten, hätte jenes geheimnisvolle Aufblitzen tiefster Erkenntnis gebracht, das nur verglichen werden kann mit dem Sehendwerden des eben noch Blinden oder aber mit dem plötzlichen Aufreißen eines Vorhanges vor noch nie gesehenen Dingen! Dies aber geschah uns erst durch Gottfried Feders persönlichen Vortrag in Wien, welcher uns gleichzeitig die letzte Einsicht in die – Unfähigkeit des Durchschnittsariers bot, wirtschaftlich-zahlenhaftem Denken mit voller Aufmerksamkeit und Aktivität des Geistes zu folgen.
Denn seltsam – in dem Augenblicke, wo Feder das unentbehrliche und exakt-überzeugende Ziffernmaterial vorzubringen wußte, war eine Zerstreutheit, ein Nachlassen der Aufmerksamkeit, ja geradezu eine seltsame Lähmung aller fassenden Geisteskräfte unverkennbar! Die guten Leute begannen in die Luft oder aber auf die Uhren zu schauen, ein deutlicher Beweis, daß es sie langweilte, diese so ungeheuer wichtigen Dinge zu erfahren, von denen Sein oder Nichtsein ihrer eigenen kommenden Generation abhängt und die, unverstanden, geradezu zum Untergange der arischen Menschheit führen müssen!!! Da verstanden wir zutiefst, worin des Juden Überlegenheit bestünde, worauf sich seine Zuversicht, ja Gewißheit auf die Weltherrschaft stütze, und was es demnach zu überwinden, zu vermeiden gälte, damit arischer Geist das gesamte Geld- und Finanzproblem wirklich völlig erfasse, ohne an der Ziffernunfähigkeit zuschanden zu werden. Und da reifte der Entschluß, die Gesetze arischer Wirtschaftsordnung in einer Weise darzustellen, die zu unerschütterlichen Einsichten und neuen Gesetzen führe, ohne daß es nötig sei, ziffernmäßige Details aufzutischen! Das muß dem Reformator, dem Neuorganisator bei der Verwirklichung zur Verfügung stehen und von Fachmännern durchdacht werden. Das Volk aber muß verstehen, was dem fassenden Geiste wirtschaftlich gemäß ist, dann wird es denen, die sein Vertrauen genießen – und gebe Gott, daß es endlich die ehrlichen, arischen Führer sein werden! – die ihm so qualvolle Beschäftigung mit Tabellen und Rechnungen überlassen können.
Feder aber gebührt das weltgeschichtliche Verdienst, als einer der ersten einem, seinem bayerischen Staate den exakten Vorschlag gemacht zu haben, anläßlich der Errichtung eines Elektrizitätswerkes den einzig richtigen und sinnvollen Weg der Ausgabe entsprechender Scheine für dieses Werk gemacht zu haben, statt, wie gewohnt, zu den Geldleuten zu laufen! Daß sein Vorschlag nicht durchgeführt wurde, nimmt diesem ersten Aufblitzen arischen Denkens nichts von seiner Bedeutung, ebensowenig, daß er nicht sah, daß es Staats- (nicht Bank-!) Noten sein könnten, die ruhig in den Kreislauf der Wirtschaft einmünden könnten, ohne Schaden oder gar irgend eine Entwertung zu stiften, ebensowenig, daß der geniale Erfinder Edison in Amerika, als Freund Henry Fords, mit diesem gemeinsam einen völlig analogen Vorschlag zu machen wußte! Abermals ein Mann der Technik ist es hier, der diese so erlösungsbedürftige Frage im Lande der furchtbarsten Spekulationswut im arischen Sinne zu beantworten versuchte!“

Galerie

Werke

  • Das Programm der N.S.D.A.P. und seine weltanschaulichen Grundgedanken (PDF-Datei)
  • Die Wohnungsnot und die soziale Bau- und Wirtschaftsbank als Retterin aus Wohnungselend, Wirtschaftskrise und Erwerbselend
  • Der Deutsche Staat auf nationaler und sozialer Grundlage
  • Kampf gegen die Hochfinanz (PDF-Datei, 18 MB)
  • Der ständische Gedanke im Nationalsozialismus
  • An Alle, Alle! Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft des Geldes (PDF-Datei), Original 1919 (PDF-Datei)
  • Grundriß einer nationalsozialistischen Volkswirtschaftstheorie
  • Mit Ferdinand Werner, Graf Ernst zu Reventlow u. a.: Das neue Deutschland und die Judenfrage., (PDF-Datei), Diskussionsbeitrag, 228 Seiten, Rüdiger (C. E. Krug), Leipzig, 1933 (Originaltitel: Der Jud ist schuld)
  • Mit August Buckley: Der kommende Steuerstreik (1922) (PDF-Datei)

Filmbeiträge

An Alle, Alle! Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft des Geldes – Hörbuch
Ein Tonfilm im Auftrage der NSDAP

Verweise

Fußnoten

  1. Joachim Lilla u. a.: Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Droste, Düsseldorf 2004, S. 133 f.
  2. Adolf Hitler: Mein Kampf, 22. Auflage, S. 229
  3. Arthur Trebitsch: Arische Wirtschaftsordnung, Antaios-Verlag, Wien/Leipzig, 1925, Seite 65–67