Do X

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Die Do X war ein Flugboot bzw. Flugschiff, das in den deutschen Dornier-Werken konstruiert und 1929 gebaut wurde. Es war das erste Großraumflugzeug der Welt, das in nur eineinhalb Jahren Entwicklungszeit entstand. Zu den Nachfolgeprojekten gehörten die Dornier Do 20 und die Dornier Do 214.

Insgesamt wurden drei Flugzeuge von der Dornier Do X gebaut.

Erläuterung

Ansichtskarte
Innenaufteilung
Maschinenraum
Speiseraum

Entwicklung und Bau

Beim Erprobungsflug am 21. Oktober 1929 waren 169 Personen an Bord. Das war das zehnfache der bis dahin möglichen Passagierkapazität. Bereits wenige Wochen nach dem Jungfernflug im Jahr 1929 gelang Dornier mit der Do X ein Fabelrekord. Angetrieben von zwölf brüllenden Motoren mit insgesamt 7 320 PS. erhob sich das 50 Tonnen schwere Flugschiff mühelos aus dem Wasser des Bodensees – mit 169 Passagieren an Bord. Am 5. November 1930 startete die Reise des Flugschiffs in die neue Welt. Erster Flugzeugführer der internationalen Besatzung war Horst Merz von der Deutschen Luft Hansa. Niemand ahnte, daß aus einem für etwa 20 Tage geplanten Repräsentationsflug durch Europa und der anschließenden Atlantiküberquerung durch technische Pannen und unerwartete Aufenthalte eine monatelange Odyssee werden würde.

Erst im Juni 1931 überquerte die Do X den Südatlantik. Tausende Schaulustige drängten sich bei der Wasserung des riesigen Flugschiffes in Rio de Janeiro. Schließlich erfolgte die historische Wasserung auf dem Hudson vor Neuyork. Nach dem Ankerwerfen booten 46 Passagiere und ein Teil der Besatzung aus und werden vom Komitee des Bürgermeisters von New York City, angeführt von George Maud und dem deutschen Konsul Dr. Schwarz, auf das Herzlichste begrüßt. Als Passagierin an Bord der Do X bei der historischen Landung des ersten Großraumflugzeugs der Welt am 27. August 1931 war Clara Adams. Dreitausend Dollar ließ sich die VS-amerikanische Millionärin das Ticket kosten und flog der Do X extra bis nach Rio entgegen, um auf der Etappe nach Neuyork mitfliegen zu können.

Europaflug

„Zu seinem letzten Flug war das zwölfmotorige Flugschiff am Starnberger See. Es sollte ein Triumph für das von Claude Dornier entwickelte Riesenfluggerät werden. Der so genannte Europaflug endete jedoch früher als geplant. Der Abflug vom Starnberger See hatte sich bereits um einen Tag verzögert. Und als dann am 6. Mai 1933 die DO-X sich endlich in Richtung Passau aus dem Wasser erhoben hatte, warteten bereits Tausende Schaulustige an der Donau auf die Sensation. Um einem aufziehenden Gewitter zuvorzukommen, hatte es der Flugkommandant mit der Landung eilig. In einer großen Gischt wasserte die DO-X - als der Wassernebel, sah die Menge, was passiert war: Das Leitwerk des Flugschiffs war abgebrochen.“ — „Merkur“, 14. Juli 2009

Einstellung

Nachdem auch Hugo Junkers der Erstflug mit seinem Großflugzeug G 38 erfolgreich gelungen war, wurde die Do-X wegen ihrer noch vorhandenen technischen Mängel und unflexiblen Einsatzmöglichkeiten nicht weiterentwickelt. Neben der „Do X 1“ wurden nur noch zwei weitere Flugboote gebaut und an Italien ausgeliefert.

Zweiter Weltkrieg

Die „Do X 1“ wurde während des Zweiten Weltkrieges in der Deutschen Luftfahrtsammlung am Lehrter Bahnhof in Berlin bei einem Terror-Bombenangriff der Alliierten zerstört.

Technische Daten

Flugschiff Dornier Do X über New York City
Kenngröße Daten der Do X 1a
Besatzung 10–14
Passagiere 66
Länge 40,10 m
Höhe 10,10 m
Spannweite 48 m
Tragflügelfläche Hauptflügel 450 m²
Tragflügelfläche Hilfsflügel 30,80 m² (nur bei Siemens-Motoren)
Leermasse 28.250 kg
max. Startmasse 52.000 kg
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
Reisegeschwindigkeit 175 km/h
Landegeschwindigkeit 120 km/h
Treibstoffkapazität 23.300 l
Reichweite 1.700 km (normal)
2.300 km (maximal)
Steigleistung 1.000 m in 14 min
Gipfelhöhe 3.200 m
Triebwerke 12 V-12-Zylinder-Motoren Curtiss V-1570 Conqueror
mit je 470 kW (640 PS)
Gesamtleistung 5.640 kW (7.680 PS)

Filmbeiträge

Historische Aufnahmen der Dornier Do X:

Literatur

  • Peter Pletschacher: Großflugschiff Dornier Do X, Aviatic Verlag, ISBN 978-3925505386

Verweise