Valentiner, Max

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Max Valentiner.jpg

Christian August Max Ahlmann Valentiner (Lebensrune.png 15. Dezember 1883 in Tondern; Todesrune.png 19. Juli 1949 in Sonderburg) war ein deutscher Offizier der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine, zuletzt Kapitän zur See sowie Ritter des Ordens „Pour le Mérite“.

Werdegang

Max Valentiner (Mitte) mit seiner Mutter Mathilde Julie, geb. Olde und seinem jüngeren Bruder Otto (er hatte noch zwei Schwester) um 1902

Als Bergungsoffizier war er zunächst auf dem Hebeschiff „Vulkan“ und dann für das U-Boot-Abnahme-Kommando in Kiel verantwortlich. Als Kapitänleutnant wurde er Lehrer an der U-Boot-Schule in Kiel.

Erster Weltkrieg

Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges war er Kommandant auf SM U 38 und danach auf SM U 157, mit dem er die längste Feindfahrt eines U-Bootes im Ersten Weltkrieg durchführte, die vom 27. November 1917 bis zum 15. April 1918 insgesamt 139 Tage dauerte und während der er allein 139 von insgesamt 144 bzw. 147 feindlichen Schiffen mit 303.032 BRT (nach anderen Quellen 150 Schiffe mit 299.300 BRT) versenken sowie 6 Schiffe mit 33.151 BRT beschädigen bei 17 Feindfahrten konnte.

„Der Tonnage nach steht an erster Stelle Kapitänleutnant Lothar von Arnauld de la Periére mit über 400000 Tonnen vor Kapitänleutnant Forstmann mit 380000 Tonnen und Kapitänleutnant Max Valentiner mit 300000 Tonnen. Alle drei haben den größten Teil ihrer Erfolge im Mittelmeer errungen. Hinsichtlich der Anzahl versenkter Schiffe steht der Flandernkommandant Kapitänleutnant Steinbrinck an führender Stelle mit 216 Schiffen. Über oder fast 100000 Tonnen wurden von weiteren 43 Kommandanten erreicht. Außer dem Befehlshaber der U-Boote und dem Führer der U-Boote in Flandern erhielten 29 Kommandanten für ihre und ihrer Besatzungen hervorragende Leistungen den höchsten Kriegsorden „Pour le Mérite“. Die erzielten Erfolge sind besonders groß, wenn man bedenkt, über welche verhältnismäßig geringe Anzahl von U-Booten Deutschland meist verfügte. Die Höchstzahl der gleichzeitig vorhandenen U-Boote betrug 140. Von diesen Standen am Feind gleichzeitig etwa ein Drittel zur Verfügung. Insgesamt hatte Deutschland während des Krieges 343 U-Boote, von denen 199 vor dem Feinde sanken. Mehr als die Hälfte der kämpfenden U-Boot- Mannschaften starb den Heldentod: 5132 Mann.“[1]

Tod

Kapitän zur See z. V. a. D. Max Valentiner starb am 19. Juli 1949 im Krankenhaus von Sønderborg an einer Lungenkrankheit, die er sich beim Einatmen der giftigen Dämpfe der Maschinen der ersten U-Boote („U 10“ und „U 3“) zugezogen hatte.

Beförderungen

  • 1. Apr 1902 Seekadett (Crew 02)
  • 11. Apr 1903 Fähnrich zur See
  • 29. Sep 1905 Leutnant zur See
  • 30. März 1908 Oberleutnant zur See
  • 22. März 1914 Kapitänleutnant
  • 22. Nov 1919 Verabschiedung aus der Kaiserlichen Marine
  • 21. Jan 1920 Charakter als Korvettenkapitän
  • 1934 Korvettenkapitän z. V.
  • Fregattenkapitän z. V. (ggf. d. R.)
  • 1. Januar 1941 Kapitän zur See z. V.
  • 31. März 1945 Verabschiedung aus der Kriegsmarine

Auszeichnungen (Auszug)

Max Valentiner - Der Schrecken der Meere.jpg

Werke (Auswahl)

Verweise

Fußnoten

  1. Werner von Langsdorff: U-Boote am Feind: 45 deutsche U-Boot-Fahrer erzählen, S. 11–12