Raschick, Erich

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Erich Raschick

Erich Raschick (Lebensrune.png 15. April 1882 in Freienwalde (Oder); Todesrune.png ermordet 31. Mai[1] oder 2. Juni[2] 1946 im Speziallager Nr. 1 des NKWD bei Mühlberg) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee, des Deutschen Heeres, der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt General der Infanterie im Zweiten Weltkrieg.

Werdegang

Namenstafeln der Gedenkstätte „Speziallager Nr. 1 Mühlberg“
„Erich Raschick trat am 3. März 1902 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Westfälisches Infanterie-Regiment „Prinz Friedrich der Niederlande“ Nr. 15. In diesem wurde er am 18. August 1903 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde auf den 19. August 1902 datiert. Später wechselte er zum 5. Hannoversches Infanterie-Regiment Nr. 165. Mit diesen kam er dann bei Beginn des 1. Weltkrieges als Oberleutnant an die Front. Dort wurde er am 8. November 1914 zum Hauptmann befördert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen und dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern noch einige andere Orden verliehen. Nach Kriegsende wurde er in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er anfangs beim Reichswehr-Schützen-Regiment 7 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er für die nächsten Jahre zum Kompaniechef im 12. Infanterie-Regiment ernannt. Am 1. April 1923 wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er dann die nächsten Jahre im Generalstab vom Gruppenkommando 1 in Berlin eingesetzt. Im Frühjahr 1926 war er dann beim Generalstab der 6. Division der Reichswehr im Einsatz. Vor dem 1. Mai 1928 wurde er dann zum Kommandeur des I. Bataillons vom 7. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Oppeln ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1929 zum Oberstleutnant befördert. Am 31. Januar 1931 gab er sein Kommando an Major Erich Schroeck ab. Dafür wurde er dann am 1. Februar 1931 an die Infanterieschule Dresden versetzt. Am 1. Oktober 1931 wurde er dort zum Oberst befördert. Als solcher wurde er zum Leiter vom 1. Lehrgang ernannt. Am 1. März 1934 wurde er zum Artillerieführer IV in Dresden ernannt. Als solcher wurde er am 1. September 1934 zum Generalmajor befördert. Diese Position behielt er dann auch bei der Erweiterung der Reichswehr. Dadurch wurde er bei der Enttarnung der Verbände zum Kommandeur der 4. Infanterie-Division ernannt [Anm.: Sein Ia war Karl-Erik Köhler]. Diese Funktion übte er dann die nächsten Jahre aus. Als solcher wurde er auch am 1. August 1936 zum Generalleutnant befördert. Am 10. November 1938 gab er das Kommando über die Division ab. Er wurde jetzt zur Verfügung des Oberbefehlshabers des Heeres gestellt. Am 24. November 1938 wurde er dann zum Kommandeur vom Kommandostab Eifel ernannt. Am 1. März 1939 wurde aus diesem dann das Generalkommando der Grenztruppen Eifel gebildet zu dessen Kommandeur er dann auch ernannt wurde. Mit seiner Beförderung zum General der Infanterie am 1. April 1939 wurde er dann auch zum Kommandierenden General vom Generalkommando der Grenztruppen Eifel ernannt. Mit diesem wurde er am 26. August 1939 mobil gemacht. Bei Beginn des 2. Weltkrieges bezog er dann mit seinen Truppen Stellungen im Westen. Durch die Umbenennung des Stabes wurde er am 18. September 1939 zum Kommandierenden General vom Generalkommando XXIII. Armeekorps ernannt. Am 23. Oktober 1939 gab er sein Kommando an Generalleutnant Albrecht Schubert ab. Dafür wurde er jetzt zum Kommandierenden General des neu aufzustellenden Höheres Kommando XXXVII ernannt. Am 1. März 1940 gab er sein Kommando ab. An diesem Tag wurde er zum General z. b. V. II ernannt. Bei der Mobilmachung seines Stabes gab er das Kommando ab. Er wurde jetzt in die Führerreserve versetzt. Am 1. Mai 1941 wurde er dann zum Kommandierenden General des Stellvertretenden Generalkommando X. Armeekorps in Hamburg ernannt. Damit wurde er dann auch zum Befehlshaber vom Wehrkreis X ernannt. Am 1. August 1943 wurde ihm das Deutsche Kreuz in Silber verliehen. Am 1. März 1944 gab er sein Kommando ab. Er wurde jetzt in die Führerreserve versetzt.“[3]

Chronologie

  • 3.3.1902 eingetreten als Fahnenjunker
    • Infanterie-Regiment „Prinz Friedrich der Niederlande“ (2. Westfälisches) Nr. 15
  • 1.10.1906 an der Militärturnanstalt
  • 15.5.1908 Adjutant und Gerichtsoffizier des Bezirkskommandos Naumburg
  • 1.10.1911 an der Kriegsakademie
  • 1.9.1914 Divisionsadjutant
  • 16.10.1914 Ordonnanzoffizier im Stab der 48. Reserve-Division
  • 15.11.1914 Kompanieführer im Reserve-Infanterie-Regiment 222
  • 21.11.1914 Brigadeadjutant
  • 31.5.1915 im Stab des Armeeoberkommandos Süd
  • 17.7.1918 im Oberkommando der Armeeabteilung B
  • 28.12.1918 Kompanieführer im Infanterie-Regiment 165
  • 1.10.1920 Kompaniechef
  • 20.9.1922 im Generalstab des Infanterieführers IV
  • 1.2.1923 im Generalstab des Gruppenkommandos 1 (Berlin)
  • 1.10.1925 im Generalstab der 6. Division (Münster)
  • 1.5.1927 im Stab der 6. Division (Münster) [laut Stellenbesetzung]
  • 1.6.1927 im Stab der Kraftfahrabteilung 6 (Münster)
  • 1.5.1928 Kommandeur des I. Bataillons/Infanterie-Regiment 7 (Oppeln)
  • 1.2.1931 Lehrer an der Infanterieschule (Dresden)
  • 1.6.1931 im Stab des Reiter-Regiments 7 (Breslau)
  • 1.4.1932 Leiter des I. Lehrganges an der Infanterieschule (Dresden)
  • 1.5.1933 Leiter des Lehrgangs Ia an der Infanterieschule (Dresden) [laut Stellenbesetzung]
  • 1.3.1934 Wehrgaubefehlshaber Dresden
  • 1.10.1934 Kommandeur der 4. Division (Dresden)
  • 10.11.1938 zur Verfügung des Oberbefehlshabers des Heeres unter den „sonstigen Offizieren“
  • 24.11.1938 Kommandeur des Kommandostabs Eifel (Bonn)
  • 1.3.1939 Kommandierender General der Grenztruppen Eifel (Bonn)
  • 18.9.1939 Kommandierender General des XXIII. Armeekorps
  • 20.10.1939 Befehlshaber des Höheren Kommandos z.b.V. XXXVII
  • 5.3.1940 General z. b. V. II
  • 15.3.1941 Führerreserve OKH (BdE)
  • 1.5.1941 Kommandierender General des Stellvertretenden X. Armeekorps
  • 1.3.1944 Führerreserve OKH
  • 1.6.1944 Führerreserve OKH
  • 30.6.1944 ausgeschieden

Tod

Bei Kriegsende wurde General der Infanterie a. D. Erich Raschick, trotz der Tatsache, daß er am 30. Juni 1944 aus dem Heeresdienst verabschiedet wurde, von den sowjetischen Besatzungskräften verschleppt, in das Lager Mühlberg geworfen und dort, wie so viele andere auch, durch Folter, Hunger und unbehandelte Krankheiten in den Tod getrieben.

Beförderungen

Auszeichnungen (Auszug)

Fußnoten

  1. Günter Wegner: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939. Band 2: Die Stellenbesetzung der aktiven Infanterie-Regimenter sowie Jäger- und MG-Bataillone, Wehrbezirkskommandos und Ausbildungsleiter von der Stiftung bzw. Aufstellung bis 1939. Biblio-Verlag, Osnabrück 1992, ISBN 3-7648-1782-8, S. 585
  2. Laut Namenstafel der Gedenkstätte „Speziallager Nr. 1 Mühlberg“.
  3. Raschick, Erich, Lexikon der Wehrmacht