Scientology

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Hollywood-Scientologe Tom Cruise.

Scientology ist eine weltweit operierende, streng hierarchisch strukturierte VS-amerikanische Sekte neuen Typs und möglicherweise der größte private Geheimdienst der Welt. Religionswissenschaftlich gilt sie als „Neureligion“; d. h., es besteht keine (auch keine vorgebliche oder scheinbare) Anknüpfung an eine der großen sogenannten „Buchreligionen“. Der Religionsstatus der Organisation wird jedoch immer wieder auch bestritten mit dem Argument, Scientology habe bis heute kein eigentliches Gemeindeleben ausgeformt, sondern trainiere nur Psychotechniken an Einzelnen und für Einzelne.

Mitgliederstruktur und Zielsetzung

Die Organisation behauptet, weltweit zehn Millionen Anhänger zu haben. Diese Zahl ist sicher falsch, sie steht aber repräsentativ für das geistige Klima von Übertreibung, Hochstapelei, Anmaßung und hysterischen Machtvisionen, auf das jeder trifft, der mit Scientology in näheren Kontakt tritt. Als tatsächliche Zahl schätzen Behörden und Sozialwissenschaftler für die VSA: 25.000 bis 55.000 Mitglieder; für die BRD: vielleicht keine 5.000 Mitglieder. Diese stagnierenden (oder sogar einbrechenden) Zahlen stehen in krassem Widerspruch zu der Selbsteinschätzung der Organisation, sie sei in der Lage, die Menschheit zu befreien. Eine internationale Gesamtzahl anzugeben, ist nicht sinnvoll, da die Struktur schon allein innerhalb der westlichen Industrieländer sehr ungleich aufgestellt ist und sich pauschale Hochrechnungen damit verbieten.

Ziel von Scientology ist es in der öffentlichen Wahrnehmung, möglichst viel Geldzuweisungen zu akquirieren und Macht zu akkumulieren. Zynische Äußerungen des Gründers L. Ron Hubbard aus der Frühzeit scheinen dies auch zu belegen. Anfänglich (nach 1950) trat Hubbard als Therapeut auf, der als erster Mensch überhaupt verstanden habe, was es mit dem menschlichen Geist („mind“) auf sich habe. Daraus folgten sogleich schwere Konflikte mit den gesetzlichen Bestimmungen zur Therapiebeschränkung, wie es sie in allen zivilisierten Ländern gibt. Hubbard reagierte, indem er seine — aus Science-Fiction-Visionen abgeleiteten — Ideen fortan „Religion“ nannte, sowie seine Therapiesitzungen als „kirchlich“ bezeichnete.

Aufbau

Leitung

David Miscavige ist seit 1986 (dem offiziellen Todesjahr des damals schon von der Leitung zurückgetretenen und versteckt lebenden Gründers Hubbard) Führungsmitglied und ungefähr seit jener Zeit globaler Leiter von Scientology. Nach Auskunft von Zeithistorikern gehört Miscavige zur ersten Generation von Scientology-Sektenkindern, also von Menschen, die in die „Kirche“ hineingeboren wurden, dort ausgebildet, trainiert und geformt wurden und keine prägenden Einflüsse von außerhalb erfahren haben.

Hauptsitz

Die Church of Scientology, in der sich Scientology formell organisiert, hat ihren Hauptsitz in der Stadt Clearwater in Florida, VSA. In der mittlerweile langen Geschichte von Scientology wechselte der Hauptsitz mehrfach. Er war zeitweise in England und wurde später sogar auf eine Flotte von drei ausgemusterten Kriegsschiffen verlegt, die im Mittelmeer und in der Karibik — noch zu Lebzeiten Hubbards — auf „Kreuzfahrt“ gingen.

Zweigstellen

In der Bundesrepublik Deutschland gefällt es Scientology in Berlin besonders gut. Da der ehemalige Berliner Innensenator Ehrhart Körting keinerlei Anstalten macht, etwas wirksames gegen Scientology zu unternehmen, soll der deutsche Scientology-Sitz in Berlin zu einer führenden Repräsentanz ausgebaut werden. Weitere Glaubensgemeinschaften befinden sich in Hamburg und München. Die Hamburger Zweigstelle hatte (noch zu Lebzeiten Hubbards) eine Schlüsselfunktion für die gesamte Mission von Scientology in Europa.

Geheimdienst

Zur Disziplinierung von Mitgliedern und Beobachtung von Kritikern unterhält Scientology mit dem Department of Special Affairs (DSA) im Office of Special Affairs (OSA) einen eigenen Geheimdienst, dem auch die systematische Unterwanderung, Belästigung und Bedrohung von Kritikern vorgeworfen wurde.

Tarnorganisationen

Scientology unterhält zahlreiche Tarnorganisationen, die auf den ersten Blick nicht als zu Scientology zugehörig erkennbar sind. Darunter auch Einrichtungen zur Drogentherapie, die immer wieder hohe Überweisungen von staatlichen Stellen einwerben für ihre diversen Fallbemühungen. Auch das Management-Training, Schüler-Nachilfe und andere Leistungen, sind in der Weise organisiert, daß — anders genannte — Unterorganisationen von Scientology als Lizenznehmer scientologischer „Techniken“ gegenüber staatlichen und privaten Kunden auftreten, werben, abschließen, veranstalten und profitieren.

Manchmal verrät eine Adreßzeile am unteren Rand von Geschäftsschreiben, wer tatsächlich hinter einer scheinbar neutralen Firma steckt. Dort stehen dann vielleicht Formulierungen wie: New-Era-Publications (die auf einen Scientology-Verlag hindeuten). Oder es steht dort: Association for Better Living and Education („ABLE-Netzwerk“), welches — wie auch das World Institute of Scientology Enterprises („WISE“) — ein Dachverband für Firmen und Einzelpersonen ist, die Scientology-Verwaltungsmethoden und Managementtechniken gewerblich anbieten.

Lehre

Der „Thetan“

Der — in Anlehnung an den griechischen Buchstaben Theta (Θ) benannte — Thetan ist nach scientologischer Vorstellung das eigentliche und unsterbliche Wesen eines Menschen, also dessen Seele oder Geist. Der Thetan habe ursprünglich eine Reihe von außerordentlichen Fähigkeiten besessen, diese jedoch im Laufe der Geschichte durch traumatische Erlebnisse verloren. Dadurch sei das Bewußtsein eng und enger, schließlich blind und unfähig geworden.

Diese Lehre korrespondiert durchaus in wichtigen Teilen mit einflußreichen Okkultlehren des 20. Jahrhunderts, wie sie zuvor schon von Georg Iwanowitsch Gurdjieff und von Aleister Crowley vertreten worden sind. Zu Aleister Crowley bestand interessanterweise sogar eine brieflich-glaubensförmige Beziehung, da L. Ron Hubbard in den vierziger Jahren (also noch deutlich vor Gründung von Scientology) dem kalifornischen Zweig einer von Aleister Crowley geleiteten gnostisch-rosenkreuzerischen Loge angehörte.

Thetane im Sinne L. Ron Hubbards reinkarnieren, sie erleben Wiederverkörperungen — recht ähnlich der Realitätsauffassung des Hinduismus — über mehrere Millionen Jahre in verschiedenen physischen Formen.

Funktionsprinzip und Heilsversprechen

Durch „Auditing“-Sitzungen (das sind formalisierte Befragungen, deren Verlauf und Ergebnisse schematisch protokolliert werden und die unter Zuhilfenahme eines Meßgeräts für den elektrischen Hautwiderstand durchgeführt werden) soll das Mitglied die Fähigkeit erwerben, Blockaden und Vorprägungen (auch millionen Jahre zurückliegende Vorprägungen) seines Geistes aufzubrechen, zu durchschauen und zu bekämpfen.

Das Funktionsprinzip von Scientology erläutert Wilfried Handl so: Die Mitglieder wurden gezwungen, alles zu erzählen, Sünden, unkeusche Gedanken, Homosexualität. „Scientology ist wie ein Pfarrer, der Ihnen die Beichte abnimmt, um sie dann gegen Sie zu verwenden“. Dieses Testmaterial läßt sich dann durch Druckaufbau in Spenden oder durch den Verkauf überteuerter Kurse in bare Münze verwandeln. Scientology lockt Anhänger mit dem hierarchisch gestuften Heilsversprechen, wenn sie — nach Absolvieren etlicher Kurse — die Stufe „clear“ erreicht hätten, dann seien sie unangreifbar, blendend gesund und hätten jegliche Rechte, während Außenstehenden keinerlei eigentliche Rechte zukämen.

Unterwanderung der Wirtschaft

Scientology ist es vielfach gelungen, in den Führungsetagen zahlreicher namhafter Unternehmen bemerkbaren Einfluß zu gewinnen. So finden immer wieder kostenpflichtige Mitarbeiterschulungen und Managerschulungen statt, bei denen den abhängig beschäftigten Teilnehmern erst im Verlauf der angeordneten Schulungen (oder später oder nie) bewußt wird, daß sie ein Scientology-Training durchlaufen. Die bekannte Scientology-Kritikerin Renate Hartwig ist auf diese Weise unwillentlich mit Scientology zuerst in Berührung gekommen.[1]

Kritik der Kritik

So berechtigt die Kritik an der verdeckten Arbeitsweise von Scientology jedoch sein mag, und für so berechtigt auch inhaltliche Kritik angesehen werden kann, bleibt es dennoch völlig rätselhaft, wie dieser Unterrichts-Konzern jahrzehntelang in der erprobten und bewährten Weise überhaupt weiterarbeiten kann. Denn dies setzt ja voraus, daß selbst langjährige, massive, sensationsorientierte öffentliche Kritik an Aussagen, an Verfahren und an Zielsetzungen der Scientology-„Kirche“, innerhalb von (unablässig Kurse buchenden) Großfirmen immer nur auf taube Ohren gestoßen ist. Lauter spektakuläre Fernsehsendungen darüber, „aufklärerisch“ intendierte Vorführungen des E-Meters dort, diverse Zeitungskampagnen, diverse Parlamentsanhörungen, unzählige Berichte über Gerichtsverfahren, die Geschädigte oder deren Familien angestrengt haben — all das blieb offenbar gänzlich ungehört von jener bornierten Managerkaste, die innerhalb solcher profitorientierten Großfirmen auch weiterhin unverdrossen derartige Trainings-Dienste buchen.

Daraus folgt — näher betrachtet — doch eigentlich, daß L. Ron Hubbard möglicherweise nicht völlig unrecht gehabt hat mit seiner Analyse, wonach beim Thema „mind“ (also in Sachen „Geist“, in Sachen „Bewußtsein“, in Sachen „Seelenkraft“) diese christlich angeleitete „abendländische“ Zivilisation ja tatsächlich auf ganz und gar infantilem Niveau und in gänzlicher Naivität, in purer Ahnungslosigkeit und in totaler Belehrungsbedürftigkeit feststeckt oder festzustecken scheint.

Das aber würde bedeuten — falls dies zutrifft —, daß die christliche Unterweisung (die immer noch staatlich-schulischer Standard für eine erdrückende Mehrheit aller Heranwachsenden in unserem Kulturkreis ist) vollständig versagt. Mehr noch: Es würde bedeuten, daß christliche Unterweisung zutiefst schädlich ist, da sie selbst gegen plumpe Fehlsteuerungen des Bewußtseins, selbst gegen offensichtlich unehrenhafte und offensichtlich willkürliche Formen der Bewußtseinskontrolle keinerlei Abwehrreflex ausbildet.

Die aus Sonntagsreden von Politikern bekannte Beschwörung „christlicher Werte“ hätte dann — wenn dies stimmt — gar keinen Bezug zur Lebensrealität, die vielmehr anderen Regeln folgt, die anderen Prioritäten gehorcht — und die anscheinend auch ganz anderen Präferenzen und Wertorientierungen verpflichtet ist, als jene Sonntagsreden so unermüdlich (aber eben irrtümlich) unterstellen. So breit und so gewissenhaft die Kritik an Scientology geübt wird, nun schon über ein halbes Jahrhundert lang, so fragwürdig ist dennoch die Basis, von der aus solche Kritik oftmals angreift: Das Selbstverständliche und das unverrückbar Sichere, an das diese „Sekten“-Kritik (als an das vorgeblich bestehende Fundament) appelliert, erweist sich faktisch als mindestens ebenso brüchig, ebenso fragwürdig, ebenso willkürlich und herbeifabuliert, wie die Lehre, gegen die man vorgehen will.

Prominent gewordene Aussteiger

Wer könnte es sich schon auf Dauer erlauben, schlecht über eine „Religionsgemeinschaft” zu reden, die sich hinter der Fahne Israels verbirgt. Berliner Scientology-Zentrale 2007.

Aussteiger werden von Scientology nicht gern gesehen und systematisch unter Druck gesetzt.

Jenna Miscavige Hill

Die 1984 als Nichte des nachmaligen und heutigen Kultführers David Miscavige in die Kultgemeinschaft hineingeborene Jenna Miscavige Hill trat 2005 bei Scientology aus. Sie war zeitweise Sea-Org-Mitglied (also Teil der vergleichsweise abgeschottet lebenden Führungsgilde von Scientology) und rief durch ihre öffentlich – in einer Autobiographie – geschilderten Interna, insbesondere des erzieherischen Umgangs von Scientology mit Kindern, den aggressiven Unmut der Sektenelite hervor. Hinter einer Fassade milde diplomatischer Presse-Erklärungen zu ihrem Austritt seitens des Kults, erlebte sie nach ihrem Abgang alle Formen der schroffen Ächtung im Familienbereich, für die der Kult international bekannt ist.[2]

Wilfried Handl

Der höchstrangige europäische Aussteiger ist Wilfried Handl, der Leiter einer Scientology Org in Wien (Österreich) war.

Christian Markert

Der 36jährige Christian Markert, der Scientology im Juni 2007 verlassen haben will, kam, wie der Focus am 24. Juni 2007 schrieb, nach eigenen Angaben über Wirtschaftsseminare zu Scientology und arbeitete dort sieben Jahre lang hauptamtlich, zuletzt in Buffalo in den VSA unter anderem im internen „Geheimdienst“ OSA. Am 21. August 2007 berichtete der SWR davon, daß Christian Markert nach SWR-Informationen ein Hochstapler sei und die von ihm gemachten Angaben zu seiner Biographie wahrscheinlich als falsch anzusehen seien. Scientology-Mitglieder nutzen die Hilfe für einen vermutlichen Hochstapler, um Stimmung gegen Ursula Caberta zu machen. Der SWR zog seine Reportage wieder zurück, sie wurde ersatzlos vom Archiv gelöscht, da die Reportage offensichtlich auf durch Scientology infiltrierten Informationen basierte.

Peter Voßmerbäumer

Der 1939 geborene Hotelkaufmann war von 1972-1992 Mitglied bei Scientology. Er arbeitete als „Auditor“, als „Fallüberwacher“ und als „Geistlicher“ in Clearwater (Florida), sowie in zentralen Scientology-Sitzen in der BRD. Für den „Guardian Office“ von Scientology war er in Südafrika tätig.

Jeannette Schweitzer

Die BRD-Tageszeitung Die Welt berichtete am 25. Juni 2007 von Aussteigerin Jeannette Schweitzer, die von 1989 bis 1992 Scientologin war und danach die Organisation Vitem, einen Verein für die Interessen terrorisierter Mitmenschen, gegründet hat.

14jährige Stieftochter der Berliner Scientology-Chefin

Am 30. Juli 2007 berichtete die Berliner Zeitung, daß die 14jährige Tochter eines Mitgliedes der Scientology-Wirtschaftslobby WISE, und Stieftochter der Scientology-Chefin von Berlin, zusammen mit ihrem 11 Jahre älteren Stiefbruder in die Obhut des Jugendamtes und unter den Schutz durch die Hamburger Scientology-Beauftragte Ursula Caberta und ihre Hamburger Anlaufstelle geflüchtet ist.[3]

Die politische Forderung nach einem Verbotsverfahren

Die damalige Hamburger Scientology-Beauftragte Ursula Caberta und der Berliner Sektenexperte Thomas Gandow forderten 2007 ein Verbot von Scientology in Deutschland. Die Forderung nach einem Verbotsverfahren gegen Scientology wurde vom ehemaligen Hamburger Innensenator Udo Nagel sowie von Bayern und Baden-Württemberg unterstützt. Da die BRD-Politik jedoch unter „atlantischer“ Überwachung durch Medien, Ministerien und Behörden der VSA steht, und da die BRD als Rechtsnachfolger der Dritten Reichs — aus VS-amerikanischer Sicht — selbst ein Therapiefall in Sachen „Religionsfreiheit“ ist, versanden alle derartigen Bemühungen (namentlich christlicher VS-Politiker wie Norbert Blüm und Günther Beckstein) regelmäßig und notwendig durch den hartnäckigen Widerstand sogenannter „Atlantiker“ innerhalb der BRD-Politik.

Strafrechtlich relevante Vorwürfe gegen Praktiken und Wesen der „Kirche“

Der Scientology-Organisation wird hauptsächlich vorgeworfen:[4]

  • Betrug, Wucher und Ruinierung von Kunden;
  • Ausbeutung der Mitarbeiter;
  • Zerstörung persönlicher und familiärer Bindungen und letztlich der Persönlichkeit selbst;
  • Verletzung der Grund- und Menschenrechte ihrer Anhänger und ihrer Kritiker;
  • Unterwanderung des Staates und der Wirtschaft.

Zur Tarnung sozialschädlicher oder strafbarer Aktivitäten:

  • gebe die Scientology-Organisation sich als Religionsgemeinschaft aus,
  • verfolge interne und externe Kritiker
  • und überwache diese mit geheimdienstlichen Methoden.

Prominente Mitglieder

Für eine umfangreichere Liste der bekannten (oder der zeitweise einer größeren Öffentlichkeit bekannt gewesenen) Scientology-Mitglieder siehe den Artikel: Liste öffentlich bekannt gewordener Scientology-Mitglieder

Filmbeitrag

Der Scientology-Plan - ZDF 14. Mai 2009 - (Doku) Teil 1
Der Scientology-Plan - ZDF 14. Mai 2009 - (Doku) Teil 2
Der Scientology-Plan - ZDF 14. Mai 2009 - (Doku) Teil 3

Zitate

  • „Bei der Erinnerung an Pierre de Coubertins Neo-Olympismus und Ron Hubbards ›Church of Scientology‹ drängen sich mehrere Fragen auf: Was ist überhaupt Religion, wenn Leute von nebenan eine solche stiften können? Was bedeutet sie, wenn ein hellenophiler Pädagoge, der für Männerkörper im Kampf schwärmte, und ein strahlender Schlaumeier, bis dahin vor allem als Verfasser von abgekochten Weltallkrimis bekannt, allen Ernstes und Unernstes in der Überzeugung lebten, vor unseren Augen eine solche ins Leben gerufen zu haben? Besteht dann nicht die sicherste Methode, alle »Religionen« bloßzustellen, darin, selber eine zu gründen?“Peter Sloterdijk[5]

Literatur

  • Marco Frenschkowski: Die Geheimbünde. Eine kulturgeschichtliche Analyse. Marix Verlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-926-7, S. 203ff.
  • Caroline Klima: Das Große Handbuch der Geheimgesellschaften. Freumaurer, Illuminaten und andere Bünde. Bei tosa im Verlag Carl Ueberreuter, Wien 2007, ISBN 978-3-85003-096-0, S. 126-138
  • Hans Gasper / Joachim Müller / Friederike Valentin: Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen. Fakten, Hintergründe, Klärungen. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 1990, ISBN 3-451-04271-1, Kolumnen 962–970
  • Ursula Caberta: Schwarzbuch Scientology, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2007, ISBN 978-3-579-06974-6
  • Christopher Evans: Kulte des Irrationalen. Sekten, Schwindler, Seelenfänger. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1976, ISBN 3-499-17297-6
    [Englische Originalausgabe: 1973. — Diese exzellente Studie ist heute leider nur noch wenig bekannt; sie steht aber den historischen Ursprüngen von Scientology näher (den Umständen um das zeitweilige englische „Hauptquartier“ beispielsweise) — und greift analytisch tiefer — als vieles von dem späteren Schrifttum]
  • Renate Hartwig: Scientology - Ich klage an! Pattloch Verlag, Augsburg 1994, ISBN 3-629-00637-X
  • Horst Reller / Hans Krech / Matthias Kleiminger (Hgg.): Handbuch Religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen. Freikirchen, Sondergemeinschaften, Sekten, synkretistische Neureligionen und Bewegungen, esoterische und neugnostische Weltanschauungen und Bewegungen, missionierende Religionen des Ostens, Neureligionen, kommerzielle Anbieter von Lebensbewältigungshilfen und Psycho-Organisationen. 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2000, ISBN 3-579-03585-1, S. 978–1003.
  • Andrew Morton: Tom Cruise – Der Star und die Scientology-Verschwörung, Droemer Verlag, München 2008, ISBN 3-426-27462-0
  • Frank Nordhausen / Liane von Billerbeck: Scientology. Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will. Christoph Links Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-86153-470-9
  • Frank Nordhausen / Liane von Billerbeck: Psycho-Sekten. Die Praktiken der Seelenfänger. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main ²2000, ISBN 3-596-14240-7
    [Darin mehrere Abschnitte, besonders aber das Kapitel: Der Sekten-Konzern, S. 421–474.]
  • Peter Sloterdijk: Du mußt dein Leben ändern. Über Anthropotechnik. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 3-518-46210-2
    [Taschenbuch-Ausgabe, Erstausgabe: 2009. — Darin das Kapitel: Übergang: Religionen gibt es nicht. Von Pierre de Coubertin zu L. Ron Hubbard, S. 133-170. Diese exzellente Untersuchung ist den seelischen Vorgängen der Sekten-Bildung weitaus näher, als ganze Regalmeter der entsprechenden Literatur aus der Feder von kirchlichen „Sekten-Beauftragten“.]
  • Peter Voßmerbäumer: Inside Scientology — Meine Erfahrungen im Machtapparat der »Church«. Universitas Verlag, München 1996, ISBN 3-8004-1333-7
    [Diese Studie eines langjährigen und hochrangigen Aussteigers ist besonders aufschlußreich für alle Fragen der geheimdienstlichen Organisation der Kontrolle innerhalb von Scientology.]
  • Gerald Willms: Die wunderbare Welt der Sekten. Von Paulus bis Scientology. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-56013-6, S. 234-254

Verweise

Fußnoten

  1. Vgl. Bibliographie
  2. Jenna Miscavige Hill mit Lisa Pulitzer: Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht. btb Verlag in der Verlagsgruppe Random House, München 2013, ISBN 978-3-442-75410-6
  3. Flucht aus Psycho-Sekte - Scientology-Aussteigerin einigt sich mit Eltern, Tagesspiegel, 8. August 2007
  4. Ingo Heinemann: Scientology-Kritik - Warum Scientology-Kritik?
  5. Peter Sloterdijk: Du mußt dein Leben ändern. Über Anthropotechnik. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2011 [Taschenbuch-Ausgabe, Erstausgabe: 2009], ISBN 978-3-518-46210-2; S. 140