Schultz, Willi

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Ritterkreuzträger der II. Gruppe/KG 30 von links: Leutnant Baumbach, Hauptmann Hinkelbein (Gruppenkommandeur), Oberleutnant Wieting ( 1941) und Feldwebel Schultz.

Wilhelm „Willi“ Schultz (Lebensrune.png 19. August 1916 in Gollnow; Todesrune.png gefallen 19. November 1940 im Kampfraum zwischen Cannock Chase und dem Ärmelkanal) war ein deutscher Unteroffizier der Wehrmacht, zuletzt Oberfeldwebel, Kampfflieger und Ritterkreuzträger der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Der über 190 cm große Schultz war einer der ersten Kampflieger und erster Feldwebel der Luftwaffe mit dem Ritterkreuz.

Werdegang

Willi Schultz trat 1934 der Reichswehr bei und diente bei einer Kraftfahr-Abteilung. Sein großer Traum war jedoch das Fliegen, und schließlich wurde er nach dem Übergang von Reichswehr zur Wehrmacht als Flugschüler der Luftwaffe angenommen.

Inzwischen Unteroffizier und ausgebildeter Flugzeugführer war er bei der Heimkehr des Sudetenlandes ins Reich im Einsatz. Nach seinen Feindflügen im Polenfeldzug wurde er in die 6. Staffel des Kampfgeschwaders 30 versetzt. Er sammelte Erfahrungen bei Angriffen gegen Industriezielen auf den Shetlandinseln und an der nördlichen Küste Großbritanniens. Er konnte dabei mit seiner Ju 88 A-1 auch ein großes Frachtschiff scher beschädigen. Mit dem Kampfgeschwader nahm er dann an dem Unternehmen „Weserübung“ teil. In erbitterten Kämpfen gegen die Royal Navy vor der Küste Norwegens.

Am 17. April 1940 beschoß die HMS „Suffolk“ mit der Schiffshauptartillerie deutsche Truppen bei Stavanger in Norwegen. Um eine Gruppe deutscher Zerstörer abzufangen, die nördlich von einem britischen Aufklärer gemeldet worden waren, wurde die „Suffolk“ von der Beschießung abgezogen und in Richtung dieses neuen Gegners geschickt. Der britische Verband wurde nun zunächst zum Ziel von Luftangriffen durch He 111 der deutschen Luftwaffe. Der Jagdschutz, den die Royal Air Force für die Schiffe stellen sollte, fand den britischen Schiffsverband jedoch nicht, sondern wurde in der Nähe des deutschen Flugfeldes in Luftkämpfe verwickelt und mußte flüchten. Der Kommandant der Suffolk entschloß sich, den Einsatz abzubrechen und nach Scapa Flow zu laufen. Mehr als 80 Fliegerbomben hatten ihr Ziel verfehlt, dann aber griff das Kampfgeschwader 30 in das Geschehen ein. Es war Feldwebel Schultz’ Ju 88 A-1, welche den entscheidenden Treffer erzielte. Seine Bombe traf nahe des Turmes „C“ des Kreuzers. Sie durchschlug mehrere Decks, bevor sie zwischen einem der Maschinenräume und dem Magazin für die Treibladungen des Turms explodierte. Das gelagerte Kordit entzündete sich und eine Stichflamme schoß durch Turm und Maschinenraum. Beide achtere Hauptgeschütztürme fielen aus und eindringendes Wasser machte den Maschinenraum unbrauchbar, so daß die Geschwindigkeit auf 18 Knoten fiel. 32 Besatzungsmitglieder fielen. Weitere Nahtreffer von Bomben schlugen Löcher in die Bordwände und rissen Seeverschlüsse ab, was weitere Flutungen erzeugte, so daß das Achterschiff komplett volllief. Mit dem Achterdeck bereits teilweise vom Meer überspült, erreichte der Schwere Kreuzer am 18. April 1940 Scapa Flow und mußte anschließend bis Dezember 1940 zur Reparatur eingedockt werden. Dies war eine große Erleichterung für die deutschen Landungstruppen und für die kleineren Kriegsschiffe der Kriegsmarine. Am 18. Mai 1940 war Schultz erneut als einziger erfolgreich, als er mit seiner 1000-kg-Bombe das kampfstarke Schlachtschiff HMS „Resolution“ traf (die Bombe durchschlug drei Decks) und mußte in den Schutz von Scapa Flow zurücklaufen.

Nach dem Norwegenfeldzug erfolgte für die Geschwadergruppe der Westfeldzug 1940 und das Unternehmen „Adlerangriff“.

Fliegertod

Willi Schultz, inzwischen Oberfeldwebel, flog zahlreiche Tag-, aber auch Nachteinsätze gegen Industrieziele in England im Herbst 1940. In der Nacht vom 19. auf den 20. November 1940 kehrte er vom Feindflug nicht zurück, auch die Besatzung seines Ju 88 A-5 bleibt vermißt. Die Überreste von Willi Schultz und seine Männer blieben wohl auf See, sie wurden nie geborgen.

Bildergalerie

Auszeichnungen (Auszug)