Langsdorff, Hans Wilhelm

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Hans Wilhelm Langsdorff (Lebensrune.png 20. März 1894 in Bergen auf Rügen; Todesrune.png Freitod 19. Dezember 1939 in Buenos Aires, Argentinien) war ein deutscher Marineoffizier der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine, zuletzt Kapitän zur See und Kommandant des Panzerschiffs „Admiral Graf Spee“.

Leben

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Hans Wilhelm Langsdorff - Grabkreuz.jpg

Im Zuge der englischen Kriegserklärung gegen Deutschland und des dadurch von englischer Seite entfesselten Zweiten Weltkrieges wurde Langsdorff als Kommandant der „Admiral Graf Spee“ im Südatlantik eingesetzt. Zwischen Ende September und Anfang Dezember 1939 hatte er als Kommandant der „Admiral Graf Spee“ bereits insgesamt 9 britische Handelsschiffe bzw. 50.089 BRT versenkt. Den dabei gefangengenommen Engländern gegenüber verhielt er sich völlig korrekt. Dieses ritterliche Verhalten löste auf englischer Seite Irritationen aus, entsprach es doch der üblichen deutschen Soldatenehre. Eine solche kannte der englische Gegner seinerseits jedoch nicht, wie sich im Verlaufe des einseitig an Deutschland erklärten Krieges noch herausstellen sollte.

Bei der Seeschlacht vor dem Río de la Plata am 13. Dezember 1939 traf ein englischer Verband mit dem schweren Kreuzer „Exeter“ und den leichten Kreuzern „Ajax“ und „Achilles“ auf die „Graf Spee“ vor der Mündung des Río de La Plata. Es gelang Kapitän Langsdorff, die „Exeter“ außer Gefecht zu setzen und auch die beiden leichten Kreuzer zu beschädigen. Bei dem Gefecht wurde die „Graf Spee“ jedoch ebenfalls schwer beschädigt, so daß das Schiff den neutralen Hafen Montevideo anlaufen mußte. Uruguay war zu diesem Zeitpunkt im Krieg offiziell neutral. Erst am 25. Januar 1942 brach die uruguayische Regierung die Neutralitätszusagen gegenüber Deutschland und erklärte erst am 15. Februar 1945, auf den letzten Drücker, Deutschland dann noch den Krieg.

Auf Druck des englischen Botschafters sollte das deutsche Panzerschiff den Hafen innerhalb von 72 Stunden wieder verlassen. Mit politischer Neutralität hatte diese Disposition rein gar nichts zu tun, denn das Schiff konnte unmöglich in dieser kurzen Zeit repariert werden. Da Langsdorff davon ausgehen mußte, daß der englische Gegner vor der Küste Verstärkung zusammenzog, um das deutsche Schiff aufzubringen, entschloß er sich nach Rücksprache mit der deutschen Marineleitung zur Selbstversenkung, da sich auch hochmoderne deutsche Technik an Bord befand. Nachdem ein Großteil seiner Leute von Bord gebracht wurde, ließ er am 17. Dezember 1939 das Schiff sprengen.

Über tausend deutsche Männer konnten so vor dem sicheren Tod durch ein englisches Kriegsverbrechen bewahrt werden. Zusammen mit seiner Besatzung ging Langsdorff nach Buenos Aires in Argentinien und wurde dort interniert. Da seiner Ansicht nach ein Kapitän immer das Schicksal des ihm anvertrauten Schiffes teilen sollte und weil er in der englischen Auslandspresse wegen seiner Tat als angeblicher Feigling bezeichnet wurde, erschoß sich Langsdorff dort in seinem Quartier vor der ausgebreiteten Reichskriegsflagge. Einen Tag vor seinem Freitod äußerte er in vertrautem Kreise:

Wir werden der Welt die deutsche Ehre beweisen![1]

Würdigung

Hans Wilhelm Langsdorff im Deutschen Reich lebende Ehefrau erhielt daraufhin als Anerkennung und Respekt vor der soldatischen Haltung ihres Mannes vom Staat eine Witwenrente zugesprochen. Da Langsdorff jedoch nicht unter direkter Feindeinwirkung gefallen war, konnte ihr allerdings den gesetzlichen Bestimmungen gemäß nicht die Höhe einer vollständigen Gefallenenrente gewährt werden. Eine Gefallenenrente wurde bei Selbstmord für gewöhnlich überhaupt nicht gewährt. Im vorliegenden Fall und auf Grund der außergewöhnlichen Umstände wurde der Witwe jedoch auch auf Anregung der Reichsregierung eine Ausnahme zugestanden.

Grab

Meldung über den Tod in der Freiburger Zeitung

Das Grab Langsdorffs befindet sich auf dem deutschen Friedhof in Buenos Aires.

Filmbeitrag

Grab des Kapitäns zur See Hans Wilhelm Langsdorff auf dem deutschen Friedhof in Buenos Aires

Das Staatsbegräbnis:

Auszeichnungen (Auszug)

Fußnoten

  1. Aussage eines Augenzeugen in: „Das Ende der Admiral Graf Spee“, Dokumentation von Heike Nelsen-Minkenberg und Martin Papirowski, gesendet auf Phoenix, Freitag, 12. Oktober 2012, 20.15 Uhr