Schroth, Hannelore

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Hannelore Schroth (1922–1987)

Hanne „Hannelore“ Lore Emilie Käte Grete Schroth (Lebensrune.png 10. Januar 1922 in Berlin; Todesrune.png 7. Juli 1987 in München) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben

Hannelore Schroth (Aufnahme von 1939)
Hannelore Schroths und Mutter Käthe Haacks Grab
Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedhof Heerstr.

Jugend

Hannelore Schroth wurde am 10. Januar 1922 in Berlin als Tochter des Schauspielerehepaares Käte Haack und Heinrich Schroth geboren. Im Alter von acht Jahren gab sie ihr Filmdebüt in Max Ophüls’ Komödie „Dann schon lieber Lebertran“. Mit 16 Jahren besuchte sie eine Schauspielschule und konnte bereits mit ihrem ersten darauffolgenden Film, der Liebesgeschichte „Spiel im Sommerwind“, einen großen Publikumserfolg landen.

Drittes Reich

In „Kitty und die Weltkonferenz“ spielte sie 1939 ihre erste Hauptrolle. Zu ihren großen Filmerfolgen der vierziger Jahre zählen „Friedrich Schiller“, „Sophienlund“ und „Unter den Brücken“.

Nachkriegszeit

Im Januar 1945 leitete Carl Raddatz die Scheidung ein. Hannelore Schroth war inzwischen zu dem deutschen Tauchpionier Hans Hass gezogen. Ihre Hochzeit erfolgte am 30. Juni 1945 in Mayrhofen im Zillertal. Ihr Sohn aus dieser Ehe, Hans (Todesrune.png 2009), war zeitweilig als Schauspieler und Schlagersänger erfolgreich. Die Ehe mit Hans Hass wurde im April 1950 geschieden. Aus der dritten Ehe mit einem Rechtsanwalt entstammt ebenfalls ein Sohn, Christoph Köster.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sie ihre Karriere mit Publikumserfolgen wie „Taxi Kitty“ (1950), „Der Hauptmann von Köpenick“ (1956), „Alle lieben Peter“ (1959) oder „Polizeirevier Davidswache“ (1964) fortsetzen. Seit Ende der 1960er Jahre war Schroth vermehrt auch in Fernsehrollen zu sehen, etwa in Fernsehfilmen wie Wolfgang Beckers „Kriminalmuseum – Die Kiste“ oder in Serien wie Tatort, Derrick oder „Michel aus Lönneberga“. Als gefragte Synchronsprecherin lieh sie außerdem Hollywoodstars wie Shirley MacLaine und Liz Taylor ihre Stimme.

Neben ihrer Arbeit beim Film trat Hannelore Schroth immer wieder im Theater auf. So erhielt sie unter anderem Anstellungen in Wien, Berlin und München und wurde für ihre Theatertätigkeit 1969 mit dem Großen Bad-Hersfeld-Preis ausgezeichnet. 1980 erhielt sie für ihre Verdienste um den deutschen Film das Filmband in Gold.

Tod

Am 7. Juli 1987 starb Hannelore Schroth in München. Sie ruht auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin, neben ihrer Mutter.

Familie

In erster Ehe war Hannelore Schroth ab September 1944 mit ihrem Kollegen Carl Raddatz, von dem sie ein Kind erwartete, verheiratet. Im November kam es jedoch zu einer Frühgeburt, in deren Folge das Kind – ein Junge, der noch auf den Namen Christoph Raddatz getauft wurde – schon nach wenigen Tagen verstarb. In zweiter Ehe war sie seit dem 30. Juni 1945 mit Tauchpionier Hans Hass verheiratet. Ihr Sohn aus dieser Ehe, Hans Hass jr. (1946–2009), war zeitweilig als Schauspieler und Schlagersänger erfolgreich. Aus der dritten Ehe mit einem Rechtsanwalt und Filmproduzenten entstammte ebenfalls ein Sohn (Christoph Kantapper Köster, 1953–2012).

Ihr Halbbruder Carl-Heinz Schroth war ebenfalls ein erfolgreicher Schauspieler auf der Bühne, in Film und Fernsehen.

Filmbeiträge

V.S.-Produktion: Schauspielerleben: Hannelore Schroth (Staffel 7 / Folge 1, 2020)

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1969: Großer Bad-Hersfeld-Preis
  • 1980: Deutscher Filmpreis: Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film

Filmographie

Inschrift des Grabsteins

Theatrographie (Auswahl)