Hoffmann, Karl-Heinz (1937)

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Karl-Heinz Hoffmann

Karl-Heinz Hoffmann (Lebensrune.png 27. Oktober 1937 in Nürnberg) ist ein deutscher Monarchist, Maler, Graphiker und Autor. Er war Gründer der nach ihm benannten Wehrsportgruppe „Hoffmann“ (1980 verboten). Er ist selber kein Nationalsozialist, lehnt die Bedeutung der Rassenkunde für politische Fragen vollständig ab und ist der Ansicht, das Salafisten lediglich eine „Randgruppe“ seien, welche sich „mangels einer Umarmung der Gesellschaft“ radikalisieren würden.[1]

Wirken

Karl-Heinz Hoffmann wurde 1937 in Nürnberg geboren. Hoffmanns Vater, ein Arzt, fiel bereits 1940 im Zweiten Weltkrieg. Die Familie wurde nach Thüringen evakuiert, wo er in Kahla aufwuchs. Dort erlernte Hoffmann den Beruf des Porzellanmalers. Aufgrund seines Interesses für paramilitärische Aktivitäten wurde er aktives Mitglied der am 7. August 1952 nach sowjetischem Vorbild gegründeten Gesellschaft für Sport und Technik (GST). 1953 flüchtete er in die BRD und kehrte in seinen Geburtsort zurück. Dort machte er eine Ausbildung als Grafiker. Anschließend besuchte er die dort ansässige Akademie für bildende Künste und schließlich die Kunstakademie in München.

In den 1950er Jahren unternahm er mehrere Reisen in die Türkei, den Iran und nach Indien. 1956 beschlagnahmte die Polizei bei ihm zum ersten Mal Waffen. 1968 trat er im Fasching in einem Nürnberger Café zusammen mit einigen Männern in SS-Uniformen und Frauen in BDM-Kleidern zu einer Tonband-Geräuschkulisse aus Granatengeheul und MG-Salven auf.

Als wesentliche Gründe für die Gründung der Wehrsportgruppe im Jahre 1973 bestanden in Hoffmanns Augen das Abdriften der wertelosen 68er-Jugend nach links und der Volksverrat durch die Ostverträge. Er war schon immer stark antikommunistisch geprägt und wollte, wenn schon nicht realpolitisch, dann gesellschaftlich aktiv werden und seinem Volk etwas zurückgeben. Mit der Wehrsportgruppe (WSG) wollte er im Kleinen eine Gegenwelt aufbauen, die nach außen strahlt und Vorbild ist. Dies ist nur im Rahmen einer disziplinierten militärischen Organisationsform möglich.

„Neben der unübersehbaren Linksorientierung der Jugend war Anfang der siebziger Jahre für mich auch erkennbar, daß weder die Staatsform der parlamentarischen Demokratie noch die freie Marktwirtschaft geeignet waren, die Probleme der Zukunft zu meistern.“ — Karl-Heinz Hoffmann am 11. September 2010[2]

In ihm reifte die Vision einer zukunftsorientierten Staatsform und einer zukunftsbezogenen Wirtschaftsform. Es entstand das Manifest als politisches Grundsatzprogramm, welches aber niemals als Programm der WSG gesehen werden konnte.

Verbot der Wehrsportgruppe, Haft und Exil

Wehrsport ist im Grunde nicht strafbar. Das Problem liegt nur in einer gemeinsamen politischen Ausrichtung der Gruppe, welche ihr aber nie nachgewiesen werden konnte. Man versuchte deshalb, die WSG mittels Hausdurchsuchungen, Infiltrationen, Beschlagnahmungen und Einschüchterung kaltzustellen.

Die WSG Hoffmann wurde bereits am 30. Januar 1980 verboten und Karl-Heinz Hoffmann im weiteren Verlauf zu einer Haftstrafe von 9 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Seither war es still um die Person Hoffmann geworden. Dieses Schweigen brach Hoffmann am 11. September 2010 in Jena bei seinem ersten Vortrag nach 30 Jahren. Ende März 2011 gab Hoffmann bekannt, nun ein weiteres Mal öffentlich in Nürnberg auftreten zu wollen und damit den Kampf gegen die Verunglimpfung seiner selbst aufnehmen zu wollen.[3]

Skandalverhör des patriotischen Netzaktivisten Nikolai Nerling

Im August 2018 folgte der Netzaktivist Nikolai Nerling („Der Volkslehrer“) einer Einladung Hoffmanns nach Schloß Ermreuth zu einem Gedankenaustausch.[4][5][6][7][8][9] Zu dieser Begegnung hatte Karl-Heinz Hoffmann ein Transskript des Volkslehrer-Videos „Was das deutsche Volk lernen muß“ angefertigt. Im Verlauf des über zwei Stunden währenden Gesprächs gerierte Hoffmann sich als eine Art Prüfungskommission, die festzustellen habe, ob der erfolgreiche YouTuber Nerling, mit seinen vielen zigtausend Abrufen schon für einzelne Videos, denn auch die geistig-sittliche Reife habe, um Exponent einer deutschen Befreiung sein zu können.

Schon zu Beginn des Gesprächs verfiel Karl-Heinz Hoffmann in einen scharfen Verhör-Tonfall, der eine völlig unpassende Gesprächssituation herstellte. Insbesondere schnitt er Nikolai Nerling immer wieder schroff das Wort ab, wenn dieser auf eine vorwurfsvoll und sprungbereit gestellte Frage eine Antwort zu geben versuchte. Von der Frage, ob und wie Kommentare unter YouTube-Videos zu löschen seien, bis zu der Frage, welcher Gottesbegriff akzeptabel sei, gab Hoffmann schneidend-scharf Vorgaben und lauerte sodann darauf, ob Nikolai Nerling sich wohl die Blöße geben werde, eine falsche Antwort zu geben. Was hierbei als falsche Antwort in diesem Sinn anzusehen sei, wußte nur Hoffmann selber, schwieg sich darüber jedoch weitgehend aus (nicht, ohne drohende Andeutungen zu machen). Im Stil einer Ermittlungsbehörde gegen jugendliche Abweichungen starrte Hoffmann zwischendurch auf sein mehrseitiges Transskript, um weitere geistige Verfehlungen Nerlings auszumachen, die er diesem vorhalten könne.

Sachlich vollkommen verfehlt war insbesondere Karl-Heinz Hoffmanns Unterstellung, daß es keinen deistischen Gottesbegriff geben könne, weil es bei jedem Gottesbegriff immer um die Kommunikation mit Gott gehe. Nerling, der sich als spirituell auf der Suche bezeichnete, wurde auch in diesem Punkt abfällig heruntergeputzt und von Hoffmann wie ein dummer Junge behandelt. Wofür Hoffmann selber weltanschaulich und politisch eigentlich steht, wurde hingegen kaum deutlich. Der – ohne selber einen Anlaß dazu gegeben zu haben – in eine peinliche Situation gebrachte Nikolai Nerling versuchte gar nicht mehr, von Hoffmann klare Auskunft zu erhalten. So schwadronierte Karl-Heinz Hoffmann von „Zukunft“, von „Fortschritt“ und dozierte hilflos herum, alle Kultur entstamme der Vermischung.

In einem eigenen Video-Kommentar unter einem Teil des in sechs Teilen auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichten Gesprächs wies Karl-Heinz Hoffmann die Auffassung zurück, er sei Monarchist. Da die deutsche Öffentlichkeit Karl-Heinz Hoffmann jedoch nie anders denn als Folklore-Patrioten mit aufdringlicher Neigung zum Posieren kennengelernt hat, erscheint auch diese Bekundung nicht als kohärent. Die zutagegetretene Unart Hoffmanns, einem geistigen Austausch – ohne Vorwarnung – die Form eines Ermittlungsverfahrens gegen Bekannt zu geben, bestätigt übelste Vorurteile – Vorurteile dergestalt, daß sowohl im französischen, aber gerade auch im englischen Sprachraum erprobte Formen von Diskurskultur bestehen, von denen typische Deutsche wie Karl-Heinz Hoffmann noch nicht einmal gerüchteweise etwas wissen (geschweige denn, sie zu praktizieren).

Das skandalöse Gespräch (in Wahrheit eine arrogante Verhörsituation, ohne Recht auf Verteidigung des nebulös und andeutungsweise schwer Beschuldigten) markierte sicher einen historischen Tiefpunkt im Hinblick auf Selbstreflexion und geistigen Austausch des nationalen Lagers in den freien Medien. Karl-Heinz Hoffmann agierte durchgehend in der bekannten katholischen Form, die in etwa besagt: Wir wissen genau, daß Du schwer schuldig bist, aber wir sagen Dir nicht, welcher Anklagepunkt der vernichtendste und schmählichste ist, sondern wir drohen und beschuldigen lieber noch ein bißchen weiter. Dieser Attitüde liegt die seltsame Auffassung zugrunde, alle geistigen Fragen seien bereits vor langer Zeit abschließend geklärt worden und es komme nunmehr bloß noch auf die weltanschauliche Einschärfung an.

Wenig angenehm ist auch der untergründige Eindruck, der entstanden ist, daß nämlich Hoffmann womöglich mit fassungslosem Neid auf die breite Wirksamkeit der Arbeit von Nikolai Nerling geschaut hat und sie (wenn er ihre Entstehung und ihre Bedingungen schon nicht im mindesten versteht) gerne zerstören möchte. Einige Tage später wiederholte Karl-Heinz Hoffmann in einem von ihm veröffentlichten Video seine grundsätzliche Ablehnung Nerlings bzw. von dessen Wirken – ohne daß jedoch eine klare Orientierung seiner eigenen Position in all den Vorbehalten, Verdächtigungen und barschen Zurechtweisungen erkennbar geworden wäre.[10]

Zitate

Filmbeiträge

Täter, Attentäter, Einzeltäter: Rechtsterrorismus und NATO-Geheimarmee Gladio (→Wehrsportgruppe „Hoffmann“)
Wir wissen, dass Sie kein Nationalsozialist sind – Teil 1

Werke

  • Verrat und Treue. Mythos und Tragik der Wehrsportgruppe Hoffmann, Winkelried-Verlag, Dresden 2006, ISBN 3-938392-86-X
  • Die Oktoberfestlegende, Deutsche Stimme Verlag, 2011, ISBN 978-3-935102-40-7
  • Das NSU Trio, Themis Verlag, 2012, ISBN 978-3000402166

Verweise

Fußnoten

  1. Beim Volkslehrer nachgehakt – Teil 1, YouTube-Kanal von Karl-Heinz Hoffmann, 18. August 2018
  2. 33-cabinet.png Abgerufen am 13. September 2010. Archiviert bei WebCite®.Karl-Heinz Hoffmann – Der Chef hat gesprochen!Volksfront-Medien, 13. September 2010
  3. 33-cabinet.png Abgerufen am 31. März 2011. Archiviert bei WebCite®.Morgen Veranstaltung mit Karl Heinz Hoffmann, dem Chef der früheren Wehrsportgruppe, in NürnbergAltermedia Deutschland, 31. März 2011
  4. Karl-Heinz Hoffmann, Beim Volkslehrer nachgehakt, Teil 1, YouTube-Kanal von Karl-Heinz Hoffmann, 18. August 2018
  5. Karl-Heinz Hoffmann, Beim Volkslehrer nachgehakt, Teil 2, YouTube-Kanal von Karl-Heinz Hoffmann, 20. August 2018
  6. Karl-Heinz Hoffmann, Beim Volkslehrer nachgehakt, Teil 3, YouTube-Kanal von Karl-Heinz Hoffmann, 22. August 2018
  7. Karl-Heinz Hoffmann, Beim Volkslehrer nachgehakt, Teil 4, YouTube-Kanal von Karl-Heinz Hoffmann, 22. August 2018
  8. Karl-Heinz Hoffmann, Beim Volkslehrer nachgehakt, Teil 5, YouTube-Kanal von Karl-Heinz Hoffmann, 24. August 2018
  9. Karl-Heinz Hoffmann, Beim Volkslehrer nachgehakt, Teil 6, YouTube-Kanal von Karl-Heinz Hoffmann, 24. August 2018
  10. Der Volkslehrer – vom Nimbus entkleidet?, YouTube-Kanal von Karl-Heinz Hoffmann, 27. August 2018
  11. Rasse ist Inzucht., YouTube-Kanal von Karl-Heinz Hoffmann, 19. Januar 2017