Hülsen, Walter von

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Walter von Hülsen

Walter Rudolf Hugo Alexander von Hülsen (Lebensrune.png 20. Mai 1863 in Kosel; Todesrune.png 13. März 1947) war ein deutscher Adliger und Offizier der Preußischen Armee, des Kaiserlichen Heeres im Ersten Weltkrieg, der Freikorps (Freikorps „von Hülsen“) sowie der Reichswehr, zuletzt General der Infanterie und Kommandeur des Gruppenkommandos 2 (in Kassel) während der Weimarer Republik. Sein jüngerer Bruder war Generalleutnant Bernhard von Hülsen.

Familie

Generalmajor von Hülsen
Von Hülsen auf einem kleinen Feldherrnhügel umgeben von seinem Stab an der Westfront

Walter von Hülsen war der Sohn des preußischen Oberstleutnants Hermann von Hülsen (Lebensrune.png 2. Dezember 1816 in Breslau; Todesrune.png 5. Februar 1867 in Berlin) und dessen zweiten Ehefrau Helene, geborene von Clausewitz.

Ehe

Von Hülsen heiratete am 1. März 1893 seine Verlobte Irmgard von Keudell (1874–1955), sie hatten zwei Kinder: Heinrich-Hermann von Hülsen (Lebensrune.png 8. Juli 1895 in Weimar; 1. Januar 1938 Oberstleutnant und Kommandeur des Kavallerie-Regimentes 11, zuletzt Generalmajor) und Helene von Hülsen (Lebensrune.png 22. Oktober 1896 in Berlin).[1]

Chronologie

  • Kadettenschüler
  • Sekondeleutnant am 16. April 1881
    • Kompanieoffizier im 4. Garde-Regiment zu Fuß (Garde-Korps)
    • 4. Dezember 1886 bis 13. Februar 1888 Adjutant des Füsilier-Bataillons
    • anschließend in das Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiment Nr. 4 versetzt
  • Premierleutnant am 19. September 1888
  • Hauptmann am 14. September 1893
    • Kompaniechef im 3. Garde-Regiment zu Fuß
    • 18. Oktober 1901 bis 15. Juni 1905 Adjutant beim Generalkommando des X. Armee-Korps in Hannover
  • Major am 27. Januar 1902
    • Kommandeur des II. Bataillons im 2. Garde-Regiment zu Fuß
  • Oberstleutnant am 18. August 1908
    • 27. Oktober 1908 zum Stab des Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiments Nr. 4 versetzt
  • Oberst am 13. September 1911
    • 20. Februar 1912 Kommandeur des 4. Garde-Regiments zu Fuß
  • Generalmajor am 4. Juli 1914
    • Kommandeur der 43. Infanterie-Brigade in Kassel
    • Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs marschierte Hülsen mit dieser Brigade am 4. August 1914 im Verbund mit der 22. Division nach Belgien. Dort wurde ihm auch die 38. Infanterie-Brigade unterstellt, mit der er sich, den Südflügel bildend, an der Eroberung von Lüttich beteiligen sollte. Während eines Nachtkämpfes vom 5. auf den 6. August 1914 wurde Hülsen durch einen Bajonettstich verwundet und von seinen Truppen zurückgelassen. Belgier schafften ihn tagsüber nach Tilff, von wo er jedoch nach einigen Tagen entkommen konnte, sich zurückschlug und wieder das Kommando über seine Brigade übernahm. Mit ihr beteiligte sich Hülsen vom 22. bis 25. August 1914 noch an der Eroberung von Namur, bevor er in den Osten verlegt wurde.
  • Generalleutnant am 22. März 1918
    • Er konnte südlich von Péronne die Somme überqueren und bis vor Amiens vorstoßen. Dabei wurde die englische 50. Division überrannt und sechzig Geschütze, sieben Tanks sowie 1.000 Gefangene eingebracht. Für diese Leistung wurde Hülsen am 9. April 1918 durch Kaiser Wilhelm II. die höchste preußische Tapferkeitsauszeichnung, der Orden „Pour le Mérite“ verliehen. Nach Beendigung der deutschen Angriffsbemühungen stand seine Division ab 7. April 1918 in permanenten Abwehrkämpfen, zuletzt in der Antwerpen-Maas-Stellung.

Nachkriegszeit

  • Mai 1919 mit der Führung der Reichswehr-Brigade 10 der Vorläufigen Reichswehr beauftragt
  • am 1. Oktober 1920 zum Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos II in Kassel ernannt
  • General der Infanterie am 16. Juni 1921 mit Rangdienstalter vom 1. Oktober 1920 (ggf. nur Charakter)
  • 3. August 1921 aus dem aktiven Dienst verabschiedet
  • Ehrenvorsitzender des Kriegerbundes für Kurhessen und Waldeck
  • Mitbegründer des Kurhessischen Heeresmuseums in Kassel 1934/35

Auszeichnungen (Auszug)

Orden und Ehrenzeichen (vor dem Kriege)

Fußnoten

  1. Stammreihe, Walter von Hülsen (1863 bis 1947)
  2. Wird angegeben, kann aber nicht eindeutig belegt werden.