Bäumer, Paul

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Paul Bäumer (1896–1927)

Paul Wilhelm Bäumer (Lebensrune.png 11. Mai 1896 in Meiderich; Todesrune.png 15. Juli 1927 bei Kopenhagen) war ein deutscher Offizier des Deutschen Heeres, zuletzt Leutnant der Fliegertruppe, Jagdflieger und Ritter des Ordens „Pour le Mérite“ im Ersten Weltkrieg. Das Flieger-As errang bei seinen Feindflügen 43 Luftsiege.

Leben

Ausbildung

Deutsches Flieger-As Paul Bäumer2.jpg

Der Rheinländer Paul Bäumer ist am 11. Mai 1986 zu Duisburg-Ruhrort geboren, Er sollte Dentist werden, tat auch seine Schuldigkeit, lernte aber zufällig einen Flieger kennen und kam mit dessen Hilfe und nach Zustimmung des Lehrherrn und der Mutter zur Fliegerschule Holten i. W. Seine ersten Flugversuche fielen zwar nicht sehr glücklich aus, aber er bestand doch im Sommer 1914 die Flugzeugführerprüfung und versuchte nun, als der Erste Weltkrieg ausbrach, zu einer Fliegerabteilung zu kommen.

Erster Weltkrieg

Deutsches Flieger-As Paul Bäumer.jpg
Das Grabdenkmal Paul Wilhelm Bäumer.jpg

Zuerst zog er jedoch als Infanterist ins Feld. Im Mai 1917 erfüllt sich sein Traum, er kommt zur Jagdstaffel 5, wo er sich alsbald dadurch auszeichnet, daß er vom 12. bis zum 15. Juli drei Fesselballone abschießen kann. Der Erfolg ist die Versetzung zur Jagdstaffel „Boelcke“ und die Verleihung des E. K. I. Klasse. Am 31. Oktober ist er bereits Vizefeldwebel. Seine Kampfflüge zeichnen sich durch außerordentliche Kühnheit aus. Er nimmt ein französisches Caudron-Großflugzeug in der Luft „gefangen". Bei einem anderen Kampf wird seine Maschine in Brand geschossen, aber er kann sich mit dem Fallschirm retten. Während dieser unvorhergesehenen Luftreise bemerkt er, daß einer der Filzstiefel Feuer gefangen hat, doch gelingt es ihm unter krampfhaften Verrenkungen, den brennenden Stiefel in der Luft auszuziehen.

Im Frühjahr 1918 schießt Bäumer einen englischen Sopwith ab und erringt damit für seine Staffel den 199. Luftsieg. Am 12. Februar belohnt das Goldene Militär-Verdienstkreuz den tapferen Flieger. Dann folgt am 10. April eine weitere Anerkennung, die Beförderung zum Leutnant der Reserve, nachdem er an einem Tage drei Luftsiege errungen hatte. Am 21. Mai hat er Pech bei der Landung, er muß mit einem komplizierten Unterkieferbruch ins Lazarett. Noch kaum richtig ausgeheilt, kehrt er jedoch wieder zu seiner Staffel zurück, wird nach dem 30. Erfolge zum Pour le Mérite vorgeschlagen und erhält die hohe Auszeichnung am 2. November 1918. Inzwischen hat er die Zahl seiner Siege weiter gesteigert. Bis zum Kriegsende hat er 44 Gegner zur Strecke gebracht und ist damit einer der erfolgreichsten Kampfflieger des Ersten Weltkrieges.

Nachkriegszeit

Bäumer stellte nach Friedensschluss zunächst kurze Zeit seine Dienste der Hamburger Werft Blohm und Voß zur Verfügung. Dann kehrte er zu dem vor dem Kriege erlernten Beruf zurück und machte seine Prüfungen als Zahnarzt. Gleichzeitig setzte er aber seine fliegerische Tätigkeit fort und gründete die „Bäumer-Aero-Gesellschaft“. Als Kunstflieger, Fluglehrer und Konstrukteur war er mit großem und anerkannten Erfolg tätig und galt neben Ernst Udet als einer der besten Sportflieger.

Fliegertod

Am 15. Juli 1927 ereilte ihn der Fliegertod, der ihn über den Schlachtfeldern vergeblich gesucht hatte. Bei einem Kunstflug über Kopenhagen stürzte er, zwei Kilometer von der Küste entfernt, in die Wellen des Öresund.

Ruhestätte

Seine letzte Ruhestätte fand Paul Bäumer auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg; Endgrablage: H 6, 188. In Sichtweise das Denkmal für die 1938 verunglückten Bathurst-Flieger, darunter für die Flugkapitäne Joachim Blankenburg und Robert Untucht.

Im Westen nichts Neues

In Anspielung auf den Kriegshelden nannte Erich Maria Remarque in seinem Antikriegs-Roman „Im Westen nichts Neues“ den Protagonisten Paul Bäumer. Bäumer war nach dem Krieg als Zahnarzt tätig, Remarque war einer seiner Patienten.

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise