Internationaler Währungsfonds

Aus Metapedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Internationale Währungsfonds

Der Internationale Währungsfonds (Kürzel IWF bzw. IMF von englisch International Monetary Fund) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Er ist eine Schwesterorganisation der Weltbank-Gruppe und hat seinen Sitz in Washington D. C., VSA.

Inhaltsverzeichnis

Kampf gegen die Golddeckung von Währungen

Eine auf die journalistische Analyse des Goldhandels spezialisierte Weltnetzseite erklärte den geschichtlichen Ablauf, der zur Ermächtigung des Weltwährungsfonds führte mit folgenden Worten:

John Maynard Keynes behauptete einmal: ›Gold ist ein barbarisches Relikt!‹ Getreu diesem Credo zogen die Weltbank, der IWF und die US-Zentralbank schließlich gegen das Gold ins Feld. Als dann 1990 nur noch die Schweiz das Fähnlein des Goldes hochhielt, war es an der Zeit, auch diese letzte Bastion zu nehmen. Unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe wurde der Schweizer Bevölkerung 1992 vorgegaukelt, daß ein Beitritt zur Weltbank und zum IWF unabdingbar sei. Daß dabei aber die Währung, der Schweizer Franken, seine Golddeckung verlieren würde, sah man sich zu verschweigen gezwungen. Mit einer Total-Revision der Schweizer Bundesverfassung verschwand dann die Golddeckung dann endgültig. Kaum jemandem dürfte bekannt sein, daß es der Präsident der Schweizer Notenbank, Meyer, war, der das aus meiner Sicht Unwort des Jahrhunderts prägte: ›Unnötige Golddeckung‹. Und ruckzuck standen 1.300 Tonnen Schweizer Gold zum Verkauf.“[1]

Diese globalistische Ideologie ist schon oft im Detail beschrieben worden. Auch rückt der Goldpreis (in Relation zu den Krisenwährungen) seit langem schon ins Blickfeld einer breiteren, an Wirtschaftsfragen interessierten Öffentlichkeit. Aber dennoch ist es bis heute ein Geheimtip, daß es eine globalistische Propaganda gibt, die Gold planvoll verächtlich redet. Ebenfalls wissen bis heute nur wenige Fachleute (und fast niemand sonst), daß es zu den Kautelen des Internationalen Währungsfonds gehört, daß ein Land, das IWF-Kredite beantragt, die Golddeckung seiner eigenen Währung vertragsgemäß aufgeben muß. Damit wird das kriminelle System des Weltgeldbetruges zur Rechtsnorm erhoben und zugleich global durchgepeitscht. Entrechtung, Ausplünderung – und das methodische Abhängigmachen ganzer Volkswirtschaften von einem Betrugssystem –, kann kaum perfekter organisiert werden. Von niemandem gewählte oder legitimierte Weltbeamte betreten eine Regierungszentrale und kommandieren gewählte Regierungen dort herum wie dumme Jungs: Was die EU (→ EUdSSR) in Griechenland vorführte, können die anonymen Weltverschwörer in jedem Land dieser Welt veranstalten, das – mittels Währungsbetrug – der IWF-Souveränitätsvernichtung unterworfen worden ist.

Die Konsolidierung der Schuldknechtschaft

Der IWF wurde am 22. Juli 1944 durch eine internationale Übereinkunft gegründet und nahm im Mai 1946 erste Arbeiten auf. Seine eigentliche operative Tätigkeit begann ab dem 1. März 1947. Sie erfolgte aufgrund der Beschlüsse der Konferenz in Bretton Woods, einer Kleinstadt im VS-Bundesstaat Neuhampshire. Diese für die manipulative Neuordnung des Weltwirtschaftssystems (→ NWO) entscheidenden Verhandlungen dauerten vom 1. Juli 1944 bis zum 22. Juli 1944.

Der IWF wird daher zusammen mit der Weltbank-Gruppe als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Zu seinen Aufgaben gehören: Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Kreditvergabe, Überwachung der Geldpolitik, Technische Hilfe.

Der IWF hat zurzeit 185 Mitgliedsländer, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedsstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: VSA 16,77 %, Japan 6,02 %, BRD 5,88 %, Frankreich 4,86 %, Vereinigtes Königreich 4,86 %, China 3,66 %. Da die Beschlüsse im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden müssen, verfügen jeweils die VSA und die gemeinsamen EU-Staaten de facto über eine Sperrminorität.[2]

Organisation

Organe

  • Gouverneursrat
  • Internationaler Währungs- und Finanzausschuß (IMFC)
  • Exekutivdirektorium
  • Entwicklungsausschuß
  • Finanzstabilitätsforum

Der IWF hat etwa 2.716 Mitarbeiter aus 185 Staaten.

Geschäftsführende Direktoren

Der IWF wird von einem „geschäftsführenden Direktor“ (Managing Director) geleitet. Gemäß einer informellen Vereinbarung zwischen den VSA und einigen westeuropäischen Ländern ist der Direktor des IWF immer ein Europäer, während die einflußreiche Position des ersten stellvertretenden Direktors (First Deputy Managing Director) von einem VS-Amerikaner besetzt wird. Eine andere gängige Praxis ist, Europa stellt den Vorsitzenden des Internationalen Währungsfonds und die VSA stellen stets den Präsidenten der Weltbank. Tatsächlich handelt es sich bei den Direktoren aber oft um Juden.

Ehem. IWF-Direktor, Dominique Strauss-Kahn
Direktor Von Bis
Harry Dexter White 1946 1947
Camille Gutt 1947 1951
Ivar Rooth 1951 1956
Per Jacobsson 1956 1963
Pierre-Paul Schweitzer 1963 1973
H. Johannes Witteveen 1973 1978
Jacques de Larosière 1978 1987
Michel Camdessus 1987 2000
Horst Köhler 2000 2004
Rodrigo de Rato 2004 2007
Dominique Strauss-Kahn 2007 2011
Christine Lagarde 2011

Theodor Waigel war stellvertretender Gouverneur des IWF. Im Jahre 2000 war mit Horst Köhler zum ersten Mal ein Deutscher an die Spitze des IWF gelangt. Es gab bereits Spekulationen um eine zweite Amtszeit, als Horst Köhler im März 2004 zurücktrat, um anschließend auf Vorschlag von Angela Merkel zum BRD-Bundespräsidenten gewählt zu werden.

Nachfolger an der Spitze des IWF wurde der ehemalige spanische Wirtschaftsminister Rodrigo de Rato. Er konnte sich damit gegen eine Reihe weiterer Kandidaten (darunter der Spanier José Manuel González-Páramo, der Belgier Peter Praet und der Ire Michael Tutty) durchsetzen.

Am 28. Juni 2007 kündigte Rodrigo de Rato überraschend an, daß er sein Amt nach der Jahrestagung im Oktober 2007 aus privaten Gründen vorzeitig niederlegen werde. [3] Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige französische Finanzminister Dominique Strauss-Kahn gewählt.[4]

Stellvertretende Geschäftsführende Direktoren

Stellvertretende Geschäftsführende Direktoren sind zur Zeit:

Nachfolgekandidaten

Mögliche Nachfolgekandidaten für den Chefposten (2011) beim IWF sind: Mohamed El-Erian (Ägypten), Stanley Fischer (Israel), Gordon Brown (Grossbritannien), Kemal Dervis (Türkei), Peer Steinbrück (Deutschland), Montek Singh Ahluwalia (Indien), Christine Lagarde (Frankreich), Agustin Carstens (Mexiko), Trevor Manuel (Südafrika) und Axel Weber (BRD).

Kritik

Der IWF wird unter anderem für ein verfehltes Krisenmanagement kritisiert. So unterstützte der Fonds in den 1990er Jahren die Dollar-Kopplung des Argentinischen Peso, konnte aber nicht verhindern, daß das Land nach mehreren Jahren mit hohen Wachstumsraten in eine Wirtschaftskrise (die sogenannte Argentinien-Krise) geriet. Ebenfalls kritisch betrachtet wird die Rolle des IWF während der Ostasienkrise 1997. Kritiker behaupten, die Programme des IWF hätten nicht zur Lösung der Krise beigetragen, sondern diese noch verschärft. Wegen einiger ähnlicher Situationen geben die Bretton-Woods-Institutionen öfter Anlaß zu Auseinandersetzungen mit manchen Kreisen der Wirtschaft und Politik, besonders wenn es um Entwicklungsländer geht.

Unter anderem sind die „Bretton-Woods“-Institutionen auch zur Zielscheibe der Globalisierungskritiker geworden, da sie in ihren Augen eine neoliberale Politik betrieben. Des weiteren wird, vor allem von Nichtstaatlichen Organisationen, der an die Kreditbewilligung gekoppelte Zwang zur Privatisierung von Elementen der öffentlichen Daseinsvorsorge kritisiert, da die betroffenen Regierungen dadurch die Kontrolle verlieren. Den Kritikern zufolge existiert in den Schuldnerländern in aller Regel kein oder zu wenig inländisches Kapital, um zum Beispiel die Wasserversorgung oder das Bildungswesen in eigener Regie privatisieren zu können, so daß diese Bereiche dann unter die Kontrolle internationaler Anleger fallen; oft aus den VSA oder aus der Europäischen Union, die gegenüber ihren Kapitaleignern verantwortlich und daher nur wenig geneigt seien, auf die Probleme ihrer Gastländer Rücksicht zu nehmen. Darüber hinaus werde die Rendite aus der Investition in Zukunft aus den betroffenen Ländern abfließen, was eine Schwächung derer Binnenmärkte zur Folge hätte. Der Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz kritisiert in seinem Buch „Die Schatten der Globalisierung“ den IWF für seine angeblich blinde Verfolgung der Wirtschaftspolitik-Vorstellungen des Washington Consensus.

Der IWF wird auch von konservativer Seite kritisiert, insbesondere in den Vereinigten Staaten. So argumentieren manche Ökonomen, das Bereitstellen von IWF-Nothilfe in Finanzkrisen verführe Schwellenländer, zu hohe Schulden aufzunehmen, während Investoren zu viel Geld in Schwellenländern investierten. Auch betrachten manche Politiker insbesondere der Republikanischen Partei die multilaterale Ausrichtung von IWF, Weltbank und Vereinten Nationen als mögliche Behinderung der VS-Außenpolitik. Während der Asien-Krise etwa forderte der IWF eine Quotenerhöhung von den Mitgliedsländern, da er fürchtete, die nötigen Mittel zur Bekämpfung der Krise könnten sein Grundkapital übersteigen. Der VS-Kongreß stimmte dieser Erhöhung nur zu gegen Einsetzung einer republikanisch dominierten Kommission, welche Möglichkeiten einer Einschränkung der Rolle des IWF und der Weltbank untersuchen sollte. Das Ergebnis war der sogenannte Meltzer-Report (benannt nach dem konservativen amerikanischen Ökonomen Allan Meltzer).

Anders geartete Kritik kommt aus Schwellenländern, insbesondere in Asien. Sie kritisieren die amerikanisch-europäische Dominanz von IWF und Weltbank, welche sich in der Stimmgewichtung in diesen Institutionen niederschlage. Die Kritiker behaupten, die Stimmverteilung sei antiquiert und reflektiere die Struktur der Weltwirtschaft der 1950er Jahre. So hat Frankreich z. B. mehr Stimmen im IWF-Exekutivboard als China, die Schweiz oder Belgien haben mehr Stimmen als Brasilien. Dies – so die Kritiker – untergrabe die Legitimität und Relevanz der Bretton-Woods-Institutionen. Eine grundlegende Reform der Quotenstruktur scheiterte bislang stets am Widerstand der Europäer. Zum Teil als Konsequenz ist wiederholt die Schaffung eines alternativen „Asiatischen Währungsfonds“ diskutiert worden.

Obwohl die meisten Staaten Entwicklungsländer sind, haben diese im IWF relativ wenig zu sagen. Die Stimmrechte im IWF werden im Wesentlichen durch die Einlagequoten der einzelnen Länder bestimmt, in deren Berechnung das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen, die Reserven an Gold, Devisen, IWF-Sonderziehungsrechten und –Reservepositionen, empfangene und geleistete Zahlungen für Waren, Dienstleistungen, Einkommen und private Übertragungen sowie die Variabilität der empfangenen Zahlungen eingehen.

Weitere Kritiker

„Wir, die wir Bürger der Welt sein wollen, können Systeme nicht verstehen, die letztendlich immer auf den Ärmsten herumtrampeln und diese versklaven. Wie können wir eine sogenannte Globalisierung verstehen, die keine Weltbürger schaffen will, sondern nur Konsumenten. Sie versucht nicht, eine globale Gesellschaft zu errichten, sondern nur einen globalen Markt.“[5]
„Man wendet auf Deutschland ähnliche Pläne an, mit denen schon viele andere Nationen in Armut und Abhängigkeit getrieben wurden. Einrichtungen wie der IWF analysieren schuldengebeutelte Länder und gewähren dann zusammen mit Privatbanken und der EZB weitere Kredite oder Kreditstreckungen im Gegenzug für die vertragliche Zustimmung zu sog. ‚Hilfsstrategien‘. In der Vergangenheit bekamen Staatschefs laut dem ehemaligen Chefökonom der Weltbank Joseph Stiglitz 10 % Schmiergeld auf anonyme Schweizer Bankkonten, wenn sie Staatseigentum mit einem Milliardenrabatt an die gewünschten Firmen und Banken veräußerten. Im nächsten Schritt fließt durch Spekulationsblasen massiv Kapital aus dem Land und die Verbraucherpreise steigen drastisch an. Strömen die wütenden Menschen dann ‚auf die Straße‘, marodieren und fordern Sozialismus, werden die letzten halbwegs vernünftigen Investoren verschreckt und fliehen zusammen mit Unternehmern und Sparern woandershin. Währenddessen sichern sich Insider zu Billigst-Ausverkaufspreisen die wichtigsten Ressourcen und Industrien. Haben dann erst einmal Polizei und Militär wieder für ‚Ordnung‘ gesorgt, dürfen die Menschen in dieser neuen Ordnung vegetieren.“[6]

Monopoly

Seit 2008 vergibt der IWF Sofortkredite zum Teil ohne Auflagen. Profitieren sollen Staaten, die durch die VS-Finanzkrise gebeutelt sind. Insgesamt stehen 250 Milliarden Dollar bereit – aber auch die werden wohl nicht reichen,[7] denn nach Schätzungen vom April 2009 belaufen sich die Schulden der von den VSA ausgehenden Finanzkrise auf mehr als 4 Billionen Dollar, das sind umgerechnet 3 Billionen Euro, an weltweiten Verlusten durch Ramschpapiere und faule Kredite.

„Besonders für europäische Banken prognostiziert der IWF schwierige Zeiten, da vor allem in Osteuropa noch massive Kreditausfälle zu erwarten seien. Während für die Rekapitalisierung des Finanzsektors in den USA laut IWF noch 275 Milliarden Dollar benötigt würden, liege der Bedarf in Europa bei 600 Milliarden Dollar. Um die Kapitalisierung der Banken wieder bis auf das Niveau wie Mitte der 1990er Jahre zu bringen, würden in den USA weitere 500 Milliarden Dollar und in Europa sogar weitere 1,2 Billionen Dollar benötigt, schreiben die IWF-Experten.“ [8]

Auf dem Londoner G20-Gipfel wurde im April 2009 beschlossen, die Reserven des Fonds auf 750 Milliarden VS-Dollar aufzustocken. Darauf hatten die Länder der sogenannten BRIC-Gruppe (Brasilien, Rußland, Indien, China) vereinbart, 80 Milliarden VS-Dollar in IWF-Anleihen zu investieren. Auf Brasilien, Rußland und Indien entfallen je zehn Milliarden und auf China 50 Milliarden VS-Dollar.

Kreditprogramm NAB

Der Internationale Währungsfonds legte im November 2009 das Volumen der Geldmittel für das NAB-Programm auf 600 Milliarden VS-Dollar fest. NAB (New Arrangements to Borrow) ist ein Vertrag über die Gewährung von Krediten, der zwischen dem IWF und einer Gruppe von Ländern und Geldinstituten geschlossen wird. Die NAB-Mitglieder gewähren dem IWF Geldmittel für den Fall einer Verschlechterung des Zustandes des Weltfinanzsystems bzw. zur Verhütung des Zusammenbruchs dieses Systems.

Belgien

Der Chef des Internationalen Währungsfonds Dominique Strauss-Kahn hat am 31. Dezember 2008 ein Abkommen mit den belgischen Behörden für eine Finanzhilfe von 2,5 Milliarden Dollar (1,80 Milliarden Euro) angekündigt.[9]

Griechenland

Die griechische Regierung reichte wegen ihres Staatsdefizites von 273 Milliarden Euro am 23. April 2010 einen Antrag auf Staatshilfen von der Europäischen Union (EU) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein.[10] Insgesamt 110 Milliarden Euro wurden bis 2013 zugesagt, um einen Staatsbankrott des Landes abzuwenden. Der Internationale Währungsfonds stellt 30 Milliarden Euro zur Verfügung, die übrigen Euro-Mitgliedsstaaten müssen insgesamt 80 Milliarden Euro aufbringen. Der Anteil der BRD an der Finanzhilfe für Griechenland beträgt demzufolge 22,4 Milliarden Euro (pro Jahr 8,4 Milliarden Euro).

Europäische Union

Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich im März 2009 auf zusätzliche 75 Milliarden Euro für den IWF.[11]

Indien

Die Zentralbank Indiens beschloß im März 2010, zehn Milliarden VS-Dollar ihrer Währungsreserven in Anleihen des Internationalen Währungsfonds anzulegen. „Die Anleihen seien für die Unterstützung der infolge der Krise am stärksten betroffenen Länder bestimmt. Diese Entscheidung ist ein Versuch (von IWF-Ländern), die Kreditwürdigkeit des Fonds zu festigen.“[12]

Irak

Der Internationale Währungsfonds billigte im Februar 2010 die Gewährung eines Kredites in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar an die irakische Regierung für den Wiederaufbau des durch den langjährigen (VS-Invasion) Krieg zerstörten Landes. Die Bereitstellung dieses Kredits ist eine Fortsetzung des 15monatigen IWF-Programms zur Irak-Hilfe, die von Dezember 2007 bis März 2009 geleistet wurde.[13]

Island

Der Internationale Währungsfonds will Island mit einem Kredit in Höhe von 2 Milliarden Dollar unterstützen. Das teilte die isländische Regierung mit. Der Kredit soll zwischen 2012 und 2015 zurückgezahlt werden.[14]

Kritik
„Mehr als 2.000 Menschen protestierten vor dem Parlament in Reykjavik. Sie forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Geir Haage und vom Zentralbankchef David Oddsson. Sie geben den beiden die Hauptschuld an der isländischen Finanzkrise, die den Inselstaat in den Bankrott treibt. Die Isländer haben Angst.“[15]
„Klassisches Sparen hat keine Tradition in Island – die Inflation war meistens so hoch, dass es keinen Sinn hatte, Geld auf die hohe Kante zu legen, es wurde lieber ausgegeben, bevor es an Kaufkraft verliert. Die hohe Inflation sicherte jedoch die Jobs. Das ging so lange gut, bis die konservativ-liberale Regierung auch auf Anraten des IWF Mitte der 1990er-Jahre eine große Privatisierungswelle begann und Islands Banken meinten, zu Global Playern aufsteigen zu können. Die Bank Kaupthing engagierte Monty-Python-Darsteller John Cleese, um Werbespots aufzunehmen. Sie zahlte ihm Millionen – um 300.000 Einwohner zu beeindrucken.“[16]

Japan

Japan sagte dem IWF im Februar 2009 eine zusätzliche Finanzspritze in Höhe von bis zu 100 Milliarden Dollar zu.[17]

Kanada

Kanada stellte zehn Milliarden Dollar (9,3 Milliarden Euro) zu Verfügung. Wegen seines soliden Finanzsystems ist Kanada eines der wenigen westlichen Länder, das seine Banken nicht mit Finanzhilfen oder umfangreichen Bürgschaften, stützen mußte – Finanzkrise 2008.[18]

Mexiko

Mexiko erhielt 2008 vom IWF 3,7 Milliarden Euro Kredite. Mexiko bat Anfang 2009 um einen Kredit in Höhe von umgerechnet rund 47 Milliarden USD. [19]

Norwegen

Norwegen will dem Internationalen Währungsfonds (IWF) mehr Geld zur Verfügung stellen. Die Regierung in Oslo sei bereit, die Mittel des IWF um bis zu 4,5 Milliarden Dollar (etwa 3,4 Milliarden Euro) aufzustocken.[20]

Pakistan

Zu den Empfängern von Notkrediten gehört auch Pakistan. Man versucht dadurch, die VS-Marionettenregierung an der Macht zu halten.

„Der Internationale Währungsfonds hat einen Kredit über 7,6 Milliarden Dollar für Pakistan gebilligt. Er soll einen wirtschaftlichen Zusammenbruch des Landes im Zuge der weltweiten Finanzmarktkrise verhindern. Der Kredit sei auch ein Signal an die Gebergemeinschaft, hieß es.“[21]

Polen

Polen hat im April 2009 beim Internationalen Währungsfonds (IWF) eine Kreditlinie in Höhe von 20 Milliarden Dollar (15 Milliarden Dollar) beantragt.[22][23]

Portugal

Der IWF gewährte am 20. Mai 2011 Portugal 26 Milliarden Euro Hilfe (Eurorettungsschirm).[24]

Rumänien

Rumänien wird ab Mai 2009 vom Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Union und anderen mit fast 20 Milliarden Euro unterstützt. Mehr als 12 Milliarden stellt allein der IWF durch einen zweijährigen Stand-by-Kredit zur Verfügung. Der Journalist Radu Tudor meinte: „Wir brauchen das Geld, um nicht nach der ersten Phase der Wirtschaftskrise zusammenzubrechen.“ Die Europäische Union stellt bis zu 5 Milliarden Euro bereit.[25]

Serbien

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat (Januar 2009) Serbien einen Kredit in Höhe von 530 Millionen Dollar (gut 400 Millionen Euro) zugesagt. Gut 350 Millionen Dollar seien sofort abrufbar, erklärte der IWF in Washington. Die serbische Regierung allerdings habe entschieden, die Mittel zunächst nicht in Anspruch zu nehmen, sondern die Zusage als Sicherheit zu betrachten.[26]

Serbien bekommt 2009/2010 vom Internationalen Währungsfonds ein Darlehen von drei Milliarden Euro.[27]

Schweiz

Insgesamt soll der IWF 2009 zusätzlich bis zu 750 Milliarden Dollar erhalten. Die Schweiz steuert 10 Milliarden Franken bei. Sie hofft dafür, ihren Sitz im Exekutivrat der Organisation behalten zu können.[28]

Türkei

Das Land rechnet 2009 mit einem Finanzbedarf von 130 Milliarden Dollar. Die Türkei werde den IWF voraussichtlich um Kreditlinien bis zu 25 Milliarden Dollar bitten.[29]

Ukraine

Die internationalen Wechselkursverschiebungen haben die Ukraine unter Druck gesetzt. Auch Kiew wandte sich daher an den IWF. Eine Delegation der Weltfinanzorganisation vereinbarte mit der Ukraine eine Finanzhilfe über 16,5 Milliarden Dollar.[30]

Ungarn

Der Internationale Währungsfonds, die Europäische Union und die Weltbank gewähren Ungarn zur Bewältigung der Finanzkrise einen Kredit in Höhe von 20 Milliarden Euro. Der IWF stellt 12,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Die EU erklärte sich bereit, 6,5 Milliarden Euro zu gewähren, die Weltbank eine Milliarde Euro. Der IWF-Anteil liegt mehr als zehnmal über dem Anteil Ungarns am IWF und damit bei weitem über der normalen Obergrenze für krisengeschüttelte Staaten.

Die Hilfe der EU für Ungarn wird die erste derartige Unterstützung für einen Mitgliedsstaat sein, seit Italien Anfang der 1990er Jahre von der Union unterstützt wurde. „Die ungarischen Behörden haben ein komplettes Maßnahmenpaket entwickelt, das kurzfristig die Stabilität der Wirtschaft unterstützen und langfristig ihr Wachstumspotenzial verbessern wird“, erklärte IWF-Generaldirektor Dominique Strauss-Kahn. Mit dem Rettungspaket solle das Vertrauen von Investoren wieder hergestellt werden.[31]

Weißrußland

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt Weißrußland einen Kredit von umgerechnet 1,8 Milliarden Euro (2,5 Milliarden Dollar) zur Bewältigung der Finanzkrise in Aussicht. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn teilte in Washington mit, daß die Experten der Finanzinstitution und die weißrussische Regierung eine entsprechende Vereinbarung erzielt hätten. Die weißrussische Zentralbank hatte beim IWF Ende Oktober 2008 einen Kredit in Höhe von zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) beantragt.[32][33]

Publikationen

Seit März 2002 publiziert der IWF den vierteljährlich erscheinenden „Global Financial Stabilty Report“, der die vorherigen Publikationen „International Capital Markets“ (jährlich seit 1980) und „Emerging Market Financing“ (vierteljährlich seit 2000) ablöste.

Im Vorwort der ersten Ausgabe des „Global Financial Stability Report“ im März 2002 schrieb der damalige Geschäftsführende Direktor Horst Köhler:

„Die Erfahrungen mit der schnellen Ausdehnung der Finanzmärkte während des vergangenen Jahrzehnts haben die Bedeutung einer laufenden Bewertung der privaten Kapitalflüsse unterstrichen, die zugleich Motor des weltweiten wirtschaftlichen Wachstums und manchmal das Zentrum von krisenhaften Entwicklungen sind.“

Zitate

  • „Der IWF wurde gegründet, um die Probleme einer vom Krieg zerrissenen Welt zu lösen. Als diese Probleme nicht länger nach einer Lösung verlangten, fand er selbst eine neue Bestimmung für sich und verwandelte sich in eine fest verwurzelte Bürokratie, die einigen verstorbenen Ökonomen und ihren ergrauten Theorien mit zunehmend sklavischer Ergebenheit folgt. Dabei zwingt der Fonds ganze Staaten zur Selbstaufopferung und nimmt eine Krise nach der anderen in Angriff, indem er neue, zusätzliche Probleme schafft. Er verfolgt gescheiterte Strategien mit verdoppeltem Eifer, verschreibt eine höhere Dosis der gleichen unwirksamen Medizin und beschuldigt die Kreditnehmer der mangelhaften Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen, ohne je die Fehler in seinen eigenen Strategien zu erkennen.“John Mauldin[34]

Siehe auch

Literatur

  • Ernst Wolff: Weltmacht IWF. Chronik eines Raubzugs. 2014, ISBN 9783828833296 [234 S.]
  • Thomas Gerassimos Riedel: Rechtsbeziehungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation. Die Organisationen und ihre gegenseitigen Rechtsbeziehungen im Bereich des Handels und der Subventionen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3703-4
  • Axel Dreher:
    • Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht. wvb Berlin, 2003, ISBN 3-936846-54-5
    • Verursacht der IWF Moral Hazard? Ein kritischer Literaturüberblick. Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften 54, 3: 268–287 (2003)
  • Matthias Weik / Marc Friedrich: Der größte Raubzug der Geschichte. Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden. Bastei Lübbe, Köln 2014, ISBN 978-3-404-60804-1
  • John Perkins: Bekenntnisse eines Economic Hit Man. Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia. Goldmann Verlag, München, 6. Auflage 2007 [Originalausgabe: Berrett-Koehler Publishers, Inc.; San Francisco 2004], ISBN 978-3-442-15424-1
  • Hanno Vollenweider: Bankster – wohin Milch und Honig fließen, Amadeus Verlag, Fichtenau 2016, ISBN 978-3-938656-37-2 [238 S.]
  • Oliver Janich: Das Kapitalismus-Komplott. Die geheimen Zirkel der Macht und ihre Methoden. FinanzBuch-Verlag, München 2010, ISBN 978-3-89879-577-7 [erschien 2012 bereits in der 6.Auflage, erweitert um 14 neue Artikel]
  • Richard Peet: Unholy Trinity. The IMF, World Bank and WTO, ISBN 1-84277-072-1, ISBN 1-84277-073-X
  • Michel Chossudovsky: Global Brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg. Verlag Zweitausendeins, Frankfurt a.M. 2002, 476 S., ISBN 3-86150-441-3 → Vorwort: [1]
  • Frank Schäffler / Eberhard & Eike Hamer: Warum lassen wir das geschehen? Eurokrise: Die Lust am gemeinsamen Untergang. Herausgegeben von der Deutschen Mittelstandsstiftung, Hannover o. J. [2012], ISBN 978-3-00-036875-2

Filmographie

  • Bamako. Spielfilm mit dokumentarischen Gerichtsszenen, Mali, USA, Frankreich 2006, 115 Min., Regie: Abderrahmane Sissako, u. a. mit Danny Glover, Besprechung der The New York Times.

Verweise

Fußnoten

  1. Rainer Meier: Die persönliche Golddeckung, Goldtrend.de (ohne Angabe der Erstpublikation)
  2. IWF: IMF Members' Quotas and Voting Power, and IMF Board of Governors
  3. Rücktrittsankündigung de Ratos vom 28. Juni 2007
  4. Neue Zürcher Zeitung: Strauss-Kahn wird neuer Chef des Währungsfonds vom 29. September 2007
  5. Abschaffung des Internationalen Währungsfonds IWF in Betracht ziehen, Gegenmeinung, 27. Juni 2009
  6. Vgl. Alexander Benesch: Wie der IWF seit seiner Gründung Deutschland zu einem ärmlichen Agrarstaat machen will, Kommentar auf recentr.com am 4. November 2013
  7. IWF vergibt Kredite erstmals ohne Auflagen, welt.de, 30. Oktober 2008
  8. Über 4 Billionen Dollar Schulden, kurier.at, 21. April 2009
  9. IWF-Chef kündigt Finanzhilfe für Belgien an, volksblatt.at, 31. Dezember 2008
  10. Manager Magazin, Kai Lange, 23. April 2010: Trotz Hilfe - Welche Risiken für Hellas bleiben
  11. AFP, 25. März 2009
  12. RIA Novosti, 12. März 2010: Indien kauft IWF-Anleihen für zehn Milliarden US-Dollar
  13. RIA Novosti, 25. Februar 2010: IWF öffnet seinen Geldbeutel für Irak
  14. IWF-Milliardenkredit soll Island retten, tagesschau.de, 24. Oktober 2008
  15. Island – Proteste in Island wegen Finanzkrise, euronews.net, 26. Oktober 2008
  16. Eine große Privatisierungswelle begann und Islands Banken meinten, zu Global Playern aufsteigen zu können, taz.de, 8. Dezember 2008
  17. AFP, 28. März 2009
  18. Kanada sagt IWF zehn Milliarden Dollar Soforthilfe zu, AFP, 2. April 2009
  19. Wirtschaftskrise: Mexiko will Milliarden vom IWF, 20min.ch, 1. April 2009
  20. Norwegen zu weiteren Milliarden-Zahlungen an IWF bereit, AFP, 28. März 2009
  21. Drohender Staatsbankrott. IWF gibt Pakistan Finanzspritze, n24.de, 25. November 2008
  22. Polen beantragt Milliarden-Kreditlinie beim IWF, AFP, 14. April 2009
  23. Polen: IWF-Kredit-Antrag gibt Zloty Auftrieb, faz.net, 14. April 2009
  24. RIA Novosti, 21. Mai 2011: Portugal ersuchte Anfang April 2011 die Europäische Union (EU) und den IWF offiziell um finanzielle Unterstützung. Am 17. Mai beschloss die EU ein Hilfspaket für Portugal in einer Gesamthöhe von 78 Milliarden Euro.
  25. Euronews, 25. März 2009: Rumänien – 20 Milliarden für Rumänien
  26. IWF gewährt Serbien 530-Millionen-Dollar-Kredit, AFP, 17. Januar 2009
  27. Finanzkrise: IWF-Milliardendarlehen für Serbien, euronews.net, 26. März 2009
  28. Finanzspritze für IWF: Schweiz zahlt 10 Milliarden Franken, 20min.ch, 26. April 2009
  29. IWF-Delegation reist zu Verhandlungen über Kredite in die Türkei, de.reuters.com, 15. Dezember 2008
  30. Milliardenhilfe auch für die Ukraine, tagesschau.de, 27. Oktober 2008
  31. Internationale Milliardenhilfe für Ungarn, tagesschau.de, 29. Oktober 2008
  32. IWF stellt Weißrussland Milliardenkredit in Aussicht, tagesschau.de, 01. Januar 2009
  33. IWF hilft Weißrussland mit 2,5 Milliarden Dollar Feiertagszusammenfassung, www.pr-inside.com, 1. Januar 2009
  34. John Mauldin: Vererbte Inkompetenz: Vom Versagen globaler Institutionen, Goldseiten, 29. August 2016


Meine Werkzeuge
In anderen Sprachen