Brockdorff-Rantzau, Ulrich von

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Ulrich Graf Brockdorff-Rantzau.jpg

Ulrich Graf Brockdorff-Rantzau (Lebensrune.png 29. Mai 1869 in Schleswig; Todesrune.png 8. September 1928 in Berlin) war ein deutscher Außenminister. Er war der erste Außenminister nach der erzwungenen Abdankung des deutschen Kaisers Wilhelm II. und somit der erste der sogenannten Weimarer Republik.

Brockdorff-Rantzau war von 1901 bis 1909 Legationsrat, dann Botschaftsrat in Wien und Den Haag.

1919 forderte er unter Berufung auf das 14-Punkte-Programm von Woodrow Wilson die Vereinigung des Deutschen Reichs mit Deutsch-Österreich. Als Leiter der deutschen Delegation auf der Pariser Friedenskonferenz wies er die angebliche Alleinschuld des Deutschen Reiches und Österreichs am Ersten Weltkrieg zurück. Unter der Leitung Brockdorff-Rantzaus wurden deutsche Gegenvorschläge zum Versailler Vertrag ausgearbeitet, die auf eine Milderung der Konditionen für Deutschland abzielten und von den Feinden Deutschlands abgelehnt wurden.

Er trat dann gemeinsam mit dem übrigen Kabinett Scheidemann im Juni 1919 zurück, da er den sogenannten „Vertrag von Versailles“ nicht unterzeichnen wollte. 1922 wurde er Botschafter in Moskau.

Literatur

Verweise